„Mikronährstoffe in der Therapie“ – Positive Resonanz beim zweiten Mikronährstoff-Symposium an der FHM Bielefeld

50 Teilnehmer (Ärzte, Heilpraktiker, Physiotherapeuten, Ernährungswissenschaftler) aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz kamen am vergangenen Freitag, den 8. Juni 2018 zum zweiten Symposium „Mikronährstofftherapie“ an die FHM Bielefeld. Die Resonanz der Teilnehmer fiel dabei sowohl im Bezug auf die Inhalte als auch Referenten positiv aus.Zu den Referenten des zweiten Symposiums zählten: Prof. Dr. Elmar Wienecke (FHM Stiftungsprofessur für Sport, Ernährung und Regulationsmedizin), Dr. med. Kurt Mosetter (Direktor für interdisziplinäre Therapien ZIT in Konstanz, Inititator der Myoreflextherapie) und PD Dr. Burkardt Poeggeler (Fakultät für Biologie und Psychologie der Georg-August- Universität Göttingen).

Leistungsfähigkeit und Kreativität sind kein Zufall. Deshalb fanden sich unter den Teilnehmern auch jene, die beispielsweise beim DFB-Pokalsieger Eintracht Frankfurt aktiv sind, um von den neusten Erkenntnissen und den praxisrelevanten Ergebnissen profitieren zu können. Optimierte Ernährung und individualisierte Mikronährstoffrezepturen führen zu einer gesunden Steuerung und Regulation von komplexen Stoffwechselvorgängen bis hin zur Funktionserhaltung der Gesundheit. Ein „Teufelskreis“ aus verschiedenen Einflussfaktoren wie nicht angepasster Ernährung, mangelnder Bewegung oder Resorptionsstörungen sind nach den Evidenz-basierten umfassenden Studienergebnisse von Prof. Dr. Elmar Wienecke Ausgangspunkte für einen Mikronährstoffmangel und damit für Defizite und Defekte im Energiestoffwechsel des Menschen. Diese können sich in unterschiedlichsten Beschwerden, Symptomen und Krankheiten äußern. Evidenzbasierte „Case Studies“ aus dem Profisport und Alltag zeigen die therapeutischen Effekte einer bedarfsgerechten und gezielten Mikronährstoffrezeptur. Insbesondere die Beeinträchtigung der Schilddrüsenfunktion kann zu einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität führen. Damit verbunden ist unter anderem eine erhöhte Verletzungsanfälligkeit oder das Nachlassen der mentalen und physischen Leistungsfähigkeit durch die vermehrte Beanspruchung körpereigener Proteine wie Muskeln und Knochen. Mit Hilfe moderner Diagnostik und individueller, personalisierter Mikronährstoffzufuhr können Defizite gezielt ausgeglichen und Beschwerden gelindert werden.

PD Dr. Poeggeler stellte in seinen Vorträgen insbesondere die Relevanz des kritischen Hinterfragens der aktuell geltenden Richtlinien und Referenzwerte der Nährstoffzufuhr heraus. Außerdem referierte er über die unterschiedlichen Auswirkungen von Elektrosmog auf die Gehirnaktivität (neueste Studie des sportwissenschaftlichen Instituts der Uni Mainz in der Neurowissenschaft). Handy-Chips reduzieren erhöhte EEG-Gehirnaktivitäten, die durch die ausgesendeten elektromagnetischen Felder der Mobiltelefone verursacht werden.

Im Vortrag von Dr. Kur Mosetter „Die Stressfalle“ ging es um Zucker und Insulin als die größten Stressfaktoren. Emotionaler Stress und Zucker führen zu Verbindungsstörungen, Training hilft den Stress zu reduzieren, da es Insulin abbaut. Stress führt dazu, das man mehr isst, somit wird der Stress mit einem anderen Stress kompensiert. Zucker am Abend ist Gift, da der Körper in der Nacht Fett verbrennt, deswegen ist es zu empfehlen, abends keine Kohlenhydrate aufzunehmen. Das myofasziale System funktioniert als „Inner GPS“ und ist über Eye Tracking messbar. Diese Messung zeigt degenerative Entwicklungstendenzen im Körper auf Jahre im Voraus. Muskeln und Faszien sind als „Tandem“ zu verstehen. Die Muskulatur „spannt“ den Bogen und die Faszien „schießen“ die Bewegung los. Zucker „verbrennt“ die Faszien und verklebt das Gewebe. Daher ist die Ernährung wichtig für die Muskel-Faszien-Gesundheit. Um die Zuckerverbrennung anzuregen und die Insulinrezeptoren zu entlasten sollten durch gezielte Bewegung die Länge der Muskeln und Faszien trainiert werden.

v.l.n.r.: Dr. med. Kurt Mosetter (Direktor für interdisziplinäre Therapien ZIT in Konstanz, Inititator der Myoreflextherapie), Prof. Dr. Elmar Wienecke (FHM Stiftungsprofessur für Sport, Ernährung und Regulationsmedizin), und PD Dr. Burkardt Poeggeler (Fakultät für Biologie und Psychologie der Georg-August- Universität Göttingen)