Die FHM im Profil

Die FHM – Unser Selbstverständnis

Die Fachhochschule des Mittelstands (FHM) wurde im Jahr 2000 vom Mittelstand für den Mittelstand gegründet. Sie bereitet durch anwendungsbezogene Lehre und Studium auf berufliche Fach- und Führungstätigkeiten im In- und Ausland vor. Die Erfolge der Absolventinnen und Absolventen stehen für das Ausbildungskonzept der FHM: Nah an der Praxis und kompakt in der Wissensvermittlung. Den Studierenden werden fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse und Methoden vermittelt, die sie befähigen, herausgehobene Aufgaben in der – insbesondere mittelständischen – Wirtschaft und in der Gesellschaft wahrzunehmen.

Acht Standorte
Aktuell sind an der FHM knapp 5.000 Studierende an den Standorten in Bamberg, Berlin, Bielefeld, Hannover, Köln, Pulheim, Rostock und Schwerin immatrikuliert. Das Studienangebot der Hochschule umfasst klassische Vollzeit-Studiengänge, Teilzeitangebote für Berufstätige und gemeinsam mit der Wirtschaft entwickelte duale und triale Studienmodelle. Hinzu kommen der Bereich des Fernstudiums sowie Zertifikatsstudiengänge im Bereich der wissenschaftlichen Weiterbildung. In Kooperation mit britischen Partneruniversitäten bietet die FHM darüber hinaus ein internationales Promotionsstudium zur Erlangung des Doktorgrades (Dr.) an.

Unternehmensnetzwerk
Eine Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern aus der Wirtschaft existiert nicht nur auf dem Papier. Studierende, Lehrende und Mitarbeiter leben diese Zusammenarbeit tagtäglich: Insgesamt umfasst das Netzwerk der Hochschule mehr als 4.000 Unternehmenskontakte. Zahlreiche Kooperationen sind intensiv und werden von den Standorten der Hochschule bereits seit vielen Jahren gepflegt. Die FHM versteht sich zugleich als anwendungs- und forschungsorientierte, als regional verankerte wie international ausgerichtete Hochschule. Das spiegelt sich im Alltag der Studierenden wider: Das Studium beinhaltet ein halbjähriges Studium in der Praxis (SiP-Phase) bei einem Unternehmen, zahlreiche Projekte mit Firmen, Gast- und Ringvorlesungen mit Experten sowie regelmäßige Exkursionen in Unternehmen. Ein besonderes Anliegen der Hochschule ist die Förderung des selbstständigen, unternehmerischen sowie globalen Denkens und Handelns.

Internationalität
Die FHM entwickelt ihre internationalen Beziehungen und Kooperationen weiter und trägt damit zur Bildung interkultureller Kompetenzen der Studierenden und Lehrenden bei. Sie bereitet im Rahmen eines staatlich anerkannten Studienkollegs ausländische Studierende auf ein Studium in Deutschland vor. Den Studierenden bietet die Hochschule mit internationalen Studiengangskooperationen optimale Studien- und Praxisphasen für einen individuellen Karriereweg.

Forschung und Entwicklung
Die Fachhochschule des Mittelstands setzt seit ihrer Gründung neben dem Bereich Studium und Lehre stark auf Forschungs- und Entwicklungsprojekte und unterhält ein nachhaltiges Transfersystem. Die anwendungsorientierte Forschung wurde bereits vom Wissenschaftsrat der Bundesrepublik Deutschland als „beeindruckend“ eingestuft; auch aus Sicht der Europäischen Union gehört die FHM zu den forschungsstarken Hochschulen.

Kurzprofil der Fachhochschule des Mittelstands (Stand 06/17)

Art der Hochschule

Staatlich anerkannte, private Fachhochschule

Gründungsjahr

2000

Studienorte

Bielefeld, Köln, Pulheim, Hannover, Rostock, Schwerin, Bamberg, Berlin

Gesellschafter

Stiftung Bildung & Handwerk, Paderborn

Geschäftsführer

Prof. Dr. habil. Richard Merk

Rektorin

Prof. Dr. Anne Dreier

Studierende

ca. 5.000 in Bachelor-, Master- und MBA-Studiengängen

Absolventen

5.606

Professoren

85

Lehrbeauftragte aus der Wirtschaft

ca. 250

Die Hochschule für den Mittelstand

Die Rektorin der FHM

Der Geschäftsführer der FHM

Die Organisation der FHM

...

Als staatlich anerkannte, private Hochschule unterliegt die Fachhochschule des Mittelstands (FHM) ebenso wie alle anderen Fachhochschulen und Universitäten in NRW dem Hochschulgesetz Nordrhein-Westfalen. Neben einer deutlich strafferen und individuellen Studienorganisation mit kleinen Lerngruppen liegt der Unterschied zu staatlichen Hochschulen darin, dass nicht das Land Nordrhein-Westfalen sondern eine private Gesellschaftergruppe Träger der Hochschule ist.

Die Gesellschafter

Träger der staatlich anerkannten, privaten Fachhochschule des Mittelstands (FHM) ist die Stiftung Bildung und Handwerk, Paderborn. Geschäftsführer der FHM GmbH ist Prof. Dr. habil. Richard Merk.

Am 05. Mai 2000 wurde der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) vom Ministerium für Schule, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen die staatliche Anerkennung verliehen. Bereits zum 01. Oktober 2000 nahm die FHM den regulären Studienbetrieb auf und hat sich seitdem zu einer der erfolgreichsten Neugründungen einer privaten Hochschule in den letzten Jahren entwickelt.

