Michael Kunz über seinen Karriereweg und die Bedeutung lebenslangen Lernens
Michael Kunz begann seine Laufbahn als Erzieher und hat sich über Studium und Berufserfahrung bis zum Geschäftsbereichsleiter für Pädagogik und Unternehmenskommunikation entwickelt. Im Interview spricht er über seinen Werdegang, die Rolle seines Studiums an der FHM und warum lebenslanges Lernen für ihn eine zentrale Bedeutung hat.
Hallo Herr Kunz, als was arbeiten Sie heute und wie war ihr beruflicher Werdegang.
Seit drei Jahren arbeite ich als Geschäftsbereichsleiter für Pädagogik und Unternehmenskommunikation an der AcadeMedia Education GmbH, wobei meine Schwerpunkte in den Bereichen Bildung, Qualitätsmanagement und Datenschutz liegen. Zusätzlich bin ich seit Oktober 2022 freiberuflich als Dozent an der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) tätig.
Nach meiner Ausbildung zum staatlich anerkannten Erzieher und dem anschließenden Bachelorabschluss in Sozialpädagogik & Management setzte ich meine akademische Laufbahn mit einem Masterstudium in Berufspädagogik (M.A.) fort. Derzeit bereite ich meine Promotion an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe vor, mit einem geplanten Abschluss in den Jahren 2027/2028.
Wo und in welcher Funktion arbeiten Sie heute?
Die AcadeMedia Education GmbH gehört zur skandinavischen Bildungsgruppe AcadeMedia AB, die aktuell der größte Anbieter für Bildungsformate in Europa ist. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, neue und innovative Unterrichtskonzepte zu entwickeln. Unsere Schülerinnen und Schüler an den allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen sowie die durch uns betreuten Kinder im Elementarbereich profitieren von unserem internationalen Bildungsnetzwerk. Für die AcadeMedia AB arbeiten aktuell fast 20.000 Menschen in allen Geschäftsbereichen, davon ca. 2.500 in Deutschland. Mein Geschäftsbereich ist der AcadeMedia Education in Berlin zugeordnet.
Warum haben Sie sich für ein Studium an der FHM entschieden?
Ich habe meine Studienlaufbahn der Kindererziehung meiner Tochter nachgeordnet und somit nicht die klassischen Prioritäten gesetzt. Da ich davon überzeugt bin, dass lebenslanges Lernen nicht nur möglich, sondern notwendig ist, habe ich das für mich passende Studium, bei dem passenden Anbieter und in der für meine Lebenssituation passenden Form gewählt. Die FHM hat hier klar und mit Abstand gewonnen. Ich bin von dem Modell so überzeugt, dass ich seit zwei Jahren als Dozent selbst zum Erfolg anderer Studierender beitrage.
Wie hat Ihr Studium Sie auf Ihren jetzigen Job vorbereitet?
Ich habe beide Abschlüsse als zentrale Stellen für neuste Informationen rund um meinen Arbeitsbereich verstanden und genutzt. Da ich als Späteinsteiger bereits über Berufserfahrung verfügte, bedurfte es keiner Vorbereitung, sondern des Ausbaus vorhandener Kompetenzen und vorhandenen Wissens. Das erlaubt das Studium sehr gut.
Inhaltlich hat mir das gesamte Studium enorm weitergeholfen. Da ich als Berufspädagoge auch im Rahmen der Ausbildung künftiger Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen tätig bin, hilft mir mein Studium Inhalte aufzubereiten, Informationen adressatengerecht zu vermitteln, Neues zu integrieren und meine Vorlesungen zu strukturieren.
An welche Module erinnern Sie sich besonders und warum?
Insbesondere an Frau Dr. Tournier, die hervorragende Vorlesungen im Bereich der Sozialpädagogik (Methoden und Konzepte) hielt und uns mit praxisnahen Beispielen die Informationen bestens vermitteln konnte. Auch an Herrn Prof. Dr. Brüggemann, der im Modul Berufliche Orientierung mit Witz, Charme und sehr viel fachlichem Input für Interesse und Aufmerksamkeit bei anhaltender Kurzweiligkeit sorgte.