Corona-Update

zum Studienbetrieb und Campusleben der FHM

#westayconnected - virtuelles Campusleben

Informieren, bewerben, studieren - an der FHM läuft der Studienbetrieb auch in der Corona-Krise weiter

Wir sind auch und gerade jetzt für Sie da! Die FHM hat schnell auf die aktuelle Situation reagiert und gleich zu Beginn als eine der ersten deutschen Hochschulen den kompletten Vorlesungsbetrieb schnell und unkompliziert auf die Onlinelehre umgestellt. Alle Studierenden werden nun über die hochschuleigene FHM Online-University unterrichtet, das Studium kann ohne Zeit- und Qualitätsverlust weitergehen. Auch die Studienberatung und die Bewerbung laufen zu den normalen Zeiten und Terminen online weiter. We stay connected!

Interview mit der Hochschulleitung zum Studium in der Corona-Krise

FHM-Profs zur Corona-Krise


Kostenlose Online-Sprechstunde für Lehrkräfte: »Hilfe! - Ich bin plötzlich Online-Lehrer«
Auch Sie stehen plötzlich vor der Herausforderung, Ihre Schulklassen ab sofort im virtuellen Klassenzimmer zu unterrichten? Um dieses Wissen auch mit Ihnen als Lehrer oder Dozent im Bildungssektor zu teilen, findet in den kommenden Tagen eine regelmäßige Online-Sprechstunde statt. Diskutiert werden alle Fragestellungen rund um Technik, Methodik und Didaktik zum Gelingen von Online-Lehrveranstaltungen. Das Angebot ist offen und kostenfrei.  >>Online-Termine<<

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Corona zeigt Chancen digitaler Zusammenarbeit und ermöglicht Erfahrungen mit der Arbeitswelt 4.0
Seit Jahren wird deutlich, dass viele Unternehmen in Punkto flexibler Arbeit und Digitalisierung der Zusammenarbeit hinterherhinken. In Zeiten von Corona wird dies umso deutlicher. Arbeitswelt 4.0 beinhaltet vernetztes, digitales und flexibles Arbeiten. Wer jetzt kein Homeoffice anbieten kann und in der Lage ist, virtuell zu kommunizieren oder Dienstleistungen zum Teil auch digital anzubieten, ist klar im Nachteil und erfährt Einkommensverluste.

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Seit Jahren wird deutlich, dass