Zukunft bauen – warum ressourcenschonendes Bauen immer wichtiger wird

Immer häufiger werden Maßnahmen zur Einsparung von CO² öffentlich diskutiert und gefördert – doch bisher gibt es in dieser Thematik wenig Aufmerksamkeit für den Bausektor. Und das obwohl dieser zu den ressourcenintensivsten Branchen gehört. Rohstoffe in der Baubranche sind knapp – Handwerksunternehmen und Architekten stehen daher vor der Herausforderung, besonders ressourcenschonend zu bauen. Doch was ist überhaupt ressourcenschonendes Bauen? Und wie kann hier eine gewerkeübergreifende Kooperation gelingen? Wer sich für diese Fragestellungen interessiert, der konnte sich am Donnerstag, den 5. März im EcoLut Center in Engelskirchen informieren. Die Fachhochschule des Mittelstands (FHM) Köln und die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) hatten zur Veranstaltung „Zukunft bauen – warum ressourcenschonendes Bauen immer wichtiger wird“ eingeladen.

In zahlreichen spannenden Vorträgen und Workshops gaben Experten aus Wissenschaft und Praxis neue Ansätze und Lösungsvorschläge für ressourcenschonendes Bauen und Sanieren. Auch das Tagungsgebäude selbst war Anschauungsobjekt und Inspiration, denn es wurde aus nachhaltigen Baustoffen aus der Region erstellt. Einen Blick hinter die Kulissen lieferte Kurator Jörg Deselaers, der das Konzept und die Bauweise des EcoLut-Centers vorstellte. Auf einem interaktiven „Marktplatz“ wurden außerdem die verschiedenen Konzepte und Ansätze direkt erlebbar gemacht und unter anderem gezeigt, wie man bereits jetzt Bauteile ressourcenschonend wiederverwenden kann.

In einer Podiumsdiskussion sprachen Verena Exner von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), Prof. Dr. Astrid Kruse, Dekanin für den Fachbereich Medien an der FHM, Ute Dechantsreiter,  Architektin für nachhaltiges Bauen sowie die Geschäftsführerin und Vereinsvorsitzende des Bundesverbandes Bauteilnetz Deutschland e.V. und Diplom-Geologe Klaus Dosch von der Faktor X Agentur darüber, wie man das Thema „Ressourcenschonendes Bauen und Sanieren“ im Handwerk stärken kann.

Die Veranstaltung war Abschluss eines Projektes der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Unter Leitung des interdisziplinären Professorenteams hatten sich Studierende der Fachbereiche Medien, Wirtschaft und Ingenieurswesen in den letzten rund drei Jahren mit Fragestellungen rund um das Thema beschäftigt. 

Weitere Informationen und ein während des Projektes entstandenes Magazin gibt es hier.

von links nach rechts: Prof. Dr. Ralf Brüning, Professor für Betriebswirtschaft/Marketing (Fachhochschule des Mittelstands - FHM), Julia Kaiser, Absolventin der FHM Pulheim B.Sc. Baubetriebsmanagement, Projektmanagerin bei der Faktor X-Agentur der Entwicklungsgesellschaft indeland GmbH, Prof. Dr. Sascha Lord, Wissenschaftlicher Leiter FHM Köln, Professor für Betriebswirtschaft/Marketingmanagement (Fachhochschule des Mittelstands - FHM), Verena Exner, Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), Referat Umweltkommunikation in der mittelständischen Wirtschaft, Prof. Dr. Kornelia Drees, Professorin für Ingenieurwissenschaftliche Grundlagen (Fachhochschule des Mittelstands - FHM), Prof. Dr. Astrid Kruse, Projektleiterin, Professorin für Kommunikationswissenschaft und -controlling (Fachhochschule des Mittelstands - FHM), Prof. Dr. Dr. h.c. Volker Wittberg, Prorektor Forschung & Entwicklung an der Fachhochschule des Mittelstands (FHM), Carolin Meyer, Studierende der FHM Köln B.A. Eventmanagement & Entertainment, Studentische Projektleitung Abschlusstagung