#westayconnected

Die FHM-Familie hält zusammen – auch in Zeiten von Corona!

Gerade sind unsere mehr als 5.000 Studierenden deutschlandweit zuhause in der Onlinelehre und lernen fleißig ohne Zeitverlust weiter. Unter dem Hashtag #westayconnected sammeln wir eure Eindrücke bei Instagram und Facebook – jetzt mitmachen! #stayhome #staysave

Das „Corona-Tagebuch“

In der Neuen Westfälischen Zeitung erscheint regelmäßig ein Beitrag von unserem Prorektor Prof. Dr. Niemeier, in dem er die aktuellen Ereignisse in der FHM zusammenfasst und seine Eindrücke schildert. Hier gibt es alle Beiträge zum Nachlesen:

Corona-Tagebuch Prof. Dr. Walter Niemeier, Teil 1 vom 20.03.20

Ich bin jetzt schon vor sieben Uhr in der FHM, die Fahrt zur Arbeit ist deutlich kürzer geworden. Aber länger schlafen kann ich auch nicht, meine innere Uhr ist auf 5.25 Uhr programmiert, da werde ich einfach wach. Corona spart Fahrzeit, frisst aber Energie und Lebenszeit in anderen Bereichen.

Corona ist das beherrschende Thema bei mir in der Hochschule, aber auch bei mir privat.

Seit Freitag vergangener Woche treffen wir uns jeden Morgen im FHM-Corona-Krisenstab. Die meisten Kollegen treffen sich im Konferenzraum und halten Abstand die Leiter der FHM-Standorte Rostock, Schwerin, Berlin, Hannover, Köln, Pulheim und Bamberg schalten sich online zu. Als Hochschule hilft es uns enorm, dass wir schon seit Jahren Online-Lehre im berufsbegleitenden Studium durchführen und für unsere Fernstudierenden ohnehin einen komplett virtuellen Campus, die FHM Online-University haben. Die Kollegen von der Online-University haben jetzt eine Menge zu tun, alle Studierenden, auch die Vollzeitstudierenden, wurden auf digitale Lehre umgestellt. Eine Meisterleistung, über 5.000 Studierende plötzlich komplett online zu unterrichten.

Mich erstaunt, wie reibungslos das klappt. Naja, die berufsbegleitenden und die Fernstudierenden kennen das ja schon. Aber auch die Vollzeitstudierenden sind richtig gut dabei.

Corona stellt viel auf den Kopf. Wir haben unsere Mitarbeite mit erhöhtem Risiko zu Anfang der Woche ins Homeoffice geschickt, wie auch die Schwangeren oder die Eltern, deren Kinder betreut werden müssen.

Und auch privat frage ich mich: Kann ich über Ostern meine Mama und meine Schwiegereltern besuchen? Alle haben schon ein gesegnetes Alter und sind mehr oder weniger gesundheitlich angeschlagen. Also fahren wir lieber nicht und telefonieren nur. Mal sehen, was die Zeit bringt.

Corona-Tagebuch Prof. Dr. Walter Niemeier, Teil 2 vom 23.03.20

Dankbar unter Dampf

Wenn ich meine Situation mit drei Worten beschreiben soll, fällt mir „dankbar unter Dampf“ ein. Dankbar bin ich vielen Menschen, allen voran den Krankenschwestern und Ärzten, den Polizisten, besonders den Politikern und der Verwaltung. Unglaublich, wie zuverlässig, gut und schnell alle arbeiten. Ich bin froh, dass ich hier in Deutschland bin, das ist mein Land. Und selbst beim Joggen im Wald mit viel Abstand gibt es fast immer ein Lächeln, einen Gruß, einen verständigen Blick, selbst mit Nordic-Walkern. Corona lässt uns zusammenrücken.

