FHM Rostock und FHM Schwerin geben einen Einblick in ihr innovatives Forschungsprojekt DigiKomS.

Im Rahmen einer digitalen Veranstaltung stellten die FHM Rostock und die FHM Schwerin am heutigen Dienstag das Forschungsprojekt DigiKomS vor. Kern des Forschungsprojektes ist der Aufbau und die Förderung digitaler Kompetenzen für Senior*innen. Unter dem Projekttitel „Sicherung der Inklusion von älteren Menschen durch Programme zum Erhalt und zur Förderung digitaler Kompetenzen“ forschen Dozierende und Studierende der FHM im Verbund. Ziel des von den Hochschuldozierenden Prof. Dr. Erko Martins und Prof. Dr. Petra Wolfert geleiteten Projektes ist es, durch die Förderung digitaler Kompetenzen die soziale Teilhabe älterer Menschen zu verbessern. Die Dozentin Dr. Gabriele Taube und die wissenschaftliche Mitarbeiterin Heike Hausmann komplettieren das Team und werden unterstützt durch studentische Mitarbeiter*innen und Praktikant*innen.

Herzstück des Projektes ist, auf der Basis von Literaturrecherchen und -analysen, Interviews und einer umfassenden Fragenbogenstudie eine digitale Lernwerkstatt zu entwickeln. Das Erarbeiten einer digitalen Lernwerkstatt schafft einen Lernort, der das aktive, erfahrungsnahe und praxisorientierte Lernen – und so auch das „learning by doing“ – fördert. Lehrende und lernende Senior*innen finden sich zusammen, setzen sich mittels lernförderlicher (digitaler) Materialien mit den Lerninhalten selbstgesteuert auseinander. So erwerben sie erfahrungsgeleitet und individuell angepasst Kompetenzen im Umgang mit digitalen Medien und bei der Nutzung digitaler Angebote. „Die Integration der Senior*innen in die digitale Gesellschaft ermöglicht ihnen eine gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft“, so Prof. Dr. Erko Martins. Medienwissen, Medialitätsbewusstsein und weitere Bereiche der Medienkompetenz werden praktisch und auf die Bedürfnisse der Senior*innen zugeschnitten vermittelt.

Neben Vertretern der Projektpartner*innen, wie die Landeshauptstadt Schwerin und die Gesellschaft für Bildung, Erziehung und Gesundheit, nahmen weitere interessierte Personen aus Praxis und Wissenschaft an der Veranstaltung teil. Eine Diskussionsrunde mit allen Teilnehmer*innen rundete den ausführlichen Einblick in den aktuellen Forschungstand von DigiKomS ab: Inhaltliche Schwerpunkte und Strategien zur Umsetzung der Fragebogenstudie und der praxisorientierten Entwicklung der digitalen Lernwerkstatt für Senior*innen wurden thematisiert. Dies brachte wichtige Impulse für den weiteren Projektverlauf.

Das Projekt DigiKomS wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und läuft über 3 Jahre bis zum 30.9.2023.