Medienpsychologie

Bachelor of Science (B.Sc.)

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Was macht die Faszination Apple aus? Gibt es eigentlich Menschen, die die Marke „Coca Cola“ nicht kennen? Und warum denkt bei einem schwedischen Möbelhaus automatisch jeder an Ikea? Im Schnitt nutzt jeder Deutsche Medien fast zehn Stunden am Tag. Kommunikationsbotschaften umgeben uns immer und überall: Experten gehen davon aus, dass uns allein über 13.000 Werbebotschaften pro Tag erreichen.

B.Sc. Medienpsychologie

Vollzeit
Studienort Bielefeld, Hannover
Studienstart Oktober
Studiendauer 3 Jahre, inkl. 24 Wochen Praxisphase im In- oder Ausland
Studiengebühr 625,00 €/Monat
Einmalige Gebühren 150,00 € (Individuelles Auswahlverfahren); 500,00 € (Abschlussprüfung)

Wie prägt dieser Medien-Overload unseren Alltag? Wie beeinflusst er nicht nur unser Konsum-, sondern unser gesamtes Sozialverhalten? Welche Chancen aber auch Risiken birgt die ständige Medienpräsenz für die Gesellschaft? Welche Potenziale bietet sie für die Wirtschaft?

Der Studiengang B.Sc. Medienpsychologie eröffnet Ihnen die psychologischen Wirkungsweisen von Medien. Ein hochrelevantes Wissen für Unternehmen, die sich im Kampf um die Aufmerksamkeit von Kunden immer mehr einfallen lassen müssen. Der Medienpsychologe kann der Wirtschaft Antworten auf Fragen geben wie: Welches Image hat mein Unternehmen? Wie kann ich unter den tausenden TV-Spots, Werbeplakaten, Instagram-Werbungen herausstechen? Wie kann ich crossmedial, über alle Kommunikationskanäle meine Botschaften transportieren?

"Die analytisch-strategische Phase hat für die Entwicklung von Marketing- und Unternehmenskommunikation eine sehr hohe Relevanz. Nur aufbauend auf einem fundierten Verständnis der kommunikativen Ziele des Auftraggebers und dem Nutzungsverhalten der Zielgruppen, können wir in der Agentur zielführende und zielgruppenspezifische Kommunikationsmaßnahmen kreieren. Darum braucht es Experten mit kommunikations- und medienwissenschaftlichem, psychologischem und methodischem Knowhow.“

Dr. Michelle Bange Strategic Planning, TERRITORY CTR GmbH

Sie als angehender Medienpsychologe werden zum Experten der Wirkungsweise der Medien: Sie können in Werbe- oder PR-Agenturen sowie in Kommunikationsabteilungen von Konzernen und mittelständischen Unternehmen Ihre Ideen verwirklichen. Arbeiten Sie in Forschungsabteilungen von Hochschulen und Instituten. Oder beraten Sie Schulen, Lehrer und Erzieher, um zu vermitteln, welche große Bedeutung Medien für jeden Schüler haben. Helfen Sie alle Potentiale der Mediennutzung und Medienwirkung zu verstehen und anzuwenden. Nutzen Sie ihr Wissen, um die neuen Karrieremöglichkeiten einer immer komplexer werdenden Kommunikations- und Medienwelt voll auszuschöpfen.

Ihre Ansprechpartnerin

Prof. Dr. Katja Brickwedde

Prof. Dr. Katja Brickwedde

Kommunikation & Public Relations
brickwedde@@fh-mittelstand.de

Publikationen

Die wissenschaftliche Studiengangsleiterin Prof. Dr. Brickwedde im Interview

"Die Medien bestimmen immer stärker unser Leben. Wir brauchen Medienpsychologen, um die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Potenziale moderner Medien zu verstehen und ideal auszuschöpfen.“

Grundsätzlich lässt sich in allen Facetten unseres Lebens die starke Präsenz der Medien spüren. Privat nutzen wir rund zehn Stunden am Tag diverseste Medien – sei es um uns zu informieren, zu kommunizieren oder einfach für das eigene Entertainment. Auch im wirtschaftlichen Kontext haben Medien eine tragende Rolle: Unternehmen sind ohne eine professionelle Mediennutzung gar nicht mehr denkbar. Selbst Medienschaffende müssen sich auf die neuen Medienarten durch die allumfassende Digitalisierung erst einstellen – wie bereiten wir Informationen so auf, dass diese überhaupt wahrgenommen werden? Oder denken Sie an unsere kleinsten Mitbürger: unter Umständen gehört ein Tablet schon im Kindergarten zum Aufwachsen dazu. In allen Bereichen spielt die Medienpsychologie eine ganz wichtige Rolle.

