Die FHM bleibt mit Menschen in Kontakt – egal ob virtuell oder persönlich

Das Modul „Praktikerkolloquien und Unternehmensbesuche“ dient der gelebten Verzahnung zwischen Theorie und Praxis. Eben für diese Verschmelzung steht die Fachhochschule des Mittelstands (FHM) und ermöglicht es daher den Studierenden im „International Management“ M.A. regelmäßig in Kontakt mit Experten und Expertinnen aus der Praxis zu kommen. Für Modulverantwortliche Pia Winkler M.A. war dies die Möglichkeit zwei von ihnen wieder in den virtuellen Raum der FHM einzuladen.

Am 29.07.2020 begrüßten die Studierenden zwei Referenten, die unterschiedlicher nicht sein konnten. Paul Bressel von DREILAUT ist einer der Gründer und Geschäftsführer der einzigen Digitalagentur Schwerins. Jung, dynamisch und mit dem Kopf in der Zukunft nahm der Referent die Studierenden mit auf eine mögliche Reise in potenzielle Berufe, die es heute (vielleicht noch) nicht gibt. Er spricht mit ihnen über die Veränderungen im Marketing, dem Trend hin ins Digitale, weg vom Print. Dabei demonstriert er auch seine neueste App, mit deren Hilfe er sich Google Universal Add Services aneignet und ausprobiert. Die App selbst geht derzeit viral, er ist selbst überrascht von dem Erfolg. Eine klassische Ausbildung oder ein Studium im Bereich Digitales Marketing gibt es bisher nicht, daher arbeiten in dem kleinen Unternehmen hauptsächlich Quereinsteiger. „Lebenslanges Lernen, Neugierig sein und immer am Zahn der Zeit weiterbilden.“, sei laut Bressel die Devise. Ein klarer Appell nie aufzuhören sich selbst immer wieder in neue Themen, bspw. Programmiersprachen, einzuarbeiten. Die Studierenden nahmen die Anregungen wissbegierig auf und prüften regelmäßig ihre eigenen Karrierechancen ab.

Danach schloss sich ein Referent mit einem deutlich anderen Profil an. Claus Oellerking ist Initiator und Leiter von VISAKTION – ein Unternehmensname, der sich aus Vision und Aktion zusammensetzt. Nur so ließen sich Visionen auch tatsächlich umsetzen, erklärt Oellerking zufrieden. Er hat sich schon eine Woche vorher intensiv mit den Möglichkeiten des virtuellen Raums auseinandergesetzt und lud die Studierenden daher zu einem sehr interaktiven Nachmittag ein. Mit dem Thema „Service Learning – Lernen durch bürgerschaftliches Engagement“ setzte sich bis dato noch keiner der Studierenden auseinander, umso spannender waren daher die Ergebnisse nach der Gruppenarbeit. Es geht darum Anderen zu helfen, indem man eigenes Wissen, Fertigkeiten und Kompetenzen einsetzt, um Lösungen für die Gesellschaft zu finden. Sei dies beim Verstehen des Recyclingsystems in Deutschland, einem gemeinschaftlichen Fahrradverleih oder der Erklärung des deutschen Gesundheitswesens (für ausländische Menschen, aber auch für Einheimische teilweise eine große Hürde). Claus Oellerking blickte mit seinen mehr als 30 Jahren Berufserfahrung eher zurück, statt nach vorn und konnte so von vielen Gegebenheiten berichten, in denen er viel gelernt hat. „Vielleicht sind die Deutschen daher auch eher konservativ, weil sie in den letzten Jahren so unglaublich viele politische und gesellschaftliche Veränderungen mitmachten.“, resümierte er, als die Studierenden die gleiche Frage, wie bei Paul Bressel stellten: „Warum tun sich die Deutschen so schwer mit digitalen Veränderungen?“ Diese Frage lässt sich beliebig lang und vielfältig diskutieren – das Modul bietet sich dafür jedoch wunderbar an, da wir hier mit vielen Menschen in Kontakt kommen können. Ob virtuell oder in Präsenz ist dabei ganz egal, Wissen lässt sich immer vermitteln und der Austausch beflügelt auch ortsunabhängig.

Paul Bressel von DREILAUT zu Gast im virtuellen Raum der FHM.

Claus Oellerking bringt den Studierenden im International Management M.A. die Grundlagen des Service Learning näher.