FOMO am Black Friday– wie du der Angst, etwas zu verpassen, entkommst
Kennst du das Gefühl, dass du etwas Wichtiges verpasst, wenn du jetzt nicht auf „Kaufen“ klickst? Dieses unangenehme Ziehen nennt sich FOMO – die Fear of Missing Out. Besonders rund um den Black Friday 2025 schlägt FOMO bei vielen jungen Menschen und Studierenden voll zu. Überall poppen Rabatte auf, Freund*innen teilen ihre Schnäppchen, und du fragst dich: Sollte ich das auch kaufen, bevor es zu spät ist? In diesem Beitrag erfährst du, was FOMO wirklich bedeutet, wie sie mit dem Black Friday zusammenhängt – und wie du dich davor schützen kannst, in die Konsumfalle zu tappen.
Definition
Was bedeutet FOMO?
FOMO bedeutet wörtlich Fear of Missing Out – die ständige Angst, etwas Spannendes zu verpassen. Die FOMO Bedeutung beschreibt das unangenehme Gefühl, dass andere Menschen gerade etwas erleben, besitzen oder erreichen, das du selbst nicht hast.
FOMO ist eng mit sozialen Medien verbunden: Wenn du siehst, wie andere feiern, reisen oder shoppen, entsteht leicht das Gefühl, nicht genug zu erleben oder etwas zu versäumen. Dieses Phänomen betrifft besonders junge Menschen, weil Social Media den ständigen Vergleich mit anderen normalisiert.
Im Alltag
Beispiele für FOMO
FOMO begegnet dir in vielen Lebensbereichen. Hier ein paar typische Situationen, die du bestimmt kennst:
- Social Media: Du siehst auf Instagram, dass Freund*innen auf einem Festival sind, während du zu Hause bleibst. Plötzlich fühlst du dich ausgeschlossen – obwohl du vielleicht gar keine Lust hattest, hinzugehen.
- Studium oder Job: Alle reden davon, dass sie ein Praktikum im Ausland machen oder schon LinkedIn-Profile aufbauen. Du fragst dich, ob du hinterherhinkst.
- Freundeskreis: Eine spontane Party steht an, du bist müde, aber hast Angst, dass du „das Beste“ verpasst, wenn du absagst.
- Technik und Trends: Du liest, dass alle das neue Smartphone oder ein bestimmtes Fashion-Teil haben – und denkst, du brauchst es auch, um nicht „out“ zu sein.
- Streaming & Popkultur: Alle sprechen über die neue Serie, und du fühlst dich ausgeschlossen, wenn du sie noch nicht gesehen hast.
FOMO kann also in ganz unterschiedlichen Formen auftreten – und oft ist sie gar nicht rational, sondern emotional.
Definition
Was ist der Black Friday?
Der Black Friday stammt ursprünglich aus den USA und findet jedes Jahr am Freitag nach Thanksgiving statt. Er gilt als Startschuss für das Weihnachtsgeschäft und ist heute eines der größten Shopping-Events weltweit.
Auch in Deutschland ist der Black Friday längst etabliert. Zahlreiche Online-Shops und Einzelhändler*innen bieten an diesem Tag massive Preisnachlässe an – von Technik über Kleidung bis hin zu Reisen. Oft wird der Aktionstag sogar zur Black Week oder zum Cyber Monday verlängert, damit du noch länger „Schnäppchen“ machen kannst.
Umfrage
Bekanntheit und Nutzung des Black Friday in Deutschland
Die Grafik (Quelle: Statista, 2025)* zeigt die Bekanntheit und Nutzung des Black Friday in Deutschland in den Jahren 2016 bis 2024. Sie basiert auf einer Befragung von rund 1.100 Personen ab 20 Jahren. Während im Jahr 2017 nur 77 % der Befragten den Black Friday kannten, stieg die Bekanntheit bis 2020 auf 95 % und blieb seither konstant hoch (94–96 %). Der Aktionstag ist somit nahezu allen Verbraucher*innen in Deutschland bekannt.
Auch die Nutzung, also der Anteil der Menschen, die tatsächlich planen, am Black Friday reduzierte Produkte zu kaufen, hat sich deutlich erhöht. 2016 lag sie noch bei 16 %, 2020 bereits bei 34 % und erreichte 2023 mit 49 % ihren bisherigen Höchstwert. 2024 gaben 46 % der Befragten an, am Black Friday einkaufen zu wollen – ein leichter Rückgang, aber weiterhin ein hoher Wert.
Impulskäufe am Black Friday
Wie hängen FOMO und Black Friday zusammen?
Der Black Friday ist fast ein Paradebeispiel für die Wirkung von FOMO. Händler*innen setzen gezielt auf psychologische Tricks, um dich zum schnellen Handeln zu bewegen. Dazu gehören:
- Zeitdruck: Countdown-Uhren oder „Nur noch heute verfügbar“-Hinweise
- Verknappung: „Nur noch 3 Stück auf Lager!“
- Social Proof: „Gerade 12 Personen haben diesen Artikel gekauft“
- Exklusivität: „Nur für kurze Zeit für Newsletter-Abonnent*innen“
All diese Taktiken sprechen direkt dein FOMO-Gefühl an. Du willst nicht der oder die Einzige sein, die eine Gelegenheit verpasst – also klickst du auf „Kaufen“, oft ohne groß nachzudenken.
Auf Social Media wird dieser Effekt noch verstärkt. Wenn du siehst, wie andere stolz ihre Black-Friday-Ausbeute präsentieren, fühlst du dich leicht unter Druck gesetzt, selbst aktiv zu werden. Dabei entsteht ein Kreislauf: Du kaufst nicht, weil du etwas brauchst, sondern weil du nicht verpassen willst, was andere haben.
Vorbereitung & Planung
6 Tipps gegen FOMO am Black Friday
Fazit
Bewusst konsumieren statt impulsiv kaufen
FOMO gehört zu den stärksten Emotionen, die unser Konsumverhalten beeinflussen. Gerade am Black Friday 2025 ist sie allgegenwärtig – überall warten Angebote, Rabatte und Countdown-Timer. Doch du musst dich nicht von der Angst leiten lassen, etwas zu verpassen. Wenn du dir bewusst machst, wie FOMO funktioniert, kannst du souverän entscheiden, was du wirklich willst – und was dir nur eingeredet wird.
Am Ende verpasst du nichts, wenn du dich gegen den Kauf entscheidest. Im Gegenteil: Du gewinnst Selbstbestimmung, finanzielle Klarheit und das gute Gefühl, dich nicht manipulieren zu lassen.
FOMO bedeutet nicht, dass du immer etwas verpasst – sondern dass du die Freiheit hast, bewusst zu wählen.
Quellen: HDE. (20. November, 2024). Kennen Sie den Black Friday und planen Sie an diesem Aktionstag im Jahr 20XX reduzierte Produkte zu kaufen? [Graph]. In Statista. Zugriff am 12. November 2025, von https://de.statista.com/statistik/daten/studie/944748/umfrage/bekanntheit-von-black-friday-und-cyber-monday-in-deutschland/