Welchen Fragen widmet sich ein Medienpsychologe?

Prof. Dr. Katja Brickwedde: „Ein Medienpsychologe ist in der Lage Mediennutzung und -wirkung zu verstehen. Was führt dazu, dass ein Mensch sich für die eine oder die andere Medienalternative entscheidet? Was sind die Wünsche und Bedürfnisse bei der Mediennutzung der Zukunft? Dafür braucht es Analyse und Forschung – das bringen wir unseren Studierenden im Studium bei. Es ist ganz wichtig zu verstehen, dass die Medien die Menschen beeinflussen. Aber dieser Prozess existiert auch umgekehrt. Es ist ein komplexes Zusammenspiel.“

In welchen Bereichen arbeitet ein Medienpsychologe nach dem Studium?

Prof. Dr. Katja Brickwedde: „Ein Medienpsychologe ist Schneider von fast allen Medienkreationen – unsere künftigen Absolventen können deutlich mehr, als einen guten Werbespot zu konzipieren. Die späteren Tätigkeitsfelder sind äußerst vielfältig. Zum Beispiel ist es möglich, als Vordenker bei verschiedensten Medienproduktionen zu arbeiten. Konkret im Bereich der Gamesentwicklung: nicht in der Programmierung, sondern in der inhaltlichen Beratung. Was spricht die Zielgruppe des Spiels an, wie muss die Dramaturgie aussehen? Interessante Karrierewege ergeben sich auch im Bereich von Werbe- oder Beratungsagenturen, um Produkte und Dienstleistungen wirksam mit Imagekampagnen in der Öffentlichkeit über alle Medienkanäle zu platzieren. Zusätzlich ist der Markt der Medienpädagogik äußerst vielversprechend.“

Welche Perspektiven bietet der Studiengang Medienpsychologie in diesem Bereich?

Prof. Dr. Katja Brickwedde: „Die zentralen Fragestellungen lauten hier: Wie vermittle ich Medienkompetenz? Welche Chancen bieten die zahlreichen medialen Angebote? Welche Risiken bestehen vor allem für die heranwachsende Generation? Hierbei versuchen wir im Studium die neuesten Entwicklungen der pädagogischen sowie der Entwicklungspsychologie zu vermitteln. Unsere künftigen Absolventen sollen in der Lage sein, Eltern, Lehrer oder Behörden im Bereich der Mediennutzung auf Grundlage von fundierten wissenschaftlichen Erkenntnissen zu beraten. Diese zusätzliche pädagogische Ausrichtung macht diesen Studiengang einzigartig.“

Für wen ist der Studiengang besonders gut geeignet?

Prof. Dr. Katja Brickwedde: „Interessenten müssen Lust haben, sich mit der Psychologie von Menschen zu beschäftigen: Wie bilden sich Menschen eine Meinung? In welchem Zusammenhang stehen Medien und Persönlichkeit? Wie erlerne ich den Umgang mit Medien? Wie sollten die Medien der Zukunft aussehen, um die Menschen zu erreichen? Die zukünftigen Studierenden müssen medienaffin sein – denn im Studium müssen sie selbst aktiv werden im Bereich der Medienproduktion. Nur so verstehen sie mediale Funktionsweisen und können diese differenziert bewerten. Als Medienpsychologe arbeitet man an der Nahtstelle zwischen Analyse, Medien sowie von Kommunikation und Sprache. Das Studium hat auch empirische Anteile – so ist Statistik ebenfalls ein wichtiges Modul. Das Bedürfnis muss da sein, den Dingen auf den Grund zu gehen.“