Das Kuratorium und wissenschaftlicher Beirat

Mitglieder des Kuratoriums (von links nach rechts):

  • Professor Dr. habil. Richard Merk (Geschäftsführer der FHM, Vorstandsmitglied der SBH)
  • Elmar Brok (MdEP, ehemals Vorsitzender des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten des Europäischen Parlaments, Brüssel)
  • Dr. Ulrich Bittihn (Vorsitzender der Verbund Volksbank OWL eG)
  • Lena Strothmann (MdB, Präsidentin der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe, Bielefeld)
  • Ass. Jur. Peter Gödde (Vorstandsvorsitzender der Stiftung Bildung und Handwerk (SBH), Paderborn)
  • Dr. Ingeborg von Schubert (Vorsitzende des Beirats der Gundlach Gruppe, Bielefeld)
  • Professor Dr. Dieter Timmermann (Rektor a.D. der Universität Bielefeld)
  • Professor Dr. Oliver Kruse (Stellvertretender Rektor der Hochschule der Deutschen Bundesbank, Schloss Hachenburg)
  • Professor Dr. Anne Dreier (Rektorin der FHM)

Der Senat

Dem Senat gehören gemäß § 13 der Grundordnung der FHM folgende Mitglieder an:

Rektorat (nicht stimmberechtigt):

  • Prof. Dr. Anne Dreier, Rektorin, Vorsitzende
  • Prof. Dr. habil Richard Merk, Prorektor für Wirtschaft und Verwaltung
  • Prof. Dr. Volker Wittberg, Prorektor für Forschung und Entwicklung
  • Prof. Dr. habil Torsten Fischer, Prorektor für Internationales

Dekane (nicht stimmberechtigt):

  • Prof. Dr. Patrick Lentz, Dekan Fachbereich Wirtschaft
  • Prof. Dr. Astrid Kruse, Dekanin Fachbereich Wirtschaft
  • Prof. Dr. Walter Niemeier, Dekan Fachbereich Personal/Gesundheit/Soziales

Vertreter der hauptberuflichen Professoren (stimmberechtigt):

  • Prof. Dr. Roswitha Gembris
  • Prof. Dr. Sascha Lord
  • Prof. Dr. Katja Brickwedde
  • Prof. Dr. Thomas Salmen
  • Bernd Seel

Vertreter des wissenschaftlichen Personals (stimmberechtigt):

  • MBA Mareike Kristahn

Vertreter des Verwaltungspersonals (stimmberechtigt):

  • MBA Jens Welpmann

Vertreter der Studierenden (stimmberechtigt):

  • Jan-Philipp Wellmann

Gleichstellungsbeauftragte (nicht stimmberechtigt):

  • Prof. Dr. Roswitha Gembris

Das Rektorat

Das Rektorat stellt eines der zentralen Organe der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) dar. Seine Mitglieder vertreten die Belange der Hochschule nach innen und außen. Das Rektorat setzt sich zusammen aus:

  • Prof. Dr. Anne Dreier, Rektorin, zugleich Prorektorin für Studium & Lehre
  • Prof. Dr. habil. Richard Merk, Prorektor für Wirtschaft & Verwaltung
  • Prof. Dr. Volker Wittberg, Prorektor für Forschung und Entwicklung
  • Prof. Dr. habil. Torsten Fischer, Prorektor für Internationales
Prof. Dr. Anne Dreier

Prof. Dr. Anne Dreier

Rektorin
Prorektorin Studium & Lehre
dreier@@fh-mittelstand.de

Prof. Dr. Volker Wittberg

Prof. Dr. Volker Wittberg

Prorektor Forschung & Entwicklung
wittberg@@fh-mittelstand.de

Publikationen
Prof. Dr. habil. Richard Merk

Prof. Dr. habil. Richard Merk

Geschäftsführer
Prorektor für Wirtschaft & Verwaltung
merk@@fh-mittelstand.de

Prof. Dr. habil. Torsten Fischer

Prof. Dr. habil. Torsten Fischer

Prorektor Internationales
Wissenschaftlicher Leiter FHM Berlin
fischer@@fh-mittelstand.de

Publikationen

Die Fachbereiche und Fachbereichsräte

Die Studienprogramme an der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) gliedern sich in drei Fachbereiche:


Der Fachbereichsrat Wirtschaft und seine Mitglieder:

  • Prof. Dr. Patrick Lentz (Dekan Fachbereich Wirtschaft),
  • Prof. Dr. Ellena Werning (Vertreterin der hauptberuflichen Professoren),
  • Prof. Dr. Ralf Brüning (Vertreter der hauptberuflichen Professoren),
  • Prof. Dr. Johannes Treu (Vertreter der hauptberuflichen Professoren),
  • Annika Weber (M.A.) (Vertreterin des wissenschaftlichen Personals),
  • Laura Güttler (M.A.) (Vertreterin der Studierendenschaft).


Der Fachbereichsrat Medien und seine Mitglieder:

  • Prof. Dr. Astrid Kruse (Dekanin Fachbereich Medien),
  • Prof. Jochen Dickel (Vertreter der hauptberuflichen Professoren),
  • Prof. Dr. Meike Probst-Klosterkamp (Vertreter der hauptberuflichen Professoren),
  • Prof. Dr. Christoph Hechelmann (Vertreter der hauptberuflichen Professoren),
  • Nina Janice Braunert (M.A.) (Vertreter des wissenschaftlichen Personals),
  • Julia Bizer (M.A.) (Vertreter der Studierendenschaft).


