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Geht das?

Vollzeit arbeiten und studieren

Viele Berufstätige möchten sich neben ihrem Job weiterqualifizieren, stoßen dabei aber schnell auf die Frage: Lässt sich ein Studium wirklich mit einer Vollzeittätigkeit vereinbaren? Die Antwort ist nicht ganz einfach – denn es gibt spezielle Studienmodelle, die diesen Weg möglich machen, aber auch klare Grenzen und Herausforderungen.

Welche Optionen es gibt, welche Chancen und Risiken damit verbunden sind und worauf du achten solltest, erfährst du hier.
 

Inhaltsverzeichnis

 

Vollzeit arbeiten und studieren

Auf den Punkt gebracht:

  • Vollzeit arbeiten und gleichzeitig studieren ist möglich, aber nur mit speziellen Studienformen wie berufsbegleitendem Studium oder Fernstudium.
  • Wer ein klassisches Vollzeitstudium wählt, darf während der Vorlesungszeit in der Regel nicht mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten.
  • Berufsbegleitende Studienmodelle sichern den Arbeitnehmerstatus: Gehalt, Sozialversicherung und Urlaubsanspruch bleiben bestehen.
  • Die Doppelbelastung erfordert Disziplin, Organisationstalent und ein stabiles Zeitmanagement.
  • Vorteile: Kombination aus Berufserfahrung und akademischem Abschluss sowie finanzielle Unabhängigkeit.
  • Nachteile: hohe Belastung, eingeschränkte Freizeit und eine oft längere Studiendauer.
  • Gute Planung und offene Kommunikation mit dem Arbeitgeber sind entscheidend für den Erfolg.

 

Arbeiten und studieren: die Rechtslage

Die rechtlichen Rahmenbedingungen sind ein entscheidender Punkt, wenn du Vollzeit arbeiten und gleichzeitig studieren möchtest. Ob es überhaupt möglich ist, hängt stark davon ab, welche Studienform du wählst.

Berufsbegleitendes Studium:
In diesem Modell bleibst du Arbeitnehmer*in. Dein Arbeitsverhältnis bleibt in vollem Umfang bestehen, einschließlich Sozialversicherung, Steuerpflicht und Urlaubsansprüchen. Das Studium gilt hier als Weiterbildung. Für dich bedeutet das: rechtlich gibt es keine Einschränkungen. Dein Erfolg hängt vor allem davon ab, wie du Arbeit und Studium organisatorisch vereinbarst.

Vollzeitstudium mit Nebenjob:
Anders sieht es aus, wenn du dich in ein Vollzeitstudium einschreibst. In diesem Fall hast du offiziell den Status eines Studierenden. Während der Vorlesungszeit darfst du in der Regel nicht mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten, sonst verlierst du den Studentenstatus und damit oft auch Vorteile wie eine günstigere Krankenversicherung. Ein Vollzeitjob neben einem Vollzeitstudium ist also kaum mit der gesetzlichen Lage vereinbar und praktisch nur in Ausnahmefällen realistisch.

Konsequenzen und Ausnahmen:
Manche Branchen, etwa im Schichtdienst, bieten zwar zeitliche Flexibilität, doch die Doppelbelastung bleibt groß. Rechtlich gesehen ist ein Vollzeitjob nur mit einem berufsbegleitenden oder Fernstudium uneingeschränkt kombinierbar.

Studienformen im Überblick

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, ein Studium mit einer Vollzeittätigkeit zu verbinden:

  • Berufsbegleitendes Studium: Vorlesungen finden in den Abendstunden oder am Wochenende statt. Das Modell eignet sich für alle, die persönliche Kontakte und feste Lernzeiten schätzen.
  • Fernstudium: Online-Vorlesungen, digitale Lernplattformen und flexible Prüfungsformate ermöglichen eine hohe Unabhängigkeit von Ort und Zeit.

Alternative: Weiterbildung

Ein Studium ist nicht die einzige Möglichkeit, sich beruflich weiterzuentwickeln. Zertifikatskurse, Fachseminare oder Weiterbildungsprogramme sind oft kürzer, spezialisierter und lassen sich leichter in einen vollen Arbeitsalltag integrieren. Wer nicht mehrere Jahre für ein Studium aufbringen kann oder möchte, findet hier eine praxisnahe Alternative.

 

Vorteile

Du sammelst nicht nur theoretisches Fachwissen, sondern kannst es sofort im Job anwenden. Damit entwickelst du ein tiefes Verständnis für die Inhalte und bist deinen Kommiliton*innen ohne Berufserfahrung oft einen Schritt voraus.

Da du weiterhin in Vollzeit arbeitest, bleibt dein Einkommen gesichert. Du musst dir weniger Sorgen um Studienfinanzierung, Nebenjobs oder Schulden machen und kannst Investitionen wie Miete, Familie oder Freizeit besser planen.

Viele Themen aus dem Studium lassen sich unmittelbar in deine berufliche Tätigkeit einbringen. Das macht dein Lernen nachhaltiger, steigert deinen Nutzen im Unternehmen und kann dir sogar schon während des Studiums neue Aufgabenfelder eröffnen.

Berufserfahrung plus akademischer Abschluss zeigen Engagement, Belastbarkeit und Zielstrebigkeit. Dieses Gesamtpaket verschafft dir im späteren Berufsleben klare Wettbewerbsvorteile.

Anders als im Vollzeitstudium musst du deine berufliche Laufbahn nicht unterbrechen. Dein Arbeitgeber nimmt deine Entwicklung mit, was die Chancen auf Beförderungen oder Gehaltssteigerungen erhöht.

Nachteile

Neben einer 40-Stunden-Woche kommen Vorlesungen, Prüfungen und Lernzeiten hinzu. Das führt zu sehr langen Tagen und wenig Flexibilität.