Informationen zum Studium

Mögliche spätere Tätigkeitsbereiche und Arbeitgeber

  • Werbepsychologe in der Marktforschung
  • Kommunikationsberater
  • Kommunikationspsychologe in einer Bildungseinrichtung
  • Mitarbeiter in einer Marketing- oder PR-Agentur
  • Mitarbeiter in der Unternehmenskommunikation
  • Mediaberater für Verlage & Rundfunkhäuser
  • Mitarbeiter im Social-Media-Marketing

Das Vollzeit-Studium

Ein klassisches Vollzeit-Studium ist für die meisten (Fach-) Abiturienten der Regelfall. Ein Vollzeit-Bachelor dauert drei Jahre und ist an der FHM in Trimester aufgeteilt (drei Blöcke à vier Monate). Sie durchlaufen also in drei Jahren Studium insgesamt neun Trimester. In einer normalen Vorlesungswoche sind Sie von montags bis freitags in der Hochschule und haben in der Regel von 9.00 Uhr bis 17.45 Uhr Vorlesungen. Am Ende eines jeden Trimesters findet dann eine Klausur- und Prüfungsphase statt. Während Ihres Studiums absolvieren Sie außerdem eine sechs-monatige Praxisphase, das sogenannte „SiP“ (Studium in der Praxis). Hierbei handelt es sich um ein integriertes Pflichtpraktikum, das Sie in einem Unternehmen Ihrer Wahl im In- oder Ausland durchlaufen. Die SiP-Phase startet nach Ihrem ersten Studienjahr und dauert von Oktober bis März. In dieser Zeit können Sie Ihr theoretisch erworbenes Wissen aus dem ersten Studienjahr in der Praxis anwenden und Unternehmensluft schnuppern. Im Anschluss an das Praktikum muss eine wissenschaftliche Arbeit über ein Thema aus Ihrer Zeit im Praktikumsunternehmen geschrieben werden. Diese zählt bereits 20 Prozent zu Ihrer späteren Bachelor-Endnote dazu. Ist diese erste Hürde geschafft, folgt ein weiteres Jahr Studium an der FHM gespickt mit Praxisprojekten. Am Ende wartet dann die Bachelorphase auf Sie: Sie verfassen eine 50- bis 70-seitige Abschlussarbeit und müssen diese in einem sogenannten Kolloquium verteidigen. Haben Sie diese letzte Prüfung erfolgreich bestanden, verleiht Ihnen die FHM auf einem festlichen Abschlussball Ihre Bachelorurkunde. Ein toller Abschluss des Studiums, der gemeinsam mit der Familie und Freunden gefeiert werden kann!

Wann ist Vorlesungsfrei?

  • Als FHM Vollzeit-Student haben Sie in den Oster- und Weihnachtsferien frei sowie im kompletten Monat September.

Trimesterticket für den ÖPNV

  • Mit Studienbeginn an der FHM erhalten Sie ein kostenpflichtiges Trimesterticket für den ÖPNV. Sie können damit die Angebote von Bus und Bahn im angegebenen Geltungsbereich nutzen. Diesen Service bieten wir in Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Studentenwerk an.

Studentenleben

  • Neben Vorlesungen und Klausuren soll Ihnen Ihr Studium natürlich auch Spaß machen. Denn die Studentenzeit ist etwas Besonderes! Deshalb organisieren wir für Sie regelmäßige Campus Events, Sommerfeste und Weihnachtspartys sowie eine jährliche Skifreizeit, an der Studierende alle FHM-Campi teilnehmen können.

Studieninhalte

Allgemeine Wirtschaftskompetenz

  • Betriebswirtschaft mit Unternehmensgründung
  • Statistik für Psychologen I
  • Statistik für Psychologen II
  • Medienrecht für Psychologen

Personale & soziale Kompetenz

  • Wirtschaftsenglisch
  • Entwicklungspsychologie für Medienpsychologen
  • Teammanagement, Präsentation & Moderation

Medienpsychologie Kompetenz

  • Allgemeine Psychologie
  • Einführung in Gebiete und Forschungsmethoden der Psychologie
  • Medien- und Kommunikationspsychologie
  • Psychologie der Mediennutzung
  • Mediensozialisation
  • Differentielle und Persönlichkeitspsychologie
  • Sozialpsychologie
  • Pädagogische Psychologie
  • Medienkompetenz und Medienpädagogik
  • Angewandte Medienpsychologie: Medienkonzeption und -gestaltung
  • Psychologie der Medienwirkung
  • Markt- und Werbepsychologie

