Zukunftsforum Berliner Mittelstand in der FHM

Die Zukunft bietet viele Herausforderungen für unsere Städte. Nahezu alles befindet sich im Wandel: Das Klima auf dem Planeten verändert sich und somit auch die Lebensbedingungen in den Städten. Gleichzeitig zieht es immer mehr Menschen in die Städte. Dabei ist Wohnraum schon längst Mangelware. Das gilt auch – oder besonders für Berlin.

Die Fachhochschule des Mittelstands (FHM) war Gastgeber einer besonderen Veranstaltung: Am FHM-Campus in Berlin fand am Freitag, den 10. Juni das Zukunftsforum unter dem Titel "Berliner Mittelstand" statt. Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit hatte namhafte Gäste zu verschiedenen Panels und zum Austausch in die FHM geladen. Die Frage: Wie können mittelständische Unternehmen Impulse setzen, damit Berlin auch künftig seine Strahlkraft, den Innovationsantrieb und die Attraktivität behält? Und was kann die Politik dazu beitragen?

Nachdem Prof. Dr. Torsten Fischer, Wissenschaftklicher Leiter der FHM Berlin und Prorektor für Internationales, ein paar Worte an die Gäste gerichtet hatte, folgten die offizielle Begrüßung von FHM-Rektorin Prof. Dr. Anne Dreier, welche die FHM vorstellte, und die Keynote-Speech von Sebastian Czaja MdA, Fraktionsvorsitzender der Freien Demokraten im Berliner Abgeordnetenhaus. Im ersten Panel wurde dann zum Thema „Berlin neu gedacht“ diskutiert. Mit dabei waren neben Sebastian Czaja MdA noch Christoph J. Stresing, Geschäftsführer Bundesverband Deutscher Startups, Jessyca Staedtler, Regionalvorsitzende Die Jungen Unternehmer - Regionalkreis Berlin, und für die FHM Prof. Dr. Ingo Ballschmieter, Dekan, des Fachbereichs Wirtschaft, der wertvolle Einblicke in seine Arbeit als Wissenschaftlicher Leiter des Projektes „Open Innovation City“ liefern konnte. Das Fazit von Moderatorin Christine Richter, Chefredakteurin der Berliner Morgenpost danach: „Berlin kann einiges von Bielefeld lernen!“

Auch das zweite Panel war hochkarätig besetzt: Hier diskutierten Susan Friedrich, Vorstandsvorsitzende IMW - Interessenvereinigung Mittelständische Wirtschaft e.V., Christian Wolf MdA, Sprecher für Digitalisierung, Energie, Betriebe und Tourismus der Fraktion der Freien Demokraten im Berliner Abgeordnetenhaus, Christina Teller
Leiterin Commercial (Mittelstandskunden) Nord-Ost, Cisco Deutschland und für die FHM Prof. Dr. Volker Wittberg, Prorektor Forschung & Entwicklung zum Thema „Berlin auf dem Weg zur digitalen Stadt. Die Moderation übernahm ebenfalls Christine Richter. Das Fazit: Bis zur digitalen Stadt ist es in Berlin noch ein weiter Weg, insbesondere im Bereich der Verwaltung. Es gibt gute Ansätze, aber damit die Stadt auch künftig ihre Strahlkraft, ihren Innovationsantrieb und ihre Attraktivität behält, muss an vielen Ecken nachgeschärft werden.

Die Gäste der Veranstaltung waren sich einig: Es gilt öffentliche und private Initiativen zu koordinieren - besonders mittelständische Unternehmen können in diesem Zusammenhang wichtige Impulse setzen. Lokal verwurzelt und trotzdem weltgewandt stehen sie für den notwendigen Aufbruch. Durch das dort gebündelte Knowhow können sie essenziel zur Entwicklung der Stadt beitragen. Dabei ist die Digitalisierung von besonderer Bedeutung. In der Smart City werden Daten erhoben und moderne Technologien genutzt, um Prozesse effizienter zu gestalten und die Lebensqualität der Stadtbevölkerung zu erhöhen. Viele deutsche Städte nutzen bereits die Vorteile der Digitalisierung und heben dabei die Potenziale des Mittelstands.

„Noch ist Berlin bei den meisten Smart City Rankings nicht auf den vordersten Plätzen zu finden. Es war also an der Zeit für eine Bestandsaufnahme“, so Dr. Dirk Assmann, Referent für Innovationsräume und Urbanisierung bei der Friedrich-Naumann-Stiftung, der sich am Schluss für die gelungene Veranstaltung bedankte. Die Friedrich-Naumann-Stiftung bietet auf Grundlage der Idee des Liberalismus Angebote zur Politischen Bildung in Deutschland und in aller Welt.