Der Fachbereichsrat Personal/Gesundheit/Soziales und seine Mitglieder:

  • Prof. Dr. Walter Niemeier (Dekan Fachbereich Personal/Gesundheit/Soziales),
  • Prof. Dr. Roswitha Gembris (Vertreter der hauptberuflichen Professoren),
  • Prof. Dr. Konstantinos Karanikas (Vertreter der hauptberuflichen Professoren),
  • Prof. Dr. habil. Silke Pfeiffer (Vertreter der hauptberuflichen Professoren),
  • Sarah Weber (Vertreter der Studierendenschaft)

Gleichstellungsbeauftragte

Um die Belange der Frauen in der Hochschule zu vertreten, hat die FHM eine Gleichstellungsbeauftragte berufen:

Prof. Dr. Roswitha Gembris ist derzeitig die Gleichstellungsbeauftragte an der FHM.

Die Institute

Die Fachhochschule des Mittelstands (FHM) verfügt über angeschlossene In-Institute, die sich mit Aufgaben der Forschung, wissenschaftlichen Weiterbildung und Wirtschaftsförderung beschäftigen. Die Bereiche der Unternehmensgründung und Existenzsicherung stellen sowohl in der Hochschullehre, als auch in der Forschung und Beratung mit einem eigenen Institut ein zentrales Interesse der FHM dar.

Die FHM-Studienstandorte

Der älteste und größte Standort befindet sich in Bielefeld, dem wirtschaftlichen und kulturellen Oberzentrum Ostwestfalen-Lippes. Vom Campus in Bielefeld ausgehend hat die FHM weitere Standorte in Köln, Pulheim, Hannover, Rostock, Schwerin, Bamberg und Berlin gegründet.

Studierendenvertretung

Elena Richter

Studierendenvertreterin Bamberg
studierendensprecher.ba@@fh-mittelstand.de

Xiao Zhang

Studierendenvertreterin Berlin
studierendensprecher.b@@fh-mittelstand.de

Jan-Philipp Wellmann

Studierendenvertreter Bielefeld
studierendensprecher.bi@@fh-mittelstand.de

Marie-Charlot Lonnemann

Studierendenvertreterin Hannover
studierendensprecher.h@@fh-mittelstand.de

Lukas Koch

Studierendenvertreter Köln
studierendensprecher.k@@fh-mittelstand.de

Franziska Fechner

Studierendenvertreterin Pulheim
studierendensprecher.pu@@fh-mittelstand.de

Finja Dugel

Studierendenvertreterin Rostock
studierendensprecher.ro@@fh-mittelstand.de

Can Calimbay

Studierendenvertreter Schwerin
studierendensprecher.sn@fh-mittelstand.de

Benedikt Fritz

Studierendenvertreter Fernstudium
studierendensprecher.fs@@fh-mittelstand.de

Erfolgsgeschichte FHM – und nun?

Es war seine Idee, seine Vision. Und er war es auch, der die Hochschule im Jahr 2000 als einer der drei Gründerväter ins Leben rief und sie zu dem machte, was sie heute ist: Prof. Dr. habil. Richard Merk (67) ist Initiator, Gründer und Geschäftsführer der Fachhochschule des Mittelstands (FHM). Als Prorektor für Wirtschaft und Verwaltung steuert er bis heute erfolgreich die Geschäfte der Hochschule und vertritt sie darüber hinaus seit Anbeginn auch in Funktion des Vorstandsmitglieds in der FHM-Muttergesellschaft, der Stiftung Bildung und Handwerk.
Im Herbst 2000 nahm die FHM mit 54 Studierenden ihren Betrieb in Bielefeld auf. Heute zählt sie über 5.000 Studierende an 8 Standorten in ganz Deutschland; 7.000 Absolventen tragen den Namen der Institution in die nationale und internationale Wirtschaft hinaus. Exzellente Forschungsprojekte bauen die Reputation der FHM aus und mit dem internationalen Bereich erschließt sich die Hochschule Bildungsmärkte in vielen Ländern.

Die Erfolgsgeschichte der FHM ist eng verzahnt mit Ihrem persönlichen Engagement, Prof. Merk. Zum Jahresende 2018 werden Sie nun in den wohlverdienten Ruhestand eintreten. Zeitgleich wird die FHM 18 Jahre alt, sie ist ihren Kinderschuhen entwachsen. Wie fühlt es sich an, zu diesem Zeitpunkt zu gehen?

Die FHM befindet sich aktuell auf der Höhe der Zeit und ja, der Zeitpunkt muss irgendwann sein. Die FHM macht mich stolz – ist sie doch in der Stiftung Bildung und Handwerk ein herausragendes Unternehmen. Sie hat sich als private Hochschule in einem für uns völlig neuen Markt entwickelt – neben der beruflichen Bildung konnten wir so als Bildungsdienstleister im Hochschulsegment Neuland betreten.

Welcher Gedanke trieb sie seinerzeit an?