Aktivitäts- & Handlungskompetenz

  • Studium in der Praxis (SiP)
  • Wissenschaftliches Arbeiten: Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten
  • Methoden der Mediennutzungs- und Medienwirkungsforschung

Bewerbung

Der Studiengang Bachelor of Science (B.Sc.) Medienpsychologie richtet sich an studieninteressiertedie, die mit einem international anerkannten Hochschulabschluss Fach- und Führungsaufgaben in der Medienbranche übernehmen wollen. Dabei werden sowohl (Fach-) Abiturientinnen und (Fach-) Abiturienten angesprochen, die über kein fachspezifisches Vorwissen verfügen, als auch Bewerberinnen und Bewerber, die bereits erste berufliche Erfahrungen in der Medienbranche gesammelt haben.

Voraussetzungen

Die Fachhochschule des Mittelstands (FHM) ist eine staatlich anerkannte, private Fachhochschule. Studierende müssen daher mindestens die gleichen formalen Zugangsvoraussetzungen erfüllen, die für die Aufnahme eines vergleichbaren Studiums an einer öffentlichen Hochschule erforderlich wären. Formale Voraussetzung zur Aufnahme eines Bachelor-Studiums an der FHM sind die Hochschul- oder Fachhochschulreife. Berufspraktiker mit entsprechenden beruflichen Abschlüssen können ebenfalls ein Studium aufnehmen. Mögliche Zugangswege zum Studium:

  • Nachweis der Hochschulzugangsberechtigung (Allgemeine Hochschulreife, etc.)
  • Hochschulreife
  • Fachhochschulreife
  • Meister/in
  • Meisteranwärter/in mit FH-Reife
  • Betriebswirt/in des Handwerks
  • Betriebswirt/in (IHK)
  • Absolventen zweijähriger Fachschulausbildungen
  • Fachwirte und Fachkaufleute
  • Staatlich geprüfte/r Betriebswirt/in

Die Bachelor-Studiengänge an der FHM sind nicht mit einem Numerus Clausus (NC) belegt. Die am besten geeigneten Bewerberinnen und Bewerber werden stattdessen über ein hochschuleigenes Auswahlverfahren ausgewählt. Wie bei der Personalauswahl moderner Wirtschaftsunternehmen hat die FHM hierfür ein aufwändiges Verfahren entwickelt. 

So bewerben Sie sich um einen Studienplatz an der FHM

  • Bewerben Sie sich direkt ONLINE oder reichen Sie Ihre schriftlichen Bewerbungsunterlagen bei uns ein.
  • Sind alle formalen Voraussetzungen erfüllt, werden Sie per Mail zum nächstmöglichen Auswahlverfahren eingeladen.
  • Innerhalb von 15 Werktagen erhalten Sie anschließend von uns die Entscheidung über die Zulassung zum Studium.
  • Sind Sie zum Studium zugelassen, werden Ihnen die Immatrikulationsunterlagen sowie der Studienvertrag zugeschickt.

Wie verläuft das Aufnahmeverfahren?

Nach Einreichung der schriftlichen Bewerbungsunterlagen entscheidet eine Bewerbungskommission über die Einladung zu einem mehrstündigen Auswahlverfahren. Die Bewerberinnen und Bewerber lösen verschiedene Gruppenaufgaben, nehmen an einem Englischtest sowie an einem mathematisch-logischen Test teil und durchlaufen eine Kompetenzdiagnostik nach dem KODE®-Verfahren. Den Abschluss bildet ein persönliches Vorstellungsgespräch mit einem der Hochschullehrer. Auf der Grundlage einer abschließenden Gesamtbeurteilung erhalten die Bewerberinnen und Bewerber i.d.R. innerhalb von 15 Werktagen eine verbindliche Studienplatzzusage oder -absage von der FHM.

Ihre nächsten Schritte zur Bewerbung: Die benötigten Unterlagen können bei der Studienberatung der FHM angefordert oder hier heruntergeladen werden. Bewerbungen sind ganzjährig möglich und werden in der Reihenfolge der Eingänge berücksichtigt.

