Drittversuch nicht bestanden – und jetzt?
Du hast gelernt, geübt, vielleicht sogar alles andere hintenangestellt – und trotzdem ist es passiert: Drittversuch nicht bestanden. Erst mal fühlt es sich so an, als würde dir der Boden unter den Füßen weggezogen. Aber so hart es klingt: Mit dem Durchfallen ist deine akademische oder berufliche Zukunft nicht beendet. Es gibt Alternativen, die du jetzt kennen solltest.
Kurz & Knapp
Drittversuch nicht bestanden: Alles Wichtige auf einen Blick
- Nach einem nicht bestandenen Drittversuch wirst du in der Regel aus deinem Studiengang exmatrikuliert.
- Für denselben oder ähnliche Studiengänge gilt eine bundesweite Fachsperre an staatlichen Hochschulen.
- Erste Schritte: Bescheid prüfen, Studienberatung kontaktieren, Fristen beachten, ggf. Widerspruch einlegen.
- Möglichkeiten danach: Studiengang wechseln, private Hochschule, duales Studium, Ausbildung, Praktika oder Auslandsaufenthalt.
- Vorteile eines Neustarts: Neue Chancen, passende Studien- oder Berufsrichtung, Anerkennung bereits erbrachter Leistungen möglich.
- Nachteile: Emotionale Belastung, Zeitverlust, Unsicherheit bei der Orientierung.
- Tipp: Lass dich frühzeitig beraten und nimm dir Zeit für eine ehrliche Reflexion deiner Stärken und Ziele.
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Erste Schritte nach dem Durchfallen
Auch wenn dir vielleicht gerade der Kopf schwirrt: Bleib handlungsfähig. Warte zunächst den offiziellen Bescheid ab, denn er enthält alle wichtigen Informationen zu deiner Situation. Danach solltest du zeitnah das Gespräch mit deiner Studienberatung suchen. Dort erfährst du, welche Möglichkeiten dir offenstehen, ob du Widerspruch einlegen kannst und welche Fristen unbedingt einzuhalten sind. Wichtig ist, dass du dir Unterstützung suchst – im persönlichen Umfeld oder durch die psychologische Beratung.
Damit du den Überblick behältst, helfen dir diese Schritte:
Gründe und Reflexion: Warum ist es so weit gekommen?
Bevor du dich auf neue Wege konzentrierst, ist eine ehrliche Reflexion entscheidend. Frage dich:
- War deine Vorbereitung wirklich strukturiert oder eher kurzfristig?
- Hattest du Prüfungsangst, die dich blockiert hat?
- Waren es äußere Belastungen wie Job, Familie oder gesundheitliche Probleme?
- Oder lag es schlicht daran, dass das Fach gar nicht zu dir gepasst hat?
Diese Analyse hilft dir, aus dem „Warum“ zu lernen und bei deinem nächsten Schritt dieselben Fehler zu vermeiden.
Wie du mit der Situation umgehen kannst
Es ist völlig normal, dass dich die Nachricht zunächst überfordert. Gib dir Zeit, die Enttäuschung zu verarbeiten. Wichtig ist aber, dass du nicht in Schuldgefühlen oder Selbstzweifeln stecken bleibst. Sieh die Situation als Wendepunkt, nicht als Endpunkt. Strukturiere deinen Alltag, setze dir kleine, erreichbare Ziele und achte auf dich selbst – ausreichend Schlaf, Bewegung und soziale Kontakte helfen, wieder Stabilität zu finden. Und: Sprich darüber. Ob mit Freund*innen, Familie oder professionellen Stellen – du musst da nicht allein durch.
Welche Möglichkeiten hast du jetzt?
Auch wenn es sich zunächst so anfühlt, als sei alles verloren – das stimmt nicht. Es gibt verschiedene Wege, wie es für dich weitergehen kann. Wichtig ist, dass du deine Optionen kennst und bewusst entscheidest, welcher Weg zu dir passt.
- Studiengang wechseln: Wenn die Fachsperre nur dein aktuelles Fach betrifft, kannst du dich in einem anderen Studiengang einschreiben. Das eröffnet dir neue Perspektiven und vielleicht sogar ein Studienfeld, das besser zu deinen Interessen passt.
- Private Hochschulen: Private Hochschulen wie die FHM unterliegen eigenen Prüfungsordnungen und ermöglichen häufig ein Studium, auch wenn du den Drittversuch an einer staatlichen Hochschule nicht bestanden hast. Es lohnt sich, direkt Kontakt aufzunehmen und die Zulassungsmöglichkeiten zu klären.
- Duales Studium oder Ausbildung: Wenn du praxisnah arbeiten möchtest, können diese Wege eine attraktive Alternative sein. Sie verbinden Lernen und Arbeiten, und du erhältst gleichzeitig wertvolle Berufserfahrung.
- Orientierungsphase: Nutze Praktika, Nebenjobs oder Auslandsaufenthalte, um neue Bereiche kennenzulernen. So findest du heraus, wo deine Stärken liegen und was dir Freude macht.
- Quereinstieg oder Weiterbildung: Über berufliche Qualifikationen, Zertifikatskurse oder Weiterbildungen kannst du dich neu ausrichten und später vielleicht sogar zurück ins Studium finden.
- Neustart mit Anerkennung: Manche Hochschulen – vor allem private – erkennen bereits erbrachte Leistungen an, sodass du nicht komplett von vorn beginnen musst.
Weitere Infos zum Studium an der FHM findest du in unseren FAQs.
Fazit: Ein Rückschlag, aber kein Scheitern
Den Drittversuch nicht zu bestehen, ist ein schwerer Moment. Doch er ist nicht das Ende deiner beruflichen oder akademischen Reise, sondern eine Zäsur. Du hast jetzt die Chance, deine Ziele neu zu definieren, andere Wege zu entdecken und vielleicht sogar etwas zu finden, das besser zu dir passt. Wichtig ist, dass du die Situation annimmst, reflektierst und die vielen Alternativen prüfst, die dir offenstehen.
Disclaimer: Dieser Artikel ersetzt keine professionelle Beratung oder Therapie. Wenn du dich in einer akuten Krise befindest, wende dich bitte umgehend an eine Hilfestelle, den Notruf (112) oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst (116 117).
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