Ganz persönlich fragte ich mich damals, in welches Projekt ich in den kommenden Jahren meine Energie würde stecken wollen. Nun komme ich ja aus der Erwachsenenbildung, habe mich seit meinem Studium der Erziehungswissenschaften 1976 immer mit Bildung beschäftigt und finde „Bildung“ einfach spannend. Erwachsene entscheiden selbst, ob sie lernen. Die FHM muss gut sein – qualitativ hochwertige Lehre bieten, ein ideales Lernumfeld und innovative Inhalte – sonst würde sie bei dieser Zielgruppe keinen Erfolg erzielen. Das hat mich gereizt. Neues aufzubauen, das war eigentlich immer mein Ding. Und ich wollte wirklich etwas Neues machen – so kam es zur Idee der Hochschule.
Institutionell stand für die Gründungsgesellschaft, die Stiftung Bildung und Handwerk, die Kreishandwerkerschaft Paderborn sowie für den Westdeutschen Handwerkskammertag die Frage im Raum, wie ein attraktives Studienangebot für Handwerksmeister geschaffen werden könnte. Mit dieser Gründungsidee als Initialzündung schrieb ich damals das Konzept und vereinbarte die Bedingungen mit dem Wissenschaftsministerium in NRW. Innerhalb eines halben Jahres bekamen wir für die FHM die staatliche Anerkennung. Die Gesellschafter trugen das Projekt, sie schufen den wirtschaftlichen Rahmen und machten diese Erfolgsgeschichte damit überhaupt erst möglich. Und bald darauf, im Oktober 2000, immatrikulierten wir die ersten Studierenden.

Aber bei Studiengängen fürs Handwerk ist es nicht geblieben …

Das stimmt. Wir haben die Hochschule aufgebaut, es kamen immer weitere Studiengänge für den Mittelstand hinzu. Erst Diplom- und MBA-Programme, nach der Bolognareform dann Bachelor und Master. Und ab 2006 begann unsere räumliche Expansion. Zuerst nach Köln. 2010 folgte die Gründung unseres technischen Campus, der FHM Tec Rheinland mit Unterstützung der Wirtschaftsförderung in Pulheim. Hannover, Rostock, Schwerin, Bamberg und München folgten. Und im Oktober 2016 haben wir dann den jüngsten Hochschulstandort, unseren Hauptstadtcampus Berlin, in Betrieb genommen.
Außerdem erhielt mit den Jahren für uns die Auseinandersetzung mit der Thematik „Mittelstand“ eine immer höhere Relevanz. Sind wir doch bis heute die einzige Hochschule in Deutschland, die sich explizit zum Mittelstand bekennt. Den deutschen Mittelstand im Sinne von Small and Medium-Sized Enterprises – „Global SMEs“ – als internationale Marke zu implementieren, das ist herausfordernd. Ob in China, dem Iran oder zuletzt in Südkorea: Dieses Thema diskutieren wir intensiv mit Botschaftern, Hochschulen, Unternehmens- und Verbandsvertretern.

Was waren rückblickend Ihre wirklich besonderen Momente mit der FHM?

Der Oktober 2000, als wir die ersten 54 Studierenden immatrikulierten und wir in Bielefeld tatsächlich gestartet sind. Danach sah es im August noch gar nicht aus. Und im Laufe der Jahre hat es dann ganz unterschiedliche Highlights gegeben. Mit der Absolventenvereinigung beispielsweise, den FHM-Alumni, war es immer sehr schön. Die jährlichen Abschlussbälle und die feierlichen Immatrikulationen sind immer wieder  Feste der Freude.
Nach sieben Jahren, im Jahr 2007, kam dann die Institutionelle Akkreditierung des Wissenschaftsrates durch das Land Nordrhein-Westfalen. Der Akkreditierungsprozess war komplex und wurde sehr offen gehandelt, die Anforderungen waren klar, die Themen wurden im Interesse der Hochschule betrachtet. Es ging um die autonome Hochschule und wir sind mit großem Erfolg aus dem Verfahren herausgegangen.
Außerdem zählt der Bereich Forschung & Entwicklung für mich ganz klar zu den Highlights, spielte er von Beginn an für die FHM doch eine relevante Rolle. So war das Institut im Kreis Lippe, ausgestattet mit Stiftungsprofessuren, wirklich essentieller Kern der frühen FHM-Entwicklung. Da ging es um Wirtschaftsförderung und regional ausgerichtete Forschungsprojekte.
In den zurückliegenden Jahren haben wir dann mit dem Prorektorat Forschung & Entwicklung unter der Leitung von Prof. Dr. Wittberg den Bereich deutlich ausbauen können. Mit Volumina von über sieben Millionen Euro im Bestand, stehen jährlich über zwei Millionen Euro für feste Forschungsprojekte zur Verfügung. Mittlerweile führen wir immer mehr exzellente Forschungsaufträge für die Landes- und auch für die Bundesregierung durch. Ebenso auf Ebene der Europäischen Union, beispielsweise im Virtual Reality Cluster. Es freut mich sehr, dass die FHM solch exzellente Forschungsprojekte auf höchstem europäischen Forschungsniveau durchführt. Wir haben zahlreiche internationale Projekte absolviert, insbesondere in Asien – was meine persönliche Freude war – beispielsweise in China, Kasachstan, Turkmenistan und spannend war auch die UdSSR. Diese Projekte bringen eine persönliche Bereicherung mit sich: In die Länder zu reisen, Menschen, Strukturen und Kulturen zu erfahren und zu erfassen, gemeinsam an fachlichen Themen zu arbeiten – allen Widrigkeiten zum Trotz – das ist toll.
Internationale Studienprogramme und das Studienkolleg spielen darüber hinaus bereits seit 2004 eine große Rolle an der FHM. Auch das ist in meinen Augen ganz klar ein Highlight! Den Anfang machten dabei Double-Degree-Programme mit chinesischen Studierenden aus Suzhou. Ab dem Jahr 2013 haben wir dann richtig Fahrt aufgenommen. Für den Bereich Internationales wurde Professor Dr. Fischer zum Prorektor berufen und so haben wir den Grundstein für nachhaltige Entwicklungen im internationalen Bildungsmarkt gelegt.
Heute sind wir in der Lage, Länder ganz gezielt in das Portfolio der FHM aufzunehmen und zu integrieren und dort neue Geschäftsbeziehungen zu entwickeln. Das braucht Geduld, geht nur professionell und ist nur mit individuellem Einsatz erfolgreich.