Unter Dampf stehe ich in meiner Hochschule. Wir haben über 5000 Studierende von jetzt auf gleich in die virtuelle Hochschule überführt. Es fällt kein Seminar aus, keine Stunde. Eine tolle Leistung aller Kollegen (auch denen bin ich dankbar). Das bedeutet auch, dass unsere Studierenden das Trimester erfolgreich meistern können. Ohne Abstriche und Zeitverlust.  Aber es gibt tausend Dinge zu klären: Finden alle Prüfungen wie geplant statt, auch die mündlichen? Können die Studierenden das (ja, gerade die sind online-affin), können das auch alle Dozenten (viele ja, aber wir haben Erklär-Videos bis hin zum Trouble-Shooting frei nach dem Motto: Hilfe- plötzlich online-Dozent)? Dann fragen Studierende nach, dass die Bibliotheken geschlossen sind und wie sie jetzt an die Bücher kommen. Also müssen wir ihnen noch mal den Zugang zur FHM-online-Bibliothek erklären. Dürfen die Dozenten in die FHM kommen, die auf dem Land keinen schnellen Internetzugang haben? (ja, das dürfen sie, aber ohne Kontakt zu uns). Denen buchen wir online einen Raum und sie machen die Lehre von hier aus. Wie können die Psychologie-Studenten ihre Daten auswerten, wenn sie nicht an die FHM-Rechner kommen? Die Fragen scheinen kein Ende zu nehmen, aber jede muss schnell beantwortet werden, die Lösungen zählen.
Ich habe jeden Tag mehrere virtuelle Gesprächsrunden, um 9.00 in der Hochschulleitung (Corona-Krisensitzung), vorher hatte ich schon die erste online-Abstimmungsrunde im Fachbereich, es folgen die Standorte und dann die Bielefelder Professoren.  Alle Kollegen sind im homeoffice, nur die Notbesetzung ist noch tatsächlich in der Hochschule. Und natürlich die IT. Aber das gute ist: es läuft.

Bei allem heißt es: Ruhe bewahren, das soziale Leben herunterfahren,  Abstand halten und dem Virus keine Chance geben. Und sonst: meine Frau hat seit einer Woche homeoffice, meine Tochter schreibt an ihrer Masterarbeit für das Lehramt (und ist traurig, dass sie ihre Vertretungslehrer-Stelle nicht weiterführen kann). Sie soll als Fitnesstrainerin bald ihren ersten online-Zumba-Kurs geben (da gucke ich rein). Jede Krise bietet auch eine Chance, die Lösungen sind es, die die Aufgaben spannend machen.

Corona-Tagebuch Prof. Dr. Walter Niemeier, Teil 3 vom 02.04.20

Verlässlichkeit und ein Stück Alltag

Corona scheint momentan alles auf den Kopf zu stellen. Das ist das Gefühl, das viele haben. Sie haben mehr Fragen als Antworten, sind verunsichert und zweifeln. Die Antworten aus der Politik geben kaum Sicherheit und Perspektiven. Aber wie sollen sie auch, die Politik fährt ja selbst auf Sicht. Aber: sie macht, was sie kann. Und das ist viel. Ein gutes Beispiel ist mein Schwiegersohn, der mit einem kleinen Unternehmen selbstständig ist, das auch von der Krise betroffen ist. Am Samstagvormittag hat er online den Antrag auf Unterstützung gestellt. Am Samstagnachmittag war der positive Bescheid da. Das zeigt: Politik und Verwaltung tun was. Auch am Wochenende. Klasse!

Und was tut die FHM? Wir versuchen, in diesen unruhigen Zeiten Verlässlichkeit und ein Stück Alltag zu vermitteln. Natürlich kommen viele Studierende auf uns zu und stellen viele Fragen. Auch sie fühlen sich verunsichert. Bei vielen ist der Nebenjob weggefallen. Jobben in der Kneipe geht eben nicht mehr. Aber Regale auffüllen klappt als kleine Alternative. Eine wichtige Rückmeldung ist: gut, dass das Studium weiterläuft. Online ist zwar anders als jeden Tag in die Hochschule zu gehen und der persönliche Kontakt fehlt. Aber online real life zu studieren ist ein guter Weg. Ganz oft höre ich, dass das Studium und das Lernen Struktur gibt, Normalität und Alltag vermittelt. Und das ist verlässlich und gibt Sicherheit.

Die FHM bietet Berufstätigen und jungen Interessenten jetzt einen Studienstart auch zum 1.6. an. Auch das gibt Sicherheit und Verlässlichkeit: Das Studium läuft, die Interessenten können für sich Perspektiven entwickeln und für ihre Zukunft planen, sie lassen sich nicht unterkriegen. Schon gar nicht von Corona.

