Sportverletzungen in der Schulterregion – Drittes großes sportmedizinisches Symposium an der FHM Bamberg

Über 120 Ärzte, Physiotherapeuten, Sporttrainer, Studierende und Interessierte folgten der Einladung von Prof. Dr. Konstantions Karanikas, wissenschaftlicher Leiter der FHM Bamberg, und Prof. Dr. med. Volker Schöffl, die gemeinsam die Leitung des Symposiums übernahmen.

Prof. Dr. med. Volker Schöffl, Leitung des Zentrums interdisziplinäre Sportmedizin der Sozialstiftung Bamberg und Mannschaftsarzt der deutschen Nationalmannschaft Sportklettern, läutete mit seiner Präsentation zu den Themen Schulterluxation, SLAP und Pulley Läsionen die Vortragsreihe ein.

Verschiedene Läsionen der Rotatorenmanschette, also Schädigungen, Verletzungen oder Störungen der anatomischen Struktur einer Muskelgruppe im Schulterberich, erläuterte Dr. med. Popp direkt im Anschluss. Operative Therapiemöglichkeiten standen hier ebenfalls im Fokus der Diskussion.

Als Impingement-Syndrom bezeichnet man in der Orthopädie und Unfallchirurgie eine Beeinträchtigung der Gelenkbeweglichkeit im Schulterbereich. Es entsteht zumeist durch Degeneration oder Einklemmung von Kapseln und Sehnen. Als Folge können Patienten den Arm nicht mehr über Schulterhöhe anheben. Dr. med. Ronny Pfefferkorn betrachtete in seinem Vortrag das Impingement-Syndrom aus der Perspektive eine Klettersportlers, da die Beweglichkeit der Arme gerade hier von vordringlicher Wichtigkeit ist.

Mit Alexander Roth, B.Sc. Physiotherapie, stellte ein Absolvent der FHM Bamberg seine Bachelorarbeit im Rahmen des Symposiums vor. Herr Roth analysierte mithilfe eines EMG Geräts muskuläre Profile ausgewählter Schultermuskeln.

In der folgenden Pause hatten die Teilnehmer Zeit, sich bei Snacks auszutauschen und sich an verschiedenen Ständen über neuartige Heilmittelversorgung bei Schulterverletzungen des Sanitätshauses mediteam oder auch über einschlägige Studiengänge der FHM, wie Physiotherapie oder Medical Sports & Health Management zu informieren.  

Prof. Dr. Konstantinos Karanikas läutete mit seinem Vortrag über Trainingstherapie bei Schultererkrankungen den zweiten Teil des Symposiums ein. Zentrale Frage war hierbei, ob Bewegung und Training bei der Behandlung des Impingement-Syndroms wirksam sein kann. Prof Karanikas erläuterte in diesem Kontext, welche Übungen sinnvoll sind und auf welche Faktoren beim Training geachtet werden muss, um wirksame Ergebnisse zu erzielen.

Während Dr. med. Christoph Lutter und Dr. med. Michael Simon über Verletzungen des Schultereckgelenks und Bizepsmuskelverletzungen referierten, legte Prof. Dr. Michael Kunz, FHM Professor für Präventionsmanagement und Gesundheitsförderung, das Augenmerk auf die Optimierung von Rehabilitationsabläufen bei Schulterpatienten und ging dabei konkret auf gesundheitssystemische Aspekte ein.

Insgesamt können FHM und Sozialstiftung Bamberg auf eine durchweg gelungene und hervorragend angenommene Veranstaltung mit spannenden Vorträgen und intensivem Austausch zwischen Referenten und Publikum zurückblicken. Ein besonderer Dank gilt neben den Teilnehmern und Referenten auch den Unterstützern des Symposiums: mediteam und dem MTV Bamberg e.V. Erste thematische Ideen sind für 2019 bereits diskutiert worden, so dass sich alle Beteiligten bereits auf das nächste Symposium freuen können.

Prof. Dr. med. Schöffl eröffnet das Symposium

Über 120 Teilnehmer folgten der Einladung von FHM und Sozialstiftung Bamberg

Impressionen vom Symposium

Dr. med. Popp berichtet zu Läsionen der Rotatorenmanschette

Diesjähriges Thema: Sportverletzungen in der Schulterregion

Prof. Dr. med. Schöffl und Dr. med. Popp

Prof. Dr. Karanikas erläutert Möglichkeiten der Trainingstherapie bei Schultererkrankungen

Impressionen vom Symposium