Führungsforschung – Sonderheft der ASU mit Beteiligung der FHM

Führungskräfte können die Gesundheit ihrer Mitarbeiter positiv oder negativ beeinflussen. Wie Führungskräfte agieren, hängt auch von den Rahmenbedingungen in der Organisation ab – von Strukturen, Klima und Organisationskultur. Die Erforschung dieser Rahmenbedingungen steht im Zentrum des Projekts „Führung und Organisation im Wandel“ der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). Erste Ergebnisse des Projekts wurden kürzlich in einem Sonderheft der Zeitschrift für medizinische Prävention (ASU) veröffentlicht. Auch Franziska Pundt, Dozentin der FHM Berlin, ist als Führungsexpertin an dieser Publikation beteiligt.

Das Projekt hat sich zum Ziel gemacht, den Zusammenhang der Rahmenbedingungen von Führung und der Gesundheit der Beschäftigten zu untersuchen. Ein systematischer Literaturreview und die Auswertung repräsentativer Daten weisen auf die große Bedeutung des Organisationsklimas für die Gesundheit von Beschäftigten hin. Die Ergebnisse zu Organisationsstrukturen sind hingegen heterogen und uneindeutig, so dass hier weiterer Forschungsbedarf steht. Da das bloße Vorhandensein potenziell gesundheitsförderlicher Strukturen (z.B. Gesundheitsförderung) zunächst nicht mit Gesundheit der Beschäftigten zusammenhängt, ist eine zu klärende Frage, inwieweit diese Strukturen durch ein förderliches Organisationsklima zu „gelebter Praxis“ werden können.

Open Access - Nachzulesen unter: https://www.asu-arbeitsmedizin.com/heftarchiv/ausgabe-sonderheft-2020