Ihre Ansprechpartner

Nina Janice Braunert

Nina Janice Braunert, M.A.

Fachbereich Medien Bielefeld
Studienberatung
braunert@@fh-mittelstand.de
Fon: +49 521 96655180

Caroline Bultmann

Caroline Bultmann, M.A.

Fachbereich Medien Bielefeld
Studienberatung
bultmann@@fh-mittelstand.de
Fon: +49 521 96655226

Aimee Victoria Schneider

Aimee Victoria Schneider, B.A.

Marketing & Vertrieb Hannover
schneider@@fh-mittelstand.de
Fon: +49 511 53358814

Susanne Brand

heute: Content Managerin bei der Hamburg Tourismus GmbH und Masterstudium an der Uni Hamburg

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In meiner Bachelorarbeit habe ich mich mit dem Thema „Schlauer schauen: Die Entwicklung des Video-on-Demand-Fernsehens und sein Beitrag zur Bildungsmotivation junger Erwachsener in NRW“ aus medienpsychologischer Sicht beschäftigt. Das klassische lineare Fernsehen wird zusehends durch On-Demand-Angebote auf Youtube, Amazon Prime und Co. substituiert bzw. ergänzt. In meiner B.A. habe ich erforscht, ob und wie diese Kanäle zur persönlichen Weiterbildung genutzt werden können. Spezielle Informations- und Lernkanäle auf YouTube eignen sich zum Beispiel gut dafür. Allerdings zeigt das Ergebnis meiner Untersuchung, dass VoD-Inhalte in der jungen Zielgruppe vorwiegend zu Unterhaltungszwecken genutzt werden.

Carolin Göppert

heute: Account Director PR/ Kommunikationsberaterin, Agentur Brandzeichen in Düsseldorf

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Ich habe meine Bachelorarbeit zu einer medienpsychologischen Fragestellung geschrieben, nämlich zum Thema „Eskapismus im Fernsehen – Eine Inhaltsanalyse zum Einsatz eskapistischer Elemente in TV -Serien“. Eskapismus bedeutet die Flucht aus dem Alltag und wird in den Medien oftmals als psychologisches Element genutzt, um den Zuschauer regelmäßig vor seinen Problemen des Alltags zu bewahren. Serien sind prädestiniert dafür, den Rezipienten in seinem Eskapismus zu fördern und somit an eine TV-Serie zu binden. Ich konnte herausstellen, dass besonders in den Kategorien Figurenkonzeption, Konzeption von Welten und Genre eine Vielzahl von eskapistischen Elementen zu finden sind. So werden beispielsweise Parasoziale Beziehungen zu Protagonisten oder Sehnsuchtswelten bewusst in TV-Serien eingeflochten.

Anna Katharina Schuppert

heute: Masterstudentin an der Universität Paderborn im Fach Medienwissenschaften

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Für meine Bachelorarbeit habe ich mich mit dem medienwissenschaftlichen Thema der „Wirkung von violenten Medieninhalten auf den Rezipienten“ beschäftigt. Dafür habe ich Fernsehbeiträge und deren Wirkung auf Kinder und Jugendliche untersucht. Um das ziemlich umfangreiche Themengebiet der Medienwirkungsforschung etwas einzugrenzen, analysierte ich zwei Wirkungstheorien anhand von bereits vorliegenden empirischen Studien. Dabei ließ sich herausfinden, dass die bekanntesten Theorien von teilweise völlig unterschiedlicher Wirkung ausgehen und dass die empirisch und statistisch korrekte Erforschung eines derart persönlichen und psychologischen Themas sehr schwierig ist. Die Medienwirkungsforschung interessierte mich auch noch über meinen Bachelorabschluss hinaus und so habe ich mich weiterführend mit dem Thema im Rahmen eines Seminars während meines Masterstudiums beschäftigt. Abschließend kann festgehalten werden, dass die Wirkung von gewalttätigen Medienhalten ein immer noch sehr aktuelles Forschungsgebiet ist, das auf vielen individuellen Einflussfaktoren beruht, was das Thema so interessant und gleichzeitig sehr komplex macht.

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