Der Niedersächsische Sportjournalistenpreis

6. Niedersächsisches Sportjournalisten-Forum mit Verleihung des 6. Niedersächsischen Sportjournalistenpreises 2018

Herausragende Autoren, TV-/ Hörfunk- und Nachwuchsjournalisten, sowie digitale Vordenker werden bereits zum sechsten Mal mit dem Niedersächsischen Sportjournalistenpreis ausgezeichnet.

Am Donnerstagabend war es so weit: Zu sehen gab es eine hitzige Podiumsdiskussion zum Thema „E-Sports“ mit anschließender Ehrung der Sieger.

Mit einer feinfühligen Reportage hat Tim Scholz, Sportredakteur des Stader Tageblatts, die Kategorie Print des Niedersächsischen Sportjournalistenpreises gewonnen. Scholz beschrieb den Wandel im Leben von Sven Dederscheck zu Sarah Dederscheck, verknüpft mit allen Schmähungen und Pöbeleien auf Fußballplätzen, abwertenden Blicken in der Buxterhuder Fußgängerzone sowie einer breiten Unterstützungswelle für den Schritt im eigenen Verein. Detailreich, reflektiert, anschaulich und empathisch beschreibt Scholz in dem Text das gesellschaftliche Tabuthema Geschlechtertransformation aus Sicht der Jury des Preises. Am Donnerstag erhielt Scholz den Preis in der Kategorie Print im Rahmen des sechsten Niedersächsischen Sportjournalistenforums im Toto-Lotto-Saal der Niedersächsischen Akademie des Sports. Dadurch, dass Tim Scholz beruflich verhindert war, nahm Daniel Berlin, Leiter der Tageblatt-Redaktion, den Preis entgegen. Schirmherr der Veranstaltung ist Niedersachsens Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, der an diesem Abend von Vera Wucherpfennig vertreten wurde.

Den zweiten Platz belegte Ole Rottmann, freier Mitarbeiter der Madsack Sport Unit mit dem Titel „Abpfiff nach 56 Minuten“, der die Geschichte des hochtalentierten Markus Weck aufgriff, der am Ende doch kein Profi wurde. Insbesondere der kontrastreiche Vergleich mit Spannungskurven wurde von der Jury gelobt. Daniel Niebuhr durfte sich über Platz drei freuen mit „Der Junge mit dem Wumms“. Ein Junge im Rollstuhl zwischen laufenden Mitspielern wird getitelt – die schöne Geschichte von gelebter Inklusion, doch auch die aufkommenden Probleme wurden thematisiert.  

In der Kategorie TV/Hörfunk gewannen Katrin Kampling und Nino Seidel vom Norddeutschen Rundfunk mit ihrem Beitrag „Das Geschäft mit den Kindern“. Die Autoren haben in ihrem TV-Beitrag für den NDR Sportclub recherchiert, mit welchen Machenschaften vor dem Hintergrund von Wünschen und Hoffnungen von Eltern und Kinder im internationalen Fußball-Geschäft Geld gemacht wird – und welche schlimmen Konsequenzen dies für die Kinder haben kann. Gier, Lügen und geheime Deals prägen anscheinend das Geschäftsgebaren zahlreicher Akteure, vor allem unseriöser Spielervermittler. Die beiden Autoren recherchieren diese Zusammenhänge aus Sicht der Jury in vorbildlicher Weise und setzen das komplexe Thema in einen packenden und berührenden Fernsehbeitrag um.

Platz zwei ging an Michael Maske und Boris Poscharsky, ebenfalls vom NDR, „für ihre von Vorurteilen gelöste Reportage mit einem hervorragenden Blick aus unterschiedlichen Blickwinkeln“, so Jurymitglied Carsten Bergmann. Die Geschichte „Traumberuf Fußballprofi“ verfolgte den Werdegang eines angehenden Fußballprofis und zeigte klar auf, wie schwierig der Weg bis ans Ziel ist und wie schön es doch am Ende sein kann.

