Job to stay: Sustainable Integration of Low-skilled Refugees into the Tourism Labour Market

Dieses Vorhaben wird gefördert aus den Mitteln der Europäischen Union, Erasmus+
Leitaktion: KA2 – Strategische Partnerschaften (Cooperation for innovation and the exchange of good practices – Strategic Partnerships)

Projektpartner:

  • IHK Projektgesellschaft Ostbrandenburg, Deutschland
  • Formazione Co&So Network, Italien
  • EUROPEAN NEIGHBOURS, Österreich
  • Verbund für soziale Projekte, Deutschland
  • E.N.T.E.R. GmbH, Österreich
  • Association Odyssée, Frankreich
  • Univerza na primorskem – Univerza del litorale, Slowenien
  • Slovene Philantrophy Association for the promotion of voluntary work, Slowenien

Projektwebsite: www.jobtostay-project.eu

Projektbeschreibung:

2015 und 2016 wurden offiziell 2,1 Mio. Asylanträge von Geflüchteten in Europa gestellt. Allein 1,2 Mio. Anträge waren davon an Deutschland gerichtet.
Die Migrationsströme und Asylbewerberprozesse wirken sich gesellschaftlich wie auch ökonomisch auf alle Länder Europas aus, insbesondere auf die Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung, die Arbeitsmärkte und auch auf Organisationen, die mit der Unterstützung und Integration von Asylsuchenden befasst sind. Die Beteiligten sind oft nicht gut vorbereitet, um die Geflüchteten in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Dies liegt oft an mangelnden Sprachkenntnissen und der herrschenden Unklarheit zum Status des Geflüchteten und den damit einhergehenden Rechten auf Arbeit. Geflüchtete sind meist auch nur wenig vertraut mit der Kultur, Gesellschaft und den vorherrschenden Standards im Arbeits- und Alltagsleben. Hinzu kommen fehlende Bildungsabschlüsse oder deren Nachweise, geringe Qualifikationsniveaus und die Schwierigkeiten der Anerkennung vorhandener Abschlüsse.

Während sich zahlreiche Initiativen und Institutionen der allgemeinen Integration Geflüchteter annehmen, sind es insbesondere weibliche Flüchtlinge, die erhebliche Probleme bei der Eingliederung haben. Es braucht spezielle Angebote, um auch weiblichen Flüchtlingen ein „Ankommen“ zu ermöglichen und sie gesellschaftlich, sprachlich wie auch beruflich zu integrieren. Die Tourismusbranche bietet hierfür zahlreiche Anknüpfungspunkte, da hier enormes Wachstumspotential besteht, ein hoher Bedarf an Fach- und Hilfskräften erkennbar ist und seither auch multikulturell besetzt ist.

Ziel des Erasmus+ geförderten Projekts „Job to stay“ ist die Vermittlung bzw. Erlangung relevanter, hoch qualifizierter Fertigkeiten und Kompetenzen für Flüchtlinge, um einen besseren Zugang zu Berufsbildung und Qualifikationen für Alle zu schaffen. Hinzu kommt die Sensibilisierung der Entscheidungsträger auf unterschiedlichen Ebenen. Zentrales Ziel dabei ist es insbesondere weiblichen Flüchtlingen einen Einstieg in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen.

In zwei Jahren sollen auf diesem Weg EQR-basierte Beschreibungen von Qualifikationsprofilen ausgewählter Berufe entstehen. Aufbauend darauf wird ein Bewertungsmodell für diese Profile erstellt, das im Rahmen eines 6-monatigen Arbeitsintegrationsmodells in der Praxis erprobt wird. Das abschließende Green Paper stellt dann alle Erkenntnisse und Ergebnisse des Forschungsprojekts für Anspruchsgruppen und Anwender zur Verfügung.

Laufzeit:

01.10.2017 - 30.09.2019

Kontaktpersonen in der FHM

Wissenschaftliche Projektleitung: Prof. Dr. Ulrike Fergen (fergen@@fh-mittelstand.de)  

Projektmanager: Pia Winkler M.A.  (winkler@@fh-mittelstand.de)