Weitere Puzzleteile für die Karriere nach der FHM

Ein Rechenzentrum in Schwerin hatten die Studierenden im International Management M.A. nicht erwartet. Davon konnten sie sich allerdings im Rahmen des Moduls „Praktikerkolloquien & Unternehmensbesuche“ selbst überzeugen. Die kleine Studiengruppengröße und die Einhaltung hygienischer Sicherheitsstandards machten den Ausflug für die Studierenden der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) möglich. So konnte Modulverantwortliche Pia Winkler M.A. den Studierenden auch einen spannenden Einblick in die Kulissen der größten Digitalagentur Schwerins geben. Planet IC zeigt sich unter anderem für die digitale Betreuung der Landeshauptstadt Schwerin, wie auch der Landesregierung verantwortlich.

Andreas Scher, Geschäftsführer und Gesellschafter von Planet IC, berichtete mit zahlreichen Anekdoten, viel Charme und Witz von seiner Unternehmensgründung und den aktuellen Aufgaben in der Geschäftsführung. Als IT-Dienstleister entwickeln die Mitarbeitenden im Unternehmen individuelle Softwarelösungen für ihre Kunden, stellen im Rechenzentrum aber auch Kapazitäten für andere Kunden zur Verfügung. Mit 15 Mitarbeitern gehört Planet IC zu den größeren IT-Anbietern, die in der Regel acht bis zehn Mitarbeiter beschäftigen. Seit nunmehr 28 Jahren gehört das Unternehmen jedoch auch fest zur Unternehmenslandschaft Schwerins.

Die Studierenden staunten daher nicht schlecht, als sie die Mitarbeiterbüros des Open-Space-Gebäudes in entspannter Atmosphäre beim Arbeiten beobachten durften. „Gerade die Mitarbeiterführung ist der Knackpunkt in einem Unternehmen und entscheidet über Erfolg oder Misserfolg.“, resümiert Andreas Scher, als er über die Herausforderungen in Zeiten von Covid-19 spricht. Planet IC ist ein Unternehmen mit vielen jungen Mitarbeitenden und – für die IT-Branche ebenfalls ein wenig außergewöhnlich – immerhin 25% weiblichen Angestellten. Gerade die Einschränkungen für das Personal machten sich in Zeiten des Lockdowns deutlich, da war sicherlich kein Unternehmen wirklich ausgenommen.

Von dieser Einschätzung berichtete auch Dieter Runge, Geschäftsführer der Primacyt GmbH. Mit Primacyt erhielten die Studierenden noch einmal einen ganz anderen Eindruck von der Unternehmenslandschaft in Schwerin. Das Unternehmen extrahiert Leberzellen aus tierischen oder humanen Organen und stellt diese dann für Andere zu Testversuchen zur Verfügung. Anhand von Leberzellen können beispielsweise Medikamentenstudien durchgeführt werden oder auch Parfums oder Kosmetika auf ihre Hautverträglichkeit getestet werden. Abnehmer für diese Zellen finden sich weltweit. Durch die Verarbeitung von Leberzellen aus Forellen bedient Primacyt sogar ein Alleinstellungsmerkmal. Es gibt weltweit nur ein weiteres Unternehmen, dass Forellen-Leberzellen anbietet und das befindet sich in den USA.

Gerade weil es global so viele Abnehmer gibt, plant Primacyt auch eine mögliche Erweiterung des asiatischen Netzwerks. Hieran arbeiten die Studierenden nun fachübergreifend. Im Modul „Internationales Projektmanagement“ bearbeiten die Studierenden unter Führung von Pia Winkler M.A. mögliche Expansionswege des Schweriner Unternehmens auf den chinesischen Markt. Erste Zwischenergebnisse werden nun Mitte August vor dem Unternehmen vorgestellt.

Die Studierenden erhielten damit zwei weitere Puzzleteile in der Planung ihrer weiteren Karriere nach der FHM. Mit ihrem Abschluss sind sie vielseitig einsetzbar und erschließen sich mit diesen Eindrücken eine gute Grundlage und Orientierung für ihren späteren beruflichen Weg.

Andreas Scher, Geschäftsführer und Gesellschafter von Planet IC, erklärt das Energiesystem des Rechenzentrums. Nachhaltigkeit und Effizienz stehen dabei im Vordergrund.

Das Rechenzentrum beherbergt nicht nur die eigene Technik von Planet IC, sondern auch Technik fremder Firmen.

Dieter Runge, Geschäftsführer der Primacyt GmbH, stellt das Unternehmen und seine Aufgaben vor.

Die Studierenden können auch auf Englisch Fragen stellen, da Dieter Runge selbst 5 Jahre in den USA gelebt hat.