Für die Reportage über „Die alten Knochen“, einen Turntrupp aus Niedersachsen, der aus älteren Männern besteht, dessen Leitspruch „Turne bis zur Urne“ ist, gab es Platz drei für Henning Rütten, vom NDR.

Wie eng Erfolg und Scheitern beieinander liegen, zeigt der Text von Alexander Flohr vom Redaktionsnetzwerk Deutschland der Madsack Sport Unit, der die Nachwuchskategorie des Niedersächsischen Sportjournalistenpreises 2018 gewann. Ein junger Turner hat den Aufstieg seiner Mannschaft in die erste Liga buchstäblich in der Hand. Eine Drehung. Er muss nur noch die Hände ans Reck bringen und – dann vergreift sich der 17-Jahre junge Mann. Flohr schildert anschaulich und packend – und gewinnt nach seinem zweiten Preis in derselben Kategorie 2015 mit einem Text für die Sportseite der Süddeutschen Zeitung diesmal die Kategorie.

Eishockey ist eine Sportart, die in Hannover eine lange und intensive Tradition hat – inklusive einer Deutschen Meisterschaft, Insolvenzen, impulsiven Trainern und heißblütigen Zuschauern, die für Gänsehautstimmung sorgen. Auch wenn die beiden Hannoveraner Topteams Indians und Scorpions nicht mehr in den höchsten Spielklassen Deutschlands spielen: Das Derby der beiden ist in der Stadt immer ein emotionaler Höhepunkt des Sportjahrs. Und die fünf Journalisten Sascha Priesemann, Jan Russezki, Laura Treffenfeld, Pauline Rabe, Sebastian Stein von der Madsack Sports Unit des Redaktionsnetzwerks Deutschland haben in einer facettenreichen Multimediareportage zahlreiche Aspekte des Duells herausgegriffen. Der Beitrag gewann in der Kategorie Digital des Wettbewerbs.

Insgesamt sind über 70 Beiträge für den Wettbewerb eingegangen. Die Preise werden gemeinsam von der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung, der Volkswagen Sportkommunikation und dem Institut für Sportkommunikation der Fachhochschule des Mittelstands in Hannover vergeben. Die Moderation des Abends übernahm der NDR-Journalist und FHM-Dozent Sören Oelrichs.

Die "Sieger-Beiträge" 2018

Print

    Hörfunk und TV-Beiträge

    Digital

    Nachwuchs

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    Prof. Dr. Marcus Bölz

    Prof. Dr. Marcus Bölz

    Leiter Institut für Sportkommunikation (IfS)
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    Niedersächsischer Sportjournalistenpreis Rückblick

    5. Niedersächsisches Sportjournalisten-Forum mit Verleihung des 5. Niedersächsischen Sportjournalistenpreises 2017

    Alexander Neumann-Delbarre von Playboy Publishing hat mit seiner packenden Reportage über den „unkaputtbaren“ Boxer Suleyman Dag aus Sulingen den Niedersächsischen Sportjournalistenpreis 2017 gewonnen. Dieser wurde bereits zum fünften Mal von der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) vergeben. In der Kategorie TV/Hörfunk setzte sich die gemeinsame Produktion von Boris Poscharsky und Hendrik Backhus vom Norddeutschen Rundfunk mit einem Rugby-Beitrag über das Stadtduell Germania List gegen Hannover 78 durch. In der neu geschaffenen Kategorie „Digital“ überzeugte die Mediengruppe Kreiszeitung (Syke) mit ihrem crossmedialen Projekt DeichStube. Die Preisträger nahmen ihre Ehrung aus den Händen des Ministers für Inneres und Sport, Boris Pistorius, entgegen.