Arbeit, Studium und Privatleben gleichzeitig zu koordinieren, erfordert viel Disziplin und strukturiertes Zeitmanagement. Spontane Freizeitaktivitäten oder längere Urlaube sind oft schwer einzuplanen.

Familienzeit, Freundschaften und Hobbys müssen häufig zurückstehen. Gerade in Prüfungsphasen ist die Freizeit sehr begrenzt.

Dauerhafte Doppelbelastung kann zu Erschöpfung, Konzentrationsproblemen oder gesundheitlichen Folgen führen, wenn Pausen vernachlässigt werden.

Da berufsbegleitende Studiengänge meist weniger Module pro Semester vorsehen, verlängert sich die Studienzeit im Vergleich zu einem Vollzeitstudium. Das bedeutet: Das Ziel rückt langsamer in Reichweite, auch wenn es langfristig umso wertvoller ist.

Tipps: Vollzeit arbeiten und studieren

Ein Vollzeitjob in Kombination mit einem Studium ist ein anspruchsvolles Projekt, das ohne gute Planung kaum gelingt.

  1. Zeit realistisch einteilen: Plane von Anfang an mit zehn bis zwanzig Stunden pro Woche für das Studium. Nimm nicht zu viele Module gleichzeitig.
  2. Kommunikation mit dem Arbeitgeber: Offene Gespräche helfen, Verständnis zu schaffen. Manche Unternehmen bieten finanzielle Unterstützung oder Freistellungen an.
  3. Feste Lernzeiten: Blockiere dir Zeiten im Kalender, in denen du regelmäßig für das Studium arbeitest – so wird Lernen zur Routine.
  4. Pausen nicht vergessen: Überlastung ist eine echte Gefahr. Plane bewusst Zeit zur Erholung ein, um langfristig durchzuhalten.
  5. Unterstützung nutzen: Angebote der Hochschule, Lernplattformen, digitale Tools und der Austausch mit Mitstudierenden können den Studienalltag deutlich erleichtern.

Studieren an der Fachhochschule des Mittelstands (FHM)

Unsere Studienorganisation

  • Berufsbegleitend mit Vorlesungen abends, an Wochenenden oder in Blockseminaren
  • Fernstudium mit digitalen Lernmaterialien, Online-Vorlesungen und flexiblen Prüfungen
  • Kombination aus Online- und Präsenzphasen je nach Studiengang

Bei uns an der FHM richten wir unsere Studienangebote gezielt an Berufstätige, die Studium und Arbeit miteinander verbinden möchten. Wir legen besonderen Wert auf praxisnahe Inhalte und flexible Studienmodelle, damit unsere Studierenden ihren beruflichen Alltag und das Studium gut koordinieren können.

Das bieten wir Berufstätigen

  • Praxisnahe Inhalte, die direkt im Job anwendbar sind
  • Flexible Zeiteinteilung für die Vereinbarkeit von Beruf und Studium
  • Persönliche Betreuung in kleinen Gruppen
  • Strukturen, die speziell auf die Bedürfnisse von Berufstätigen zugeschnitten sind
     

Mit unseren Angeboten ermöglichen wir es, einen akademischen Abschluss zu erlangen, ohne den Beruf aufgeben zu müssen.

Fernstudium & Berufsbegleitend

Unsere Studiengänge

Wir beantworten deine Fragen

FAQ

Ja, das ist grundsätzlich möglich. Entscheidend ist die Wahl des passenden Studienmodells, wie ein berufsbegleitendes Studium oder ein Fernstudium. Beide Varianten lassen sich flexibel mit einer Vollzeittätigkeit kombinieren.

In der Regel solltest du mit etwa 10 bis 20 Stunden pro Woche rechnen, abhängig von der Studienform, der Anzahl der belegten Module und deinem persönlichen Lerntempo.

Berufsbegleitende Studiengänge mit Abend- oder Wochenendvorlesungen sowie Fernstudiengänge mit Online-Lernmaterialien sind besonders geeignet. Sie bieten die Flexibilität, Studium und Arbeitsalltag zu vereinbaren.

Neben den formalen Voraussetzungen für das jeweilige Studium – wie Abitur, Fachhochschulreife, berufliche Qualifikation oder ein abgeschlossenes Erststudium – sind Organisationstalent, Motivation und Belastbarkeit entscheidend.

Eine klare Struktur und gutes Zeitmanagement sind entscheidend. Wir empfehlen feste Lernzeiten, realistische Ziele, Pausen zur Erholung und gegebenenfalls Unterstützung durch Familie oder Arbeitgeber.

Du kombinierst Berufserfahrung mit akademischem Wissen, kannst das Gelernte direkt im Job anwenden und stärkst dein Profil auf dem Arbeitsmarkt. Gleichzeitig bleibst du finanziell unabhängig und hast die Möglichkeit, deine Karriere gezielt voranzutreiben.

Die Doppelbelastung erfordert Disziplin, gutes Zeitmanagement und Durchhaltevermögen. Freizeit, Erholung und soziale Aktivitäten können eingeschränkt sein, und Stress oder Überlastung sind mögliche Risiken.

Ja, Unterstützung kann durch den Arbeitgeber (Freistellungen, flexible Arbeitszeiten), Familie, Freunde oder die Hochschule erfolgen. Auch die Nutzung digitaler Lernhilfen, Lerngruppen oder Beratung durch die Hochschule kann helfen, die Belastung zu reduzieren.

Viele Fernstudiengänge ermöglichen ortsunabhängiges Lernen. Online-Vorlesungen, digitale Lernmaterialien und flexible Prüfungsformate erlauben es, das Studium zeitlich und räumlich flexibel zu gestalten.

Schau' mal!

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