Von Smart Cities, Smart Industries und Digitalen Zwillingen – FHM-Studierende besuchen ersten landesweiten Digitalkongress in MV

„Digitalisierung“ ist in aller Munde, in Mecklenburg-Vorpommern mutet diese Thematik mancherorts jedoch noch immer einem Fremdwort an. Dieses Denken zu ändern, Gleichgesinnte zu vernetzen und Leuchttürme der Digitalisierung in MV sichtbar zu machen war das Anliegen des ersten landesweiten Digitalkongresses „NØRD 2019“ am 07.11.2019. Unter dem Motto „digitales MV“ konnten zahlreiche Akteure, aber auch Städte und Hochschuleinrichtungen ihre Ansätze zur Förderung der Digitalisierung an insgesamt 6 Standorten in MV vorstellen. Hier darf die Fachhochschule des Mittelstands (FHM) mit ihrer praxisorientierten Ausrichtung und zahlreichen renommierten Projekten zur Digitalisierung nicht fehlen.

Im Modul „Market Intelligence & Consumer Behaviour“ geht es beispielsweise verstärkt um aktuelle Techniken und Technologien zur optimalen Anpassung und Beeinflussung des Kaufentscheidungsverhaltens von Konsumenten – sowohl analog, als auch digital. Das war einer der Gründe, weswegen die Modulverantwortliche Pia Winkler M.A. den Kongress gemeinsam mit den Studierenden des Master-Studiengangs „International Management“ besuchte.

Die Studierenden zeigten sich begeistert von den Unternehmenspräsentationen von Absolute Reality, die mithilfe von Digitalen Zwillingen, Virtual und Mixed Reality das weltweite Arbeiten erleichtern. Die Digitalen Zwillinge der Elbphilharmonie lassen den Kunden bei der Sitzplatzauswahl beispielsweise „direkt“ in den gewählten Sitzplatz schlüpfen und erlauben damit eine erste Probe der gewählten Kategorie. Ein anderer Zwilling zeigte den Hamburger Hafen und erleichterte die Parkplatzsuche für PKW und LKW mithilfe von Virtual Reality.

Ein weiteres Best Practice Beispiel stellten auch die MV Werften vor und präsentierten ihren Weg zur Digitalisierung im Rahmen des Schiffbaus. Mit digital planbaren Kabinen fing das Unternehmen an, digitalisierte jedoch bereits in der Planungsphase verschiedenste Prozesse und konnte so deutlich Kosten einsparen ohne Qualitätseinbußen hinnehmen zu müssen.

Die weiteren Themen drehten sich in Wismar um Smart Cities an den Beispielen von Hagenow, Grevesmühlen und Wismar. Sie wurden auch durch Smart Industries unterstrichen und verdeutlichten damit, dass es auch in Mecklenburg-Vorpommern zahlreiche Initiativen oder Unternehmen gibt, die die Innovationen in diesem Bereich vorantreiben.

Die Studierenden konnten den Kongress damit nicht nur als Wissensquelle nutzen, sondern auch neue Unternehmenskontakte knüpfen. Viele Anregungen werden dabei sicherlich auch wieder in die Lehrveranstaltungen einfließen und können so anschaulich reflektiert werden.

Das Moderatorenteam stimmt auf die Videobotschaft der Ministerpräsidentin Manuela Schwesig ein.

Die Studierenden der FHM bei der Registratur für den Digitalkongress.

Zur Einstimmung startete der Kongress mit einem moderierten Frühstück.

In kurzen Pitches demonstrierte u.a. der Bürgermeister der Stadt Grevesmühlen seine Vorstellung der digitalen Agenda für die Stadt.