    Alexander Neumann-Delbarre beschreibt in seinem Sieger-Beitrag den Werdegang des Sulinger Boxers Suleyman Dag. Einst ein talentierter Nachwuchsboxer, der den Schritt in die Profiwelt nicht geschafft hat, fährt Dag nun als Journeyman quer durch Deutschland und verliert mit Absicht einen Kampf nach dem anderen, um damit die Bilanzen der Nachwuchsboxer zu verbessern. Eine packende Geschichte über die Person und die Welt des Profiboxsports. Platz zwei ging an Daniel Cottäus von der Kreiszeitung Syke, der sich mit einer Reportage rund um ein historisches Foto von Werder Bremen durchsetzte. Den dritten Platz entschied Lili Maffiotte von der Nordsee-Zeitung für sich. Die vielen Tattoos eines Bremerhaveners Eishockeyprofis setzte sie visuell innovativ und textlich spannend um.

    Den ersten Platz in der Kategorie TV und Hörfunk belegte die gemeinsame Produktion von Hendrik Backhus und Boris Poscharsky (NDR 2) mit ihrer anspruchsvollen TV-Reportage über das ewige Stadtduell Germania List gegen Hannover 78 in Hannover. Dabei beleuchteten sie die Faszination Rugby und zeigten auf, wie fest dieses Duell und die Sportart in Hannover verankert sind. Platz zwei ging an Burkard Tillner, ebenfalls vom NDR, mit seiner Hörfunk-Reportage über das Ehrenamt im Sport. Heinz Schindler wurde von der Jury auf Platz drei gewählt - mit seinem Hörfunk-Beitrag über das Sportjahr 2017/2018 aus Sicht von Eintracht Braunschweig.

    Auch die beiden Kategorien Nachwuchs und Digital zeigen, dass im Medienland Niedersachsen viel Innovation zuhause ist: Max Schrader und Jan Eric Mergelkuhl brillierten mit ihrer Reportage über den erst zehnjährigen Gabriano Shelton und seinen Traum vom Leben als Profi-Fußballer.

    Das crossmediale Projekt „DeichStube“ der Mediengruppe Kreiszeitung setzt neue Akzente in der lokalregionalen Sportberichterstattung über den SV Werder Bremen. Im Kern präsentiert die „DeichStube“ eine Multimedia-App, die immer den SV Werder Bremen im Mittelpunkt der sportjournalistischen Aufbereitung hat.

    Insgesamt sind rund 70 Beiträge in vier Kategorien von den relevantesten Medien Niedersachsens sowie zahlreichen überregionalen Tages- und Wochenzeitungen, Fernseh- und Rundfunkanstalten eingegangen. Gefördert von der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung vergibt das Institut für Sportkommunikation (IfS) der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) Hannover den renommierten Sportjournalistenpreis. Neu bei der diesjährigen Ausschreibung: die Volkswagen-Sportkommunikation förderte erstmals die Kategorie Nachwuchs und die neu geschaffene Kategorie Digital.

    Der niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, der gleichzeitig auch als Schirmherr des Sportjournalistenpreises fungiert, zeigte sich anlässlich der Verleihung gestern Abend in der Akademie des Sports von den Preisträgern sehr angetan: „Der Sportjournalistenpreis hat sich in den vergangenen Jahren zu einer festen Größe in der niedersächsischen Medienlandschaft entwickelt. Gerade in Zeiten von Fake News und sozialen Medien nimmt die Bedeutung von gut recherchierten Informationen vor Ort und in lokalen Kommunikationsräumen immer mehr zu. Deswegen ist es wichtig, diese Arbeit entsprechend zu würdigen.“

