Technik, Wirtschaft & 100 Prozent Übergangsquote im Bereich Internationales

Neu im Themenfeld Technologie sind seit einiger Zeit englischsprachige Programme, mit denen die FHM auf dem internationalen Markt punktet. Wir haben mit Prof. Dr. habil. Torsten Fischer, dem Prorektor für Internationales, gesprochen, wie er mit seinem Team den Bereich aufstellt, was die Corona-Pandemie an Änderungen gebracht hat und warum die FHM mit ihren technischen Studiengängen bei interantionalen Studierenden so beliebt ist.

Herr Fischer, wie sind Sie im Bereich Technologie international aufgestellt?

Wir haben im internationalen Bereich einen riesigen Schritt nach vorne gemacht. Der internationale Markt ist für die Wirtschafts- und Technikstudiengänge interessant – wir diversifizieren die Zielgruppen nun noch weiter und entwickeln uns in Richtung eines bilingualen Profils, mit deutschsprachigen und englischsprachigen Programmen. Entstanden ist ein kompaktes Paket aus techniknahen, englischsprachigen Studiengängen: zwei Masterprogramme und darunter angesiedelt ein Bachelorprogramm, alle technologieorientiert, englischsprachig und international.

Welche Programme sind das genau?

Das ist zum einen der Studiengang M.Sc. International Technology Transfer Management, der bereits sehr erfolgreich läuft. In diesem Jahr wird parallel dazu außerdem der neue MBA General Technology Management starten. Dieser ist zurzeit stark nachgefragt, es gab zahl-reiche Bewerbungen. Neben dem M.Sc. International Technology Transfer Management baut sich also ein zweiter starker Master auf, der besonders im Ausland beliebt ist. Und wir führen gerade das Auswahlverfahren für den englischsprachigen Bachelor B.Eng. Management & Technology (B.Eng. Wirtschaftsingenieur) durch.

Was ist das Besondere?

Das Besondere an den Studiengängen ist ihre große Technik- und Technologieorientierung, die neben den Basismodulen mit Wirtschafts-Fokus enthalten ist. Schwerpunkte beim MBA General Technology Management sind unter anderem Data Science, Mobility oder Environmental Studys & Energy – also keine klassischen betriebswirtschaftlichen Themen, sondern Technik und Digitales mit innovativen, zukunftsorientierten Modulen, die zukünftige Führungskräfte qualifizieren.

In welchen Ländern sind die Programme besonders beliebt?

Beides zusammen – das englischsprachige Profil auf der einen und die für die FHM durchaus neue Ausrichtung in Richtung Technologie und Technik – wird in diesem Umfeld belohnt. Hier richten wir uns primär an eine Zielgruppe überall in Asien – gestartet sind wir in Indien, inzwischen sind wir auch in China bekannt, aber es gibt auch Kooperationen zum Beispiel in Vietnam oder Korea. Auch da wollen wir wachsen. Die Weiterempfehlungsquote ist unglaublich hoch. Das zeigt uns, dass die Studierenden zufrieden sind. Das hat sich auch durch die Pandemie nicht geändert.

Warum ist die FHM im Ausland erfolgreich?

Ganz klar, wir sind jetzt seit mehr als 15 Jahren international tätig. Wir sind erfolgreich, nicht nur wegen der inhaltlich passenden Programme, sondern auch wegen der Übergangsquote in die Praxis nach dem Studium. Die FHM hat hervorragende Kontakte in die Wirtschaft, in Unternehmen, die teilweise auch in den Zielländern Indien, China und so weiter aktiv sind. Und auch in den internationalen Programmen legen wir größten Wert auf die Praxisorientierung. Studierende knüpfen während ihres Studiums zahlreiche Kontakte und werden danach gerne eingestellt.

Wie hoch ist denn die Übergangsquote?

Wer an der FHM studiert, hat schon den ersten Schritt auf den deutschen Arbeitsmarkt getan – die Übergangsquote in den internationalen Programmen liegt bei 100 Prozent. Das heißt, alle Absolventen finden den direkten Jobeinstieg, die meisten auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Nur wenige gehen zurück. Wir sind die Hochschule der Hidden Champions, wir bilden Fach- und Führungskräfte für deutsche Unternehmen aus, die Weltmarktführer sind. Das ist ein wichtiges Argument für uns im internationalen Bereich.

Was für Änderungen gab es durch die Pandemie?

Alle Prozesse, die sonst vor Ort im Ausland stattfanden, haben wir in der gleichen Synchronisation während der Pandemie auf online umgestellt. Zum Beispiel zahlreiche Infoveranstaltungen und APS-Prüfungen – bei letzteren auch das ganze Prozedere mit der Botschaft. Früher lief das alles über unsere Agenturen in China, jetzt machen wir das alles von Deutschland aus. Wir sind dadurch überall in den geplanten Zeitschienen geblieben.

Und der Unterricht selbst?

Den Unterricht haben wir dann auch hybrid angeboten – die Vorlesungen fanden in Präsenz in Deutschland statt und wurden hybrid übertragen, so dass die in Indien und China verbliebenden Studierenden auch von ihren Heimat-ländern aus teilnehmen konnten. Die Studierenden saßen also teilweise in indischen Straßencafés, teilweise im Elternhaus in China, teilweise im Vorlesungsraum in Deutschland. Und es hat super funktioniert.