Immatrikulationsfeier Bielefeld

Die staatlich anerkannte, private Fachhochschule des Mittelstands (FHM) hat Anfang Oktober insgesamt mehr als 2.000 neue Studierende immatrikuliert. Damit sind nun zum Studienstart 2020/2021 rund 5.300 Studierende an allen acht Standorten der Hochschule eingeschrieben. In Bielefeld starteten insgesamt rund 350 Ersttrimester in Vollzeit- oder Teilzeitprogrammen, sowie rund 650 Studienstarter im Fernstudium, die am Dienstagvormittag zu einer feierlichen Immatrikulation geladen waren. Neu in Bielefeld sind in diesem Jahr unter anderem der Triale Studiengang Handwerksmanagement, den die FHM in Kooperation mit der Handwerkskammer OWL anbietet und der Studiengang Hebammenwissenschaft, der – bisher einzigartig in Ostwestfalen – Hebammen akademisch ausbildet. 

Rektorin Prof. Dr. Anne Dreier betonte in ihrer Ansprache, dass die FHM den Studienstart auch im besonderen Jahr 2020/2021 pünktlich am 1. Oktober realisieren konnte: „Eine persönliche Atmosphäre, lebendige Vorlesungen, viele Praxiskontakte und ein Studium, das Spaß macht – hierfür steht die FHM auch in der Corona-Zeit.“ Viele Ersttrimester starten an der FHM in den klassischen Bachelor- und Masterstudiengängen, die in Vollzeit, berufsbegleitend oder dual angeboten werden – aber auch das Fernstudium an der FHM Online University war unter den Studienbewerbern beliebt.

 „Studium oder Lehre? Für Generationen von Schulabsolventen waren dies unvereinbare Alternativen“, erklärte Dr. Jens Prager, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer OWL. „Beim Studiengang Handwerksmanagement ergänzen sich akademische und berufliche Ausbildung. Die Lehrinhalte entsprechen den Bedürfnissen von modernen Handwerksunternehmen.“ Die anschließenden beruflichen Perspektiven und Karrieremöglichkeiten im Handwerk seien ausgezeichnet. Die erste Studiengruppe für den Trialen Studiengang Handwerksmanagement besteht aus sieben Studierenden, die eine Karriere als Maurer, Maler- und Lackierer, Tischler, Anlagemechaniker und Bäcker anstreben. In rund fünf Jahren erlangen sie nun mit diesem Trialen Studiengang drei Abschlüsse parallel: Geselle/in und Meister/in im Handwerk sowie Handwerksmanagement Bachelor of Arts (B.A.). Auf dem Lehrplan stehen unter anderem Theorien und Techniken der Unternehmensführung, das Management von Handwerksbetrieben sowie natürlich Grundlagen der Betriebswirtschaft.

Zum Studienjahr 20/21 bietet die Fachhochschule des Mittelstands außerdem als erste Hochschule in der Region Ostwestfalen-Lippe den Bachelor-Studiengang Hebammenwissenschaft an und immatrikulierte eine erste Studiengruppe mit 16 Studierenden – vier davon vom Klinikum Bielefeld, zehn aus dem Kreis Herford und zwei aus dem Kreis Höxter. Kooperationspartner ist unter anderem der Kreis Herford. Landrat Jürgen Müller richtet auf der Immatrikulationsfeier das Wort direkt an die Studierenden:  „Wir freuen uns besonders, dass wir zehn tolle Nachwuchskräfte für unseren Kreis gewinnen konnten, die mindestens für fünf Jahre nach ihrem Studium als Hebammen bei uns arbeiten werden.“ Studiengangsleiterin an der FHM ist seit Anfang Oktober Dr. Cornelia Schwenger-Fink. Sie ist promovierte (Dr. phil.) Pädagogin, Referentin für Prävention sexualisierter Gewalt und Hebamme mit fundierter Erfahrung in der klinischen und freiberuflichen Hebammentätigkeit.

Insgesamt sorgen an der FHM im neuen Studienjahr 95 Professoren für ein optimales Umfeld. Hinzu kommen rund 400 Experten aus der Wirtschaft, die aktuelles Know-how aus den unterschiedlichsten Branchen und aus der Gesellschaft in den (virtuellen) Hörsaal einbringen.

Begrüßten die neuen FHM-Studierenden 20/21: v.l.n.r. Prof. Dr. Walter Niemeier (Prodekan Studium & Lehre FHM), Jürgen Müller (Landrat Kreis Herford), Dr. Jens Prager (Hauptgeschäftsführer Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe), Prof. Dr. Anne Dreier (Rektorin der FHM).

Dr. Jens Prager, Hauptgeschäftsführer Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld

Jürgen Müller, Landrat Kreis Herford

Studierende des neuen Studiengangs Handwerksmanagement mit Dr. Maribel Illig, Geschäftsführerin der Handwerkskammer OWL (ganz rechts) und Prof. Dr. Anne Dreier (ganz links)