    Zur guten Tradition des Sportjournalistenpreises gehört neben der offiziellen Preisverleihung auch eine Podiumsdiskussion mit prominenter Besetzung: Boris Pistorius, Reinhard Rawe (Vorstandsvorsitzender des Landessportbundes Niedersachsen), Katja Kraus (geschäftsführende Gesellschafterin Jung von Matt/sports), WDR-Moderatorin Anke Feller und rbb-Moderator Thomas Kroh diskutierten vor rund 180 Gästen das zentralen Thema des Abends: Zwischen Medaillenspiegel und (fehlender) gesellschaftlicher Akzeptanz – der deutsche Spitzensport und seine große Reform. Ob und wie die Leistungssportreform funktionieren wird, konnte nicht abschließend bewertet werden. Die Podiumsgäste waren sich jedoch einig, dass der Sport generell wieder mehr Bedeutung innerhalb der Gesellschaft bekommen muss, um die Akzeptanz zu steigern. Ein guter Spitzensport brauche eine funktionierende Basis aus dem Breitensport und der wiederum müsse in Deutschland wieder als Kulturgut angesehen werden. FHM-Studierende des Studiengangs Sportjournalismus & Sportmarketing führten in Einzelinterviews mit Ruth Spelmeyer, Andreas Toba und Klaus Scheerschmidt ins Thema ein.

    „Ich bin gespannt, wie das Mammut-Projekt anrollt“, kommentierte die 27-Jährige Leichtathletin Spelmeyer skeptisch die anstehende Reform. Klaus Scheerschmidt hofft, dass der Trainerberuf mehr Anerkennung bekommt. Andreas Toba, Kunstturner und Olympia-Teilnehmer 2016, wünscht sich insbesondere in der Nachwuchsförderung eine positive Entwicklung durch die Reform.

    Die Jury des 5. Niedersächsischen Sportjournalistenpreises setzte sich aus dem Vorjahresgewinner der Kategorie Print Lars Brockbalz (Leiter Sportredaktion Nordsee-Zeitung), Silke Tobias (Sportredakteurin NDR), Hans-Joachim Zwingmann (Vorsitzender der Niedersächsischen Sportpresse), Gerd Voss (Leiter Volkswagen-Sportkommunikation) und Professor Dr. Jens Große (Wissenschaftlicher Leiter FHM Hannover) zusammen.

    Die "Sieger-Beiträge" 2017

    Print/Online

    Hörfunk und TV-Beiträge

    4. Niedersächsisches Sportjournalisten-Forum mit Verleihung des 4. Niedersächsischen Sportjournalistenpreises 2016

    Lars Brockbalz, Sportredakteur der Nordsee-Zeitung, hat mit einer packenden Reportage rund um Thomas Popiesch den Niedersächsischen Sportjournalistenpreis 2016 gewonnen, der bereits zum vierten Mal von der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung und der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) vergeben wurde. Die Jury lobte den Beitrag für seine tiefgehenden Emotionen und die detaillierten Beschreibungen. Das Team Politik zum Anfassen gewinnt die Kategorie TV und Hörfunk mit einem emotionalen Bericht über die Integration von Flüchtlingen mithilfe des Sports.