Woran bemisst sich der Erfolg der FHM?

Der Erfolg der FHM ist der Erfolg der Studierenden. Wenn diese erfolgreich in den Job einsteigen und ihren Weg gehen, dann ist es im Grunde auch mein schönster Erfolg. Und das Konzept der FHM geht an der Stelle einfach exzellent auf: Die Übergangsquote vom Studium in den Arbeitsmarkt liegt bei über 96 Prozent innerhalb nur eines Monats nach Studienende. Als FHM haben wir bis heute schon mehr als 7.000 Studierende erfolgreich auf ihrem Bildungs- und Berufsweg begleiten dürfen.

Die FHM ist in vielerlei Hinsicht eine Erfolgsgeschichte – ist sie Ihr persönliches Karriere-Meisterwerk?

Das alles so hinbekommen zu haben, das macht mich tatsächlich stolz. Doch den Erfolg schreibe ich mir keineswegs alleine zu. Das geht natürlich immer nur im Team. Es braucht Menschen, die mitmachen und ihre Leidenschaft an der Sache teilen. Da sind über die Jahre neben den Gesellschaftern natürlich insbesondere die Rektoren der FHM zu nennen: Prof. Dr. Heyse als Gründungsrektor, in der Aufbauphase langjährig Prof. Dr. Klippstein und seit nun acht Jahren Prof. Dr. Dreier.
An der FHM haben wir mit allen Akteuren gemeinsam eine innovative Kultur entwickelt, in der wir wirklich offen miteinander diskutieren können und in der keiner dem anderen gegenüber seine Gedanken und Ideen hinter dem Berg halten muss. Uns ist eine Vertrauenskultur wichtig, die Raum für individuelle Initiative lässt. Wir haben in den vergangenen Jahren allesamt  intensiv gearbeitet. Neben der Rektorin bringen natürlich auch die Prorektoren, die Dekane und die wissenschaftlichen Leiter der FHM Standorte alle gemeinsam das Rad täglich zum Laufen.

Wo sehen Sie die FHM in der Zukunft, welche Vision haben Sie für die Hochschule?

Aktuell ist die Mischung der studentischen, Forschungs- und internationalen Programme in der FHM sehr ausgeglichen und doch befinden sich die Strukturen der Hochschule im rasanten Wandel. So verschieben sich aktuell die Zielgruppen, der Anteil berufsbegleitend Studierender wächst deutlich an. Das hat nicht nur Auswirkungen auf die Art des Lehrens und der Wissensvermittlung, es erfordert eine Erneuerung der etablierten Studiensysteme. Dem Bedarf folgend, baut die FHM aktuell eine Online-University auf, einen komplett digitalen Hochschulcampus.
Meine Vision? Weiteres qualitatives Wachstum. Ich weiß, dass die Rektorin und alle Beteiligten voller Ideen stecken. Diese zu realisieren, wird deswegen herausfordernd, weil wir als FHM bereits ein hohes Plateau erreicht haben. Wir verabschieden sehr große Studiengruppen, im Jahr 2018 waren es etwa 2.000 Studierende. Diese jedes Jahr neu zu gewinnen wird viel Kraft kosten. Der Hochschulmarkt ist heute natürlich ein völlig anderer, als er es vor Jahren war. Die Wettbewerbssituation, insbesondere auch mit den öffentlichen Hochschulen, hat sich verändert. Die FHM ist immer sehr innovativ gewesen und es wurde uns in mancherlei Hinsicht nachgeeifert. Entsprechend herausfordernd wird es für die Beteiligten sein, das Wachstum noch weiter nach vorne zu schieben. Doch ich bin sicher, es wird glücken. Für die nächsten zehn Jahre möchte ich mir vorstellen, dass die FHM mehrere tausend Studierende zusätzlich für sich gewinnen kann, aber eben in anderer Konstellation.
Der internationale Bereich kann aus meiner Sicht noch deutlich gesteigert werden, sowohl Incoming- als auch Outgoing-Programme. Und auch in dem Bereich der Wissenschaftlichen Weiterbildung für den deutschen und internationalen Mittelstand sehe ich, im Kampf um Kompetenzen und Köpfe, ein zukunftsträchtiges Feld. Zusammengenommen hat die FHM die allerbesten Chancen auch weiterhin an Stärke im Markt zu gewinnen. Wissen und die Bereitschaft zum lebenslangen Lernen sind einfach die essentiellen Herausforderungen unserer Zeit. Und die FHM besitzt die Flexibilität und Innovationskraft, sich auf die wandelnden Bedürfnisse der Fach- und Führungskräfte im Mittelstand passgenau einzustellen.

Wir und die Leser fragen uns natürlich, ob wir Sie in der FHM wiedersehen?

Was meine Zukunftspläne angeht, so ist natürlich klar, dass meine Funktion als Vorstandsmitglied der Stiftung Bildung und Handwerk sowie auch als Geschäftsführer der FHM ein Ende hat. Das ist auch okay, solche Endpunkte gibt es im Leben. Ich selbst höre aber natürlich nicht auf – das kann ich gar nicht. Ich bin fit und will weiter in der Bildung aktiv sein, ich werde mich also weiter mit Bildungsfragen beschäftigen. Und in dem Zusammenhang werden wir uns gewiss auch künftig in der FHM begegnen. Wir haben an der FHM ja bereits eine ganze Reihe an emeritierten Professoren. Diese lehren und forschen immer noch. Ich will für die FHM neue Geschäftsideen mit Schwung auf den Weg bringen.

