Studierende der FHM-Schwerin schlüpfen in Berater-Rolle

Die Fachhochschule des Mittelstands (FHM) ist das Bindeglied zwischen Theorie an der Hochschule und gelebter Praxis aus der Wirtschaft. Aus dem Grund werden die Vorlesungen, Seminare und Lehrveranstaltungen auch oft in Kooperation mit Unternehmen durchgeführt. So wurde auch das Modul „Internationales Marketing-Management“ für die Master-Studierenden des International Management durch die Mitwirkung eines Praxisbeispiels belebt.

Am 11. Juli 2019 stellte Frau Alexandra Oehlke ihr Unternehmen vor. Sie ist Geschäftsführerin und Inhaberin des familiengeführten Hotels FRITZ und leitet parallel dazu die Fahrschule unter dem gleichen Namen. Als Unternehmerin von zwei Betrieben symbolisiert sie den typischen deutschen Mittelstand, der auch durch kleinere Unternehmen mit etwa 20 Mitarbeitern gekennzeichnet ist. Für die chinesischen Studierenden des Master-Studiengangs war dies daher zunächst ein ungewohnter Anblick. Bei der Unternehmensvorstellung stellten sie daher auch gezielt Fragen in Richtung Unternehmensgründung und –führung, was wiederum Parallelen zu den anderen Studienmodulen erlaubte.

Nach der Unternehmenspräsentation hatten die Studierenden dann einen Monat Zeit für ein komplexes Aufgabenportfolio. Neben einer Umfeld- und SWOT-Analyse des Unternehmens, wie auch der Stadt Schwerin, stand vor allem ein neues Marketing-Konzept mit Schwerpunkt auf Social Media und die Prüfung der Internationalisierung des Hotels im Vordergrund. Die Studierenden konnten sich dabei frei entfalten, ihren Ideen waren keine Grenzen gesetzt. Unterstützung bekamen sie dabei jederzeit von der Modulverantwortlichen Pia Winkler M.A.

Diese konnten sie dann am 13. August 2019 auch noch einmal persönlich ausbauen, als sie der Geschäftsführerin ihre Ergebnisse in einer umfangreichen Präsentation vorstellten. Die Nutzung der hauseigenen Obstwiese zur Stärkung der Nachhaltigkeit und zur Verdeutlichung der ökologischen Orientierung des Hotels ergab sich beispielsweise in der Ableitung aus der SWOT-Analyse. Die Verwertung der Äpfel in einem Outdoor-Event zur Verteilung von Smoothies oder Glühwein (je nach Jahreszeit) war daher nur eine von vielen Ideen, die die Studierenden der Unternehmerin mit auf den Weg gaben. „Es waren spannende Ansätze und Vorschläge dabei. Ich werde jetzt intensiv prüfen, was ich alles davon umsetzen kann.“, bedankte sich Frau Alexandra Oehlke nach erfolgreicher Darstellung bei den Studierenden.

Zur Erschließung des chinesischen Zielmarkts reicht es für die Geschäftsführerin jedoch momentan noch nicht. „Die Studierenden gaben einen guten Einblick in den Markt und zeigten die Möglichkeiten zur effektiven Werbung in dem Gebiet.“, bestätigte sie. Die Studierenden und auch Frau Alexandra Oehlke sind sich jedoch einig, dass es ohne sprachkundige Mitarbeiter nicht funktionieren kann. Vielleicht ergibt sich hier im Nachhinein eine Möglichkeit für die Studierenden in dem Hotelbetrieb als Berater im Marketing anzufangen.

Alexandra Oehlke stellt ihre Unternehmen vor.

Als Geschäftsführerin des Hotels FRITZ und der gleichnamigen Fahrschule gibt Alexandra Oehlke den Studierenden Einblicke in die Unternehmensführung.

Die Außen-Darstellung des Unternehmens war Teil der SWOT-Analyse.

Die Studierenden gaben der Geschäftsführerin eine objektive Analyse und konstruktive Vorschläge mit auf den Weg.