    In einer packend formulierten und intensiv recherchierten Reportage beschreibt Lars Brockbalz die Lebensgeschichte des Trainers der Fischtown Pinguins aus Bremerhaven. Dabei ging es besonders um seinen gescheiterten Fluchtversuch aus der DDR, der damit verbundenen Haft und seine nicht abreißende Leidenschaft für den Sport Eishockey. Der Sportredakteur der Nordsee-Zeitung bekam den Preis am Donnerstag im Rahmen des vierten Niedersächsischen Sportjournalistenforums in der Akademie des Sports übergeben. Insgesamt sind 87 Beiträge für den Wettbewerb eingegangen. Die Einsendungen kamen von allen relevanten Medien Niedersachsens sowie zahlreichen überregionalen Tages- und Wochenzeitungen sowie mehreren öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten. Der Preis wird gemeinsam von der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung und dem Institut für Sportkommunikation der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) vergeben. „Lars Brockbalz ist es dabei gelungen, mit einer sprachlich ausgefeilten und emotional berührenden Reportage über die Lebensgeschichte eines Mannes zu berichten, die zum Nachdenken anregt“, beschreibt Prof. Dr. Marcus Bölz von der FHM den Text von Lars Brockbalz.Den ebenfalls ausgelobten Nachwuchspreis gewinnt Lars Rücker mit einem Beitrag, den er im Kicker veröffentlichte. Rücker besuchte eine Fußballmannschaft von Asylbewerbern in der Samtgemeinde Sickte in Niedersachsen. Eine Bevölkerungsgruppe über die im vergangenen Jahr häufig, aber oft auch sehr stereotyp und klischeebeladen berichtet wurde - nicht jedoch von dem jungen Reporter Rücker. Er sprach und beobachtete die Menschen beim Training, hörte ihnen zu und lies sich nicht von Klischees und Vorurteilen ablenken. Für die Jury ist dabei eine dichte, wahrhaftige Reportage entstanden. Mit Empathie und ohne Kitsch, umgesetzt in einer präzisen, anschaulichen und packenden Sprache, so die Jury weiter in der Begründung. Der junge Autor versteht sich stilsicher aufs journalistische Erzählen und Erklären und rückt Menschen ungeschminkt mitten in unsere Aufmerksamkeit. Modern, ernsthaft und ohne unnötige Schwere.In der dritten Preiskategorie „TV und Hörfunk“ setzte sich das Team Politik zum Anfassen, mit seinem TV-Beitrag rund um das Thema Flüchtlingsintegration in Schulen durch. In Zusammenarbeit mit einer Schulklasse der IGS Isernhagen wird in den Beitrag die gelungene und bereits ausgezeichnete Integration von Flüchtlingen im Sportbereich der Schule vorgestellt. In aussagekräftigen Interviews erzählen Flüchtlinge, Betreuer und Lehrer, wie es zu diesem Projekt kam und wie es sich entwickelt hat.NDR-Hörfunkjournalist Sören Oelrichs (NDR), moderierte die Festveranstaltung. Neben den Preisträgern und den Mitgliedern der Jury verfolgten 250 Gäste neben der Preisverleihung auch die Podiumsdiskussion rund um das Thema Kommerzialisierung des Sports und seine Auswirkung auf die Sportberichterstattung. Auf dem Podium diskutierten die langjährige Journalistin und Moderatorentrainerin Carmen Thomas, der Leiter der VW-Sportkommunikation Gerd Voss, Prof. Dr. Marcus Bölz und der Schirmherr der Veranstaltung, der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius.Die Mitglieder der Jury des Niedersächsischen Sportjournalistenpreises waren in diesem Jahr Silke Tobias (Sportredakteurin NDR), Heiko Rehberg (Sportredakteur Hannoversche Allgemeine Zeitung), Thorsten Berner (Leiter Sportredaktion Hildesheimer Allgemeine) sowie Hans-Joachim Zwingmann, (Vorsitzender der Niedersächsischen Sportpresse).Im Namen der beiden Veranstalter begrüßten Prof. Dr. Jens Große, Leiter der FHM Hannover und Sport-journalismus-Student Mirco Broers die zahlreichen Gäste aus Landespolitik, den Medien sowie vielen weiteren Vertreter aus dem Sport und der Wirtschaft. Das Schlusswort des Abends richtete Dr. Hans-Ulrich Schneider, Vorsitzender der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung an die rund 250 Gäste.Neben den drei ersten Preisträgern wurden bei der Veranstaltung auch die zweiten und dritten Sieger des Journalistenpreises geehrt. In der Hauptkategorie belegte der Hamburger Journalist Joel Grandke mit seinem Beitrag „Nur ein kleiner Kick am Ziel vorbei“ auf der Onlineplattform spox.com den zweiten Platz. Platz drei belegte Christoph Bähr mit seiner emotionalen Reportage „Marius will kicken“ im We-ser/Delmenhorster Kurier. Im Nachwuchspreis gewann Alicia Kreth (renner.eu) mit einer beeindruckenden Reportage zum niedersächsischen Sportler Markus Rehm den zweiten Preis. Die dritte Siegerin der Nachwuchskategorie ist Maya de Wall (renner.eu) mit ihrer Reportage rund um Männer im Reitsport. Platz zwei der Kategorie TV und Hörfunk ging diesmal an Tiede Thedinga und seinen Hörfunkbeitrag über die Sportart „Floorball“ im NDR. Kristoffer Klein belegte mit seinem Hörfunkbeitrag zum Abstieg von Hannover 96 auf NDR 1 Platz drei.

