FHM gewinnt neuen Kooperationspartner für das EU-Projekt Experiencing Augmented Reality on Cultural Heritage Applications in iVET (CultApp)

Das EU-geförderte Projekt „Experiencing Augmented Reality on Cultural Heritage Applications in iVET“ (kurz: CultApp) der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) Bielefeld beschäftigt sich seit November 2018 mit der Frage, wie man insbesondere jungen Menschen Kulturobjekte näherbringen kann. Im Rahmen dieses Projektes kamen am 9. Mai 2019 die FHM-Projektverantwortlichen Professor Jochen Dickel und Olga Zubikova mit Lehrern und Schülern vom Regionalen Beruflichen Bildungszentrum Müritz in Waren (Mecklenburg-Vorpommern) zusammen. Gemeinsam diskutierten sie über Fragen wie: Wie ist der aktuelle Kompetenzstand von Berufsschullehrern und -schülern bezüglich Augmented Reality (AR)? Wie kann AR zu einem unterhaltsamen und nachhaltigen Erleben der europäischen Kulturgüter beitragen? Welche Kompetenzen werden bei Lehrern und Schülern benötigt, um attraktive AR-Projekte zu entwickeln und umzusetzen?. Das RBB Müritz mit Birgit Köpnick an der Spitze beobachtet die Projektentwicklung seit Beginn und hat sich gerne bereit erklärt, Einblicke in den Berufsschulunterricht zu geben und in die spätere Pilotierungsphase einzusteigen.

„Die zunehmende Digitalisierung der Arbeitswelt macht es notwendig, innovative Projekte für Jugendliche in die Ausbildung und den Unterricht einzubinden. Unsere Lehrer stellen sich dieser Verantwortung und den damit verbundenen Anforderungen. Das Projekt ‚CultApp‘ ermöglicht sowohl Lehrern als auch Schülern, ihre Medienkompetenz zu erweitern, mit und von anderen zu lernen und dabei in einen interkulturellen Austausch zu gehen. Auf die Produkte der Schüler können wir alle gespannt sein“, freut sich Birgit Köpnick.

Während der Gruppendiskussionen wurden viele aufschlussreiche Erkenntnisse gewonnen. Beispielsweise stellte sich heraus, dass die Lehrer sich schon lange Gedanken zum gekonnten Einsatz von digitalen Medien und mobilen Geräten im Unterricht gemacht, einige Szenarien erprobt und dabei sowohl Chancen wie Förderung der Kreativität und individualisierten Lernens aber auch Risiken wie unzureichende Gruppenarbeit oder fehlende Motivation festgestellt haben.

Auch die Schüler zeigten sich der neuen Technologie gegenüber sehr offen und neugierig und freuten sich insbesondere auf die Möglichkeit, sich an einem internationalen AR-Projekt zu beteiligen. Auf mögliche Herausforderungen, wie die virtuelle Zusammenarbeit oder die Kommunikation auf Englisch mit den Gleichaltrigen aus verschiedenen EU-Ländern, bereiten die Schüler sich bereits vor.

Parallel werden weitere vergleichbare Fokusgruppen mit Lehrern und Schülern in Italien, Griechenland, den Niederlanden, Polen und Bulgarien durchgeführt. Basierend auf den Ergebnissen dieser Gruppendiskussionen wird das CultApp-Team in den nächsten Monaten ein maßgeschneidertes Online-Trainingsprogramm für Lehrer entwickeln. Dieses Programm soll sie dazu befähigen, AR im Unterricht pädagogisch sinnvoll einzusetzen und dabei bei Schülern das Bewusstsein für das europäische Kulturerbe zu fördern.

Gefördert wird das Projekt aus Mitteln der Europäischen Union, Erasmus+ Programm Strategische Partnerschaften in der Berufsbildung.

Weitere Informationen zum Projekt gibt es unter www.cultapp.eu

Schüler und Lehrer vom RBB Müritz sind stolze Partner von CultApp.

Jochen Dickel moderiert die Diskussion mit RBB-Schülern zum AR-Einsatz.