Corona-Tagebuch Prof. Dr. Walter Niemeier, Teil 4 vom 20.04.20

Alles online in der virtuellen Hochschule

So könnte das Motto der FHM lauten. Jede Stunde, jede Minute, die sonst am Campus gelehrt werden, finden nun online im virtuellen Raum statt. Das hat sich eingespielt, für die Studierenden und die Lehrenden gleichermaßen. Kaum war das geschafft, kamen neue Fragen. Wie können wir die Studienbewerber informieren? Na klar, wenn die Lehre online läuft, warum nicht auch die Infoveranstaltungen und die Beratung? Deshalb haben wir die virtuellen Beratungsräume eingerichtet. Außerdem kann man sich jetzt komplett online bewerben und das Auswahlverfahren digital durchlaufen. Wir haben unsere Prüfungen im Studienbetrieb digitalisiert, so dass keine Prüfung ausfällt. Das ist wichtig, denn viele Studierende wollen im September ihr Studium abschließen. Auch das Symposium zur Gesundheitswirtschaft läuft online.

Insgesamt ist das für uns alle eine große Herausforderung, die wir gemeinsam meistern. Zum Tagesgeschäft kommen die speziellen Aufgaben der Online-Transformation dazu. Aber die Arbeit ist in dreifacher Hinsicht befriedigend: das Team der FHM wächst noch weiter zusammen, die Lösungen funktionieren gut und wir halten das Versprechen gegenüber den Studierenden, dass sie in der normalen Zeit das Studium erfolgreich abschließen können. Dennoch: Analog ist es besser! Auch, wenn wir schon darüber nachdenken, welche positiven Elemente der virtuellen Lehre wir dauerhaft fortführen werden.

Stimmen zum Studium in der Corona-Krise


Mein Name ist Johanna, ich bin 20 Jahre alt und studiere im zweiten Trimester Psychologie an der Fachhochschule des Mittelstands in Schwerin.

Aufgrund der aktuellen Corona-Krise ist es sehr vielen Studenten zurzeit nicht möglich ihr Studium wie gewohnt fortzusetzen, was für viele bedeuten könnte, dass sie ihr Studium eventuell nicht in der Regelstudienzeit absolvieren können und vorerst völlig aus dem Lernstoff geworfen werden. Als der Beschluss kam, dass sämtliche Bildungseinrichtungen vorerst schließen sollen, hat die FHM sofort reagiert und ist auf die Online-Lehre umgestiegen. Für mich ist keine einzige Vorlesung ausgefallen und wir konnten gemeinsam ohne Probleme da weitermachen, wo wir aufgehört haben.

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In einem Fenster laufen die Folien unseres Dozenten, in einem anderen Fenster ist ein kleiner Chat für alle Anwesenden zum Kommunizieren. Unsere Dozenten führen ihren Unterricht wie gewohnt weiter, können durch Aktivierung der Mikrofone Fragen stellen lassen und können sogar ihren Bildschirm für uns freigeben, damit wir auch außerhalb der Folien Inhalte sehen können, z.B. Rechensoftware im Fach Statistik oder einen Crash-Kurs über die Nutzung von Excel. Über ein virtuelles Whiteboard werden auch weiterhin wichtige Informationen festgehalten und illustriert. Ich habe im Rahmen der Online-Lehre sogar eine Prüfungsleistung in Form eines Referates gehalten.

Vom ersten Tag an war es kein Problem einen Online-Raum zu betreten und an den Vorlesungen teilzunehmen. Alle wurden rechtzeitig über die Durchführung informiert und über deren Nutzung aufgeklärt.

Es ergeben sich sogar zahlreiche Vorteile! Man kann morgens länger schlafen, da der Weg zum Laptop, Tablet usw. viel kürzer ist als der zur Fachhochschule. Man kann nebenbei frühstücken, ohne andere damit zu stören, man hat einen ganzen Schreibtisch für sich allein um sich auszubreiten. Als am besten empfinde ich jedoch die Möglichkeit des Dateiaustausches zwischen dem Dozenten und dem Studenten. Der Unterricht ist in gewisser Weise interaktiver, da so z.B. alle gemeinsam an einer Datei arbeiten können, während unser Dozent unsere Fehler umgehend korrigieren kann und genau erkennt, wer noch Schwierigkeiten mit dem Stoff hat. Insgesamt habe ich keinerlei Einschränkung in Bezug auf meinen Studienalltag erfahren.

