Studierende der FHM erarbeiten neue Konzepte, um den Ressourcenverbrauch bei Neubauten oder Sanierungen zu reduzieren

Über fünfzig Studierende der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) der Standorte Köln, Hannover und Pulheim arbeiten aktuell an einem umfangreichen Nachhaltigkeitsprojekt: „Innovatives berufsbegleitendes triales Studium und gewerkeübergreifende Kooperation im Handwerk zur Stärkung des ressourcengerechten Bauens und der energetischen Gebäudesanierung“, so lautet der Titel des interdisziplinären Forschungsauftrages, den Prof. Dr. Astrid Kruse verantwortet. Dahinter verbergen sich gleich mehrere Ansätze, die Studierende verschiedener Fachrichtungen bearbeiten. Zum einen werden die am Bau beteiligten Handwerksbetriebe für das Thema energie- und ressourcengerechtes Bauen oder Sanieren sensibilisiert. Zum anderen machen sich die Studiengruppen auch Gedanken zu dem Thema Prozessoptimierung bei der gewerkeübergreifenden Kooperation auf den Baustellen. Zusätzlich werden Marketing- und Kommunikationsstrategien in der Branche analysiert und Vorschläge zur Optimierung erarbeitet.

Auch die Wiederverwertung von Baumaterialien (Cradle to Cradle) ist Bestandteil des Projektes. Dahinter steckt die Idee, von Anfang an in kompletten Produktkreisläufen zu denken und auf diese Art erst gar keinen Müll im herkömmlichen Sinne entstehen zu lassen. Passend hierzu veranstaltete das interdisziplinäre Projektteam an der FHM in Köln einen umfangreichen Workshop mit der Architektin Ute Dechantsreiter zu dem Thema „Baukreisläufe Denken – Planen – Bauen.“ Gemeinsam mit der Sanierungsexpertin erarbeiteten die Studierenden in einzelnen Arbeitsgruppen verschiedene Schritte nachhaltiger Bauprojekte. Hierbei ging es um die Identifizierung wiederverwertbarer Bauteile. Die Referentin lobte die sehr engagierte Arbeit der Studierenden. „Ich freue mich über die Energie, die dieses Thema bei den Teilnehmern freisetzt.“An dem Projekt sind die Studiengruppen B.A. Triales Studium Handwerksmanagement, M.A. Crossmedia & Communication Management, B.A. Architektur & Immobilienmanagement sowie B.Eng. Wirtschaftsingenieur – Schwerpunkt Bauwesen beteiligt. Das Forschungsprojekt wird fachlich und finanziell von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) unterstützt.

Bereits zum jetzigen Zeitpunkt wird deutlich, dass die gesamte Thematik in vielen Bereichen eine effizientere Struktur und einen transparenteren Informationsfluss verlangt. An möglichen Lösungen und Vorschlägen zur Verbesserung werden die Studierenden der FHM noch bis zum Sommer 2019 arbeiten. 

Referentin Ute Dechantsreiter (Architektin) im Gespräch mit Prof. Dr. Astrid Kruse (Dekanin Fachbereich Medien) und Prof. Dr. Sascha Lord (Wissenschaftlicher Leiter FHM Köln)

Arbeitsgruppen zum Thema Bauteilidentifizierung

Studierende des B.A. Architektur- und Immobilienmanagement, B.A. Handwerksmanagement trial & B. Eng. Wirtschaftsingenieur