Innovative Hochschule heute und morgen

Frau Prof. Dr. Dreier, Sie sind seit acht Jahren Rektorin der FHM. Bis jetzt haben Sie die Hochschule zusammen mit dem Geschäftsführer, Professor Merk, geführt. Wenn er im Januar 2019 in den Ruhestand eintritt, werden Sie seine Nachfolge in der Geschäftsführung antreten. Was wird sich ändern und wo setzen Sie auf Neues?

Mit dem Ausscheiden von Professor Merk ändert sich natürlich die Führungsstruktur der FHM. Die Hochschule ist sehr gut aufgestellt und Professor Merk hat die FHM, gemeinsam mit unserem Team, zur heutigen Stärke geführt. Die FHM hat immer auf Kontinuität gesetzt und wird auch künftig unter meiner Regie diesem Kurs folgen. Wir werden unsere Strategie und unser Profil, das wir gemeinsam in den letzten Jahren aufgebaut, weiterentwickelt und umgesetzt haben, natürlich mit der bewährten Mannschaft weiterführen.“

Freuen Sie sich auf die künftige Herausforderung als Rektorin und Geschäftsführerin?

„Ja, ich freue mich auf die herausfordernde Aufgabe. Als Rektorin verantworte  ich bereits seit 2010 den gesamten wissenschaftlichen Bereich der FHM. Die Hochschule ist in dieser Zeit von 1.300 auf 5.000 Studierende gewachsen; außerdem sind sechs FHM-Standorte hinzugekommen. Im Jahre 2010 gab es Bielefeld als Stammhaus und die FHM Köln. Neu aufgebaut haben wir in den darauffolgenden Jahren die FHM Pulheim, die FHM Hannover, die FHM Rostock, die FHM Schwerin und die FHM Bamberg. Im Jahr 2016 folgte schließlich unser jüngster Standort, die FHM  Berlin. Parallel zur räumlichen Entwicklung haben wir auch das Studienangebot deutlich ausgebaut: Wir entwickeln jedes Jahr bis zu sechs innovative Studiengänge, in denen in 3 - 5 Jahren  gut qualifizierte Akademiker benötigt werden. Wir haben zum Beispiel den Studiengang Psychologie als Bachelor- und Master-Studiengang im Angebot, sind stark im sozialen Bereich mit den Studiengängen Sozialpädagogik & Management oder Soziale Arbeit & Management oder im Medien- und Wirtschaftsbereich mit dem Studium Virtual Reality Management oder Digital Business Management präsent. Auch im technischen Bereich haben wir mit dem Bachelor Wirtschaftsingenieur einen sehr attraktiven Studiengang entwickelt. Durch die neuen Studiengänge ist die FHM auch inhaltlich stark gewachsen – bei uns sind heute 89 Professoren mit sehr unterschiedlichen Lehrgebieten tätig.
Die FHM auch künftig auf Erfolgskurs zu halten und neben der wissenschaftlichen Leitung auch die wirtschaftliche Gesamtverantwortung zu übernehmen, das kommt in der Funktion als Geschäftsführerin für mich hinzu. Dies ist eine sehr spannende Aufgabe.“

Ist das nicht ein bisschen zu viel – zwei Verantwortungsbereiche?

Führen heißt, die richtigen Entscheidungen zu treffen und nicht alles selbst zu machen. Die FHM hat ein sehr gutes Führungsteam! Die Organisationsstruktur ist vom Rektorat über die Prorektoren, die Dekane und natürlich die Leiter der FHM-Standorte personell stark aufgestellt und arbeitet sehr professionell und eng zusammen. Im Rahmen der anstehenden Veränderungen hat der Senat der FHM bereits im zurückliegenden Halbjahr zwei neue Prorektoren berufen: Prof. Dr. Patrick Lentz, der bisherige Dekan des Fachbereichs Wirtschaft, übernimmt zum 1.1.19 das Prorektorat Wirtschaft & Verwaltung (s. S. 20) und der Dekan unseres größten Fachbereichs Personal / Gesundheit / Soziales, Prof. Dr. Walter Niemeier, übernimmt ebenfalls Anfang 2019 das Prorektorat für Studium & Lehre (s. S. 21). Bereits im Frühjahr hat der Senat Prof. Dr. Tim Brüggemann zum Prorektor für Online-University, Fernstudium & Weiterbildung berufen. Hinzu kommen die beiden Prorektoren Prof. Dr. Volker Wittberg für den Bereich Forschung & Entwicklung sowie Prof. Dr. habil. Torsten Fischer für den Bereich Internationales. Alle Kollegen sind sehr erfahren und ich freue mich auf die gemeinsame Arbeit in dieser neuer Konstellation.“

Wem gegenüber sind Sie künftig verantwortlich, wenn Sie die Doppelspitze der FHM bilden?

„Für den wissenschaftlichen Part der Hochschule ist natürlich der Senat das höchste Gremium. Wir sind eine autonome Hochschule und die Hochschulautonomie ist ein konstituierender Grundsatz jeder Hochschule. Auf der anderen Seite bin ich als Geschäftsführerin bei wirtschaftlichen Themen dem Gesellschafter der Hochschule verpflichtet. Das ist die Stiftung Bildung und Handwerk aus Paderborn. Der Vorstand der Stiftung unterstützt die Hochschule sehr stark.“

Wagen wir einen Blick nach vorne: Wie sehen Sie die Zukunftsperspektiven?