Ich denke, dass jede Universität und Fachhochschule und auch die Schulen ein solches Konzept in Erwägung ziehen sollte, um zu gewährleisten, dass der Studien-/ Schulalltag weiterläuft und jeder seine Ziele trotz dieser Krise erreichen kann. Ich mache mir keine Sorgen, dass sich mein Studium in die Länge zieht oder dass ich Studieninhalte nicht vernünftig vermittelt bekomme! Wir unterstützen die Maßnahmen im Kampf gegen Corona und bleiben Zuhause.

#corona_cannot_stop_us


Die FHM war die beste Wahl
Trotz Corona studiere ich ganz normal weiter! Die Worte „Corona“ und „Krise“ kann ich persönlich nicht mehr hören und dennoch nehme ich sie (mal wieder) in den Mund. Doch das aus gutem Grund! Seit Oktober 2019 studiere ich berufsbegleitend an der Fachhochschule des Mittelstandes (FHM) und mir war schon zur Immatrikulation klar, dass diese Fachhochschule am besten zu meiner jetzigen Lebenssituation passt. Ein gutes halbes Jahr später fühle ich mich in meiner Wahl noch bestätigter. Während die meisten Bildungseinrichtungen geschlossen haben und darüber diskutieren, ob WhatsApp & Co. datenschutzkonform sind, machen wir halt einfach online weiter. Dank der digitalen Infrastruktur kann ich die Vorlesungen wie gehabt verfolgen. Zurzeit ist das goldwert, um auch trotz Corona keine Zeit zu verlieren!

 


Wir haben hier an der FHM direkt zu Beginn der Krise auf die Onlinelehre umgestellt und ich bin der Hochschule dankbar, dass das so gut geklappt hat. Es fällt nichts aus. Ich kann weiter studieren. Das ist ein echter Vorteil der FHM.

Mit der Online-Lösung können wir das Trimester ohne Zeitverzögerung weiterführen und zum Beispiel selbst an Praxisprojekten weiterarbeiten. Ich hatte bisher drei Tage lang Online-Vorlesung und in meiner Studiengruppe funktioniert das echt gut. Wir mussten natürlich erst einmal mit dem virtuellen Raum warm werden und die Funktionen (z.B. wie ich eine Präsentation für die anderen sichtbar in dem virtuellen Raum platziere) kennenlernen - das ging aber ganz schnell. Wir haben in den drei Tagen schon zusammen online Präsentationen erstellt und dann auch vorgestellt und auch an einem Praxisprojekt weitergearbeitet.

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Natürlich ist auch das Corona-Virus bei uns ein Thema. Das haben wir auch in ein Modul mit eingebaut, indem wir die internationale Berichterstattung über das Virus miteinander verglichen haben.

Es läuft hier im Studium also alles weiter und die FHM hält uns auch über die Social-Media-Kanäle, per Mail und in unserem Campus Management-System „Trainex“ auf dem Laufenden. Wir haben auch direkte Ansprechpartner bei der FHM, falls wir irgendwelche Fragen haben. Diese ganze Kommunikation beruhigt mich, weil sie zeigt, dass die Lehrenden, Mitarbeiter und wir Studierenden zusammen daran arbeiten, dass der Betrieb so normal wie eben möglich weiterläuft.

Nichtsdestotrotz ist die momentane Umstellung auf die Onlinelehre in meinem Vollzeitstudium meiner Meinung nach nur eine Übergangslösung, da sie den persönlichen Kontakt und den Face-to-Face-Unterricht natürlich nicht ersetzen kann. Ich freue mich deshalb schon wieder darauf, Vorlesungen vor Ort zu haben. Die Online-Vorlesungen entschleunigen den Alltag auf der einen Seite zwar, weil man sich die Fahrt zur Hochschule spart, auf der anderen Seite bin ich aber auch etwas traurig, dass ich meine Kommilitoninnen und Dozenten auf unbestimmte Zeit erst einmal nicht wiedersehen und ich auch die FHM nicht betreten kann. Wir haben nämlich einen schönen Campus, an dem ich mich wohl fühle. Das fehlt jetzt schon.

Es ist momentan aber absolut notwendig diese Maßnahmen zu ergreifen, um das Virus zu verlangsamen und deshalb setzte ich mich in den nächsten Wochen gerne zuhause an meinen Laptop und nehme an den Online-Vorlesungen teil. Umso mehr freue ich mich dann, wenn ich meine Kommilitoninnen und meine Dozenten in der FHM endlich wiedersehen kann

Unsere Professoren & Dozenten im Homeoffice

Hier lernen und lehren wir während der Corona-Krise: der virtuelle FHM-Campus