Studie der Commerzbank und FHM zum Zahlungsverkehr in mittelständischen Unternehmen

Von der Excel-Lösung bis zur Profianwendung: mittelständische Unternehmen beim Einsatz von Cash-Management-Systemen heterogen

 

  • Gestiegene Bedeutung: Mehr als Hälfte der Befragten (55 %) nutzt Cash-Management-System
  • (2015 lediglich 36 %), Systeme von Banken vorne
  • Nur ein Viertel der Befragten nutzt Angebote großer Softwarehäuser, App-Anwendungen trotz
  • zunehmender Funktionalität ohne Bedeutung, höhere Sensibilität für Betrugsprävention
  • Dritte Studie der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) zur Liquiditätssteuerung in
  • mittelständischen Unternehmen

Mit gestiegenen Anforderungen im Finanz- und Liquiditätsmanagement nimmt der Verbreitungs- und Professionalisierungsgrad von Cash-Management-Systemen weiter zu. Dies zeigt die dritte Studie der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) in Bielefeld, für die 280 Finanzverantwortliche in  mittelständischen Unternehmen befragt wurden. Mit Blick auf die bisherigen Studien zeigt sich eine  zunehmende Verbreitung von professionellen Cash-Management-Systemen im Mittelstand: Während  2015 nur 36 % der befragten Finanzverantwortlichen über eine leistungsstarke Software zur Optimierung von Zahlungsströmen verfügten, sind es aktuell bereits 55 %. Dabei können sich von Banken angebotene Cash-Management-Lösungen mit 70 % klar am Markt durchsetzen. Nur noch 26 % der Befragten nutzen Angebote von Softwarehäusern, Eigenentwicklungen spielen mit 4 % faktisch  keine Rolle mehr.

Auffällig sind die Unterschiede in der Leistungsfähigkeit und im Nutzungsverhalten der Systeme. Während einige Unternehmen durch einen Mitarbeiter nur ein Konto verwalten, administrieren andere Unternehmen unter Einbeziehung der gesamten Finanzabteilung weltweit ihre Zahlungsströme mit verschiedenen Bankverbindungen. Für den wissenschaftlichen Leiter der Studie, Prof. Dr. Volker Wittberg, ist dies nicht nur das Ergebnis verschieden großer mittelständischer Unternehmen, sondern auch eine Frage von Innovationskraft und Führung: „Es gibt durchaus auch kleinere Betriebe, die Cash-Management-Systeme unter Einbeziehung mehrerer Mitarbeiter vollumfänglich nutzen, etwa wenn die Kontrolle der Zahlungseingänge direkt in der Verantwortung der einzelnen Vertriebsmitarbeiter liegt.“

Gefragt nach der Funktionalität ihres Systems, gaben 83 % der Befragten an, dass sie nur über Computer Zugriff auf ihr Cash-Management-System haben, auf denen das System bereits installiert ist. 22 % der Befragten haben Zugriff auf ihr System mit jedem beliebigen Webbrowser. Mobile  Webanwendungen spielen derzeit noch keine Rolle. 19 % der Befragten können über ihre App Zahlungsvorgänge initiieren und freigeben. Nur 10 % haben über ihre App einen Vollzugriff auf ihr Cash-Management-System: „App-Lösungen haben sich aufgrund ihrer Bedienerfreundlichkeit in vielen Bereichen des Alltags durchgesetzt. Das wird auch vor Cash-Management-Systemen nicht haltmachen, wenn diese hinlänglich sicher sind“, so Frank- Oliver Wolf, Leiter Vertrieb Deutschland Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft der Commerzbank. Die akute Niedrigzinsphase beeinflusst das  Finanzmanagement der Unternehmen kaum. Liquidität wird auf mehrere Konten verteilt und zur raschen Begleichung von Verbindlichkeiten verwendet, auch um Guthabengebühren zu vermeiden – so eines der Reaktionsmuster laut Studie.

Die Bedeutung der Betrugsprävention hat mit 78 % gegenüber dem Vorjahr (71 %) leicht  zugenommen. Insgesamt zeigt sich, dass die Digitalisierung sowie die Verbreitung und der Ausbau der Cash-Management- Systeme Hand in Hand gehen. So gehen zwei Drittel (66,4 %) der Befragten davon aus, dass Digitalisierung zum Ausbau ihres Cash-Management-Systems führen wird. Eine direkte Vernetzung mit der betrieblichen Produktions- oder Dienstleistungserbringung sieht immerhin rund ein Drittel der Befragten: „Die Digitalisierung ist inzwischen auch im Finanzmanagement mittelständischer Unternehmen angekommen, nachdem Sicherheitsvorbehalte immer weiter abnehmen“, ergänzte Wolf.

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Die Fachhochschule des Mittelstands (FHM) wurde im Jahr 2000 vom Mittelstand für den Mittelstand gegründet. Sie bereitet durch anwendungsbezogene Lehre und Studium auf berufliche Fach- und Führungstätigkeiten im In- und Ausland vor. Den Studierenden werden fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse und Methoden vermittelt, die sie befähigen, herausgehobene Aufgaben in der – insbesondere mittelständischen – Wirtschaft und in der Gesellschaft wahrzunehmen. Aktuell sind an der FHM knapp 5.000 Studierende an acht Standorten in Bamberg, Berlin, Bielefeld, Hannover, Köln, Pulheim, Rostock und Schwerin immatrikuliert. Das Studienangebot der Hochschule umfasst klassische Vollzeit-Studiengänge, Teilzeitangebote für Berufstätige und gemeinsam mit der Wirtschaft entwickelte duale und triale Studienmodelle. Hinzu kommen der Bereich des Fernstudiums sowie Zertifikatsstudiengänge im Bereich der wissenschaftlichen Weiterbildung. In Kooperation mit britischen Partneruniversitäten bietet die FHM darüber hinaus ein internationales Promotionsstudium zur Erlangung des Doktorgrades (Dr.) an.