    Die "Sieger-Beiträge" 2016

    Hörfunk und TV-Beiträge

    3. Niedersächsisches Sportjournalisten-Forum mit Verleihung des 3. Niedersächsischen Sportjournalistenpreises 2015

    Thorsten Berner, Sportredakteur der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung, und Tiede Thedinga, Hörfunkjournalist bei NDR1, sind die Gewinner des 3. Niedersächsischen Sportjournalistenpreises. Berner verfasste eine Reportage mit dem Titel „Bewegung gegen das Vergessen“ rund um das Thema Demenz und Alzheimer, Thedinga überzeugte die Jury mit einer Reportage über „Sportangebote für Flüchtlinge“ im Hörfunk. Der Nachwuchs-Preis ging an Louis Lambert mit seinem Beitrag „Die Zuschauer wissen alles und doch gar nichts“ für das Online-Medium „der-renner.eu“

    Die niedersächsischen Sportjournalisten bekamen ihre Auszeichnungen am Dienstag im Rahmen des dritten Niedersächsischen Sportjournalisten-Forums in der Akademie des Sports in Hannover  übergeben. Insgesamt sind 71 Beiträge für den Wettbewerb eingegangen. Die Preise wurden gemeinsam von der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung und dem Institut für Sportkommunikation (IfS) der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) vergeben. Mehr als 200 Besucher waren bei der feierlichen Preisverleihung und dem Sportjournalistenforum dabei.

    Neben der Preisverleihung stand am Dienstag das Thema „Sport in der Vertrauenskrise?“ im Zentrum der Veranstaltung. Moderator Sören Oelrichs debattierte das Thema mit den Podiumsgästen Marcus Bölz, Leiter des Institus für Sportkommunikation (IfS), Boris Pistorius, Niedersächsischer Minister für Inneres und Sport, Professor Ines Geipel, ehemalige Leistungssportlerin, Autorin, Wissenschaftlerin und Dopingopfer des DDR-Spitzensports sowie Oliver Fritsch, Sportredakteur der „Zeit Online“.

    Im Namen der beiden Veranstalter begrüßten Dr. Hans Ulrich Schneider, Vorsitzender des Vorstands der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung und Professor Dr. Jens Große, Leiter der FHM in Hannover, zahlreiche Gäste aus der Landespolitik, den Medien sowie vielen weitere Vertreter aus dem Sport und der Wirtschaft. Neben den drei ersten Preisträgern wurden bei der Veranstaltung auch die zweiten und dritten Sieger des Journalistenpreises geehrt. Im Bereich Print belegten Maren Stritzke von der Ostfriesen-Zeitung mit ihrem Interview „Alle haben geklatscht und mich umarmt“ und Daniel Niebuhr vom Delmenhorster Kreisblatt mit den Reportagen „Der vergessene Verein“ und „Rethorn reloaded“ den geteilten zweiten Platz. Im Bereich TV & Radio wurde Kim Umlauf von RTL Nord mit ihrem Portrait über die Boxerin Bintau Schmill Zweitplatzierte. Den dritten Rang belegte Kristoffer Klein von Deutschland Radio Kultur mit seiner Reportage „Die VW Krise und die Auswirkungen auf den VfL Wolfsburg“.

    Im Nachwuchspreis gewann Louis Lambert, den geteilten zweiten Platz gewannen Alexander Flohr „Süddeutsche Zeitung“ mit seinem Artikel „Verfolgt von 1000 Augen“ und Marcel Kolbenstetter von den Cuxhavener Nachrichten mit seinen Beiträgen „Abstrampeln für den Traumberuf“ und „Mit letzter Puste in den Profikader“.