„Ich sehe die Zukunft der Hochschule weiterhin sehr positiv. Die FHM hat von Anfang an ein klares Ziel verfolgt: Fach- und Führungskräfte für die mittelständische Wirtschaft zu qualifizieren. Mit einer hohen Praxisorientierung, aber natürlich auch mit den gängigen wissenschaftlichen  Methoden, mit Theorien und Modellen. Unser Ziel ist es, immer der Zeit ein wenig voraus zu sein. Das bedeutet: Wir schauen heute, in welchen Bereichen in fünf Jahren – solange dauert es, bis unsere Studierenden in den Arbeitsmarkt gehen – akademisch sehr gut qualifizierte Mitarbeiter benötigt werden. Dies ist zum Beispiel bei Digital Business, Virtual Reality oder in der Akademisierung der sozialen Berufe der Fall. Neben den innovativen Inhalten unserer Studiengänge bieten wir flexible Studienformen an: an der FHM kann man in Vollzeit, aber auch in Teilzeit studieren, kann seine Berufsausbildung anrechnen lassen und einen Top-up Studiengang belegen oder sich in die Online-University einschreiben. Unsere Studierenden entscheiden selbst, wann Sie die Inhalte lernen. 24/7 ist hier das Stichwort und dies setzt ein komplett neues Denken der Vermittlung von Studieninhalten voraus. In all diesen Bereichen gibt es viele Perspektiven und genau hierauf stellt sich die FHM ein.“

Aus den drei Studiengängen zu Beginn sind ungefähr 50 Studienprogramme erwachsen. Ist „Mittelstand“ als Ausrichtung dabei überhaupt noch zeitgemäß?

„Natürlich! Der Mittelstand ist stärker als jemals zuvor. Vor achtzehn Jahren stand der Mittelstand noch nicht wirklich im Fokus. Insofern war die Gründungsidee der FHM damals schon sehr vorausschauend. Heute ist der deutsche Mittelstand in aller Munde. Viele mittelständische Unternehmen werden als „Hidden Champions“ tituliert, sie stellen fast 60% der Arbeitsplätze und über 80% der Ausbildungsplätze in Deutschland. Mehr als zwei Drittel unserer Absolventen finden auch nach ihrem Studium einen Einstieg in mittelständische Unternehmen. Dies zeigt uns, dass die Qualifizierung für die spezifischen Anforderungen der mittelständischen Unternehmen funktioniert. Die FHM ist die einzige Hochschule in Deutschland, die sich explizit mit dem Mittelstand beschäftigt und ihre Studiengänge und die Forschung auf den Mittelstand ausrichtet.“

Die FHM betreibt zahlreiche Aktivitäten im internationalen Bildungsmarkt. Ist da der Bereich Mittelstand auch ein relevantes Kernthema?

„Der Mittelstand ist das Erfolgsmodell der deutschen Wirtschaft und wird natürlich auch aus anderen Regionen der Welt sehr positiv betrachtet. Wir werden von internationalen Hochschulen und Kooperationspartnern fast immer auf den „German Mittelstand“ und seine besondere Erfolgsgeschichte angesprochen. Und insofern ist natürlich der globale Mittelstand, „small and medium-sized enterprises“ oder auch „global sme“ ein interessantes Thema für die FHM. Universitäten in China, Indien, Südkorea, im Iran oder Indonesien, mit denen wir im Austausch stehen, haben ein hohes Interesse an Studiengängen, die für den Mittelstand qualifizieren und an angewandter Forschung für den Mittelstand. Hier wachsen der F&E-Bereich von Prof. Wittberg mit dem Bereich Internationales zusammen. Prof. Dr. habil. Torsten Fischer, unser Prorektor Internationales, hat diesen Bereich in den letzten Jahren systematisch aufgebaut. Wir haben an der Hochschule fast 600 internationale Studierende immatrikuliert – dies zeigt, dass das Modell stark gefragt ist.“

Die FHM ist ja gerade in diesem Jahr wieder institutionell akkreditiert worden. Sie haben sich intensiv mit dem gesamten Hochschulteam strategisch auf die kommenden Jahre vorbereitet. Worauf legen Sie besonderen Wert?

„Wir sind eine private, staatlich genehmigte und gleichzeitig eine gemeinnützige Hochschule. In Deutschland gibt es etwa 420 Hochschulen, davon sind 280 staatlich und 140 privat organisiert. Die Fachhochschule des Mittelstands gehört mit zu den größten und erfolgreichen privaten Hochschulen in Deutschland. Eine solche Entwicklung ist nur mit von den Studierenden nachgefragten Studiengängen, unserer Profilierung auf den Mittelstand und unserer absoluten Qualitätsorientierung möglich. An der FHM hat immer die Qualität Vorrang vor der Wirtschaftlichkeit.
Hinzu kommt unsere besondere Orientierung auf unsere Studierenden. Im Mittelpunkt der Fachhochschule des Mittelstands stehen immer die Menschen. Hierfür stehe ich und hierfür steht auch das gesamte Team der FHM aus Professoren, Lehrbeauftragten und Mitarbeitern. Wir versuchen, unsere Studierenden individuell zu qualifizieren, so dass jeder seine eigenen Fähigkeiten und Interessen weiterentwickeln kann. In einer persönlichen Atmosphäre, in lebendigen Vorlesungen, in engem Austausch mit unseren Kooperationspartnern, in vielen Lehrprojekten und auf einem Campus, auf dem das Lernen Spaß macht. Unsere Studierenden und Absolventen steigen oftmals sehr schnell nach ihrem Abschluss an der FHM in ein Unternehmen ein – dies ist ein toller Erfolg und zeigt uns, dass wir die richtige Mischung aus Wirtschaftskompetenz, Fachkompetenz und personaler/sozialer Kompetenz sowie Aktivitäts- und Handlungskompetenz vermitteln.“

Die FHM baut gerade die FHM Online University auf. Was kommt da auf die Studierenden zu?

„Die Struktur der Studierendenschaft an der FHM hat sich in den letzten Jahren geändert. So kommen etwa 50% der Studierenden klassisch nach dem Abitur zu uns, die andere Hälfte hat bereits Berufserfahrung gesammelt und absolviert ein berufsbegleitendes Studium.  Wir sind jetzt zu Beginn des akademischen Jahres im Oktober 2018 mit der FHM Online University gestartet. Das Studienkonzept lässt sich in wenigen Worten wohl am einfachsten als digitales Fernstudium beschreiben. Multimedial aufbereitete Lerninhalte sorgen für eine komfortable Ausgestaltung der Selbstlernphasen. Wir haben in den letzten Monaten viele Lernvideos, Podcasts, Screencasts und digitalen Content für die FHM Online University entwickelt. Digitalisierung und Individualisierung sind unsere Stichworte: Wir setzen unser FHM-Betreuungskonzept auch in der Online University um. Die Studierenden werden persönlich betreut und treffen mit Kommilitonen und Professoren in Livesitzungen im virtuellen Klassenraum aufeinander, was Diskussion und einen persönlichen Austausch ermöglicht. Zugleich setzen wir mit der Online University natürlich auch auf Flexibilisierung, gehen auf die persönlichen Wünsche der Studierenden ein, die nicht für jede Vorlesung nach Bielefeld, Köln oder Schwerin fahren können. Und das wird sehr stark nachgefragt – für uns ganz klar ein Zukunftsfeld unter der Regie unseres Prorektors Prof. Dr. Tim Brüggemann.“

Die FHM bietet eine weitere Neuheit: Top-Up Programme. Was steckt dahinter?

„Die FHM hat  seit ihrer Gründung immer die Schnittstelle der beruflichen  Qualifikation zur akademischen Bildung im Fokus. Die Gründungsidee der FHM war die Verbindung von Meisterqualifikation und dem damaligen Diplomstudiengang Betriebswirtschaft. Heute haben wir duale Studiengänge, die eine Berufsausbildung integrieren. So kann im Bachelor Betriebswirtschaft eine vorangegangene oder parallel stattfindende Ausbildung, zum Beispiel zum Einzelhandelskaufmann, als integraler Bestandteil des Studiums angerechnet werden. Oder beim  Wirtschaftsingenieur, in dem die Meisterqualifikation integraler Bestandteil des Studiengangs ist. Für viele Unternehmen sind die berufsbegleitenden Studiengänge auch eine Frage der Personalentwicklung: Die mittelständischen Unternehmen möchten ihre Mitarbeiter weiterbilden und für die aktuellen Bedarfe qualifizieren. Natürlich ist auch die Mitarbeiterbindung ein Thema. Die Verbindung von akademischer und beruflicher Qualifikation ist eine Entwicklung, die in den nächsten Jahren aufgrund der Arbeitsmarktsituation sicherlich an Bedeutung zunehmen wird.“

Wir haben viel über das Studium gesprochen – über Programme und Perspektiven für Studierende. Eine Hochschule ist aber noch mehr! Welche Themen liegen Ihnen noch am Herzen?

Die FHM ist als Hochschule natürlich auch in der angewandten Forschung aktiv und – wie könnte es anders sein – natürlich ist die Mittelstandsforschung unser Thema. Wir haben in den letzten Jahren sechs Forschungsfelder für die FHM identifiziert und in enger Abstimmung mit unseren Professoren festgelegt. Der Bereich Unternehmertum ist von Anfang an in der FHM inhaltlich forciert worden – mit einem eigenen Institut, dem Institut für Unternehmensgründung und -nachfolge. Außerdem erstellt jeder Studierende der FHM einen Businessplan – ebenfalls ein Alleinstellungsmerkmal der FHM. Daher ist das Thema Unternehmertum natürlich Teil unserer Mittelstandsforschung.
Unser nächstes Forschungsfeld ist die Nachhaltigkeit – auch hierzu haben wir ein Institut, das Center for Sustainable Governance. Bedeutsam ist für uns auch das Thema Digitalisierung /Medien – ein breites Forschungsfeld innerhalb der Mittelstandsforschung. Ferner beschäftigen wir uns im IWK, unserem Institut für Weiterbildung und Kompetenzentwicklung, intensiv mit Bildung und Kompetenzen. Hinzu kommen die Bereiche Gesundheit/Tourismus und Personal. In diesen Forschungsfeldern setzen wir regionale, nationale und internationale Forschungsprojekte um und arbeiten eng mit den Ministerien in Berlin und Brüssel zusammen. An der Fachhochschule des Mittelstands laufen jährlich etwa 50 unterschiedliche Forschungsprojekte.  Der Bereich Forschung & Entwicklung wird von unserem Prorektor Prof. Dr. Volker Wittberg sehr erfolgreich geleitet.“

Und zum Schluß noch eine Frage: Wo steht die FHM in fünf Jahren?

„Die FHM wird den eingeschlagenen qualitativen und quantitativen Wachstumskurs verstetigen. Der Mittelstand in Deutschland und die internationalen Global SME´s haben einen ungesättigten Bedarf an akademischen Fach- und Führungskräften.“