    Die "Sieger-Beiträge" 2015

    2. Niedersächsisches Sportjournalisten-Forum mit Verleihung des 2. Niedersächsischen Sportjournalistenpreises 2014

    Daniel Cottäus, Sportredakteur des Delmenhorster Kurier, hat mit einer packenden Reportage rund um das Thema Inklusion gestern Abend den zweiten Niedersächsischen Sportjournalistenpreis gewonnen. Die Jury lobte den Beitrag für seine hervorragende Beobachtungsgabe.   

    In einer packend formulierten und intensiv recherchierten Reportage beschreibt Daniel Cottäus den Alltag einer Delmenhorster Kreisliga-Fußballmannschaft, dem SC Rote Teufel Ganderkesee, für den Fußballer mit und ohne geistige Behinderung gemeinsam auf dem Platz stehen. Der Sportredakteur des Delmenhorster Kuriers, einer Lokalausgabe des Weserkuriers, bekam den Preis am Donnerstag im Rahmen des zweiten Niedersächsischen Sportjournalistenforums in der Akademie des Sports  übergeben. Insgesamt sind 193 Beiträge für den Wettbewerb eingegangen. Der Preis wird gemeinsam von der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung und dem Institut für Sportkommunikation (IfS) der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) vergeben. „Dem Autor ist es dabei gelungen, aus den tradierten Formen der 1:0-Berichterstattung mit einer wirklich lesenswerten, sprachlich ausgefeilten und emotional berührenden Reportage auszuscheren“, beschreibt Prof. Dr. Marcus Bölz von der FHM den Text von Daniel Cottäus. Den ebenfalls ausgelobten Nachwuchspreis gewinnt Katharina Freise mit einem Beitrag, den sie auf dem Onlinesportportal „derrenner.eu“ veröffentlichte. In Ihrem berührenden Portrait schildert sie die Lebensgeschichte einer jungen Leichtathletin, die mit Hilfe ihres Sports ihre frühkindlichen Gewalterfahrungen verarbeitet.

    Neben der Preisverleihung stand am Donnerstag das Thema „Qualität im Sportjournalismus“ im Zentrum der Veranstaltung. Der Moderator Sören Oelrichs debattierte das Thema mit der ZDF-Reporterlegende Rolf Töpperwien sowie Marco Fenske. Der ehemalige „Sport-Bild“-Redakteur und stellvertretende Leiter des Sportressorts der Münchener Abendzeitung ist seit 2014 Leiter des Sportressorts des Redaktionsnetzwerks Deutschland des Madsack-Verlags. Beide betonten in der Debatte, wie intensiv der digitale Medienwandel die Arbeitsweisen des Sportjournalismus verändern.

    Im Namen der beiden Veranstalter begrüßten Dr. Hans-Ulrich Schneider, Vorsitzender der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung und Prof. Dr. Jens Große, Leiter der FHM in Hannover, zahlreiche Gäste aus der Landespolitik, den Medien sowie vielen weitere Vertreter aus dem Sport, und der Wirtschaft. Neben den beiden ersten Preisträgern wurden bei der Veranstaltung auch die zweiten und dritten Sieger des Journalistenpreises geehrt: Der Hannoveraner Journalist Christian Otto gewann mit einem in der „Stuttgarter Zeitung“ veröffentlichten Portrait des Bundesligaspielers Marcel Schäfer den zweiten Preis. Den dritten Platz erreichte Andreas Safft von der „Landeszeitung für die Lüneburger Heide“, der die Insolvenz eines Lüneburger Traditionsvereins skizzierte. Im Nachwuchspreis gewann Florence Niemann den zweiten Preis mit einem in der „Süddeutschen Zeitung“ veröffentlichen Artikel über eine sehbehinderte Schwimmerin. Den dritten Platz errang Joel Grandke, der in der „Niederelbe Zeitung/Cuxhavener Nachrichten“ eine Serie über einen Kraftsportler  veröffentlichte.    

    Broschüre 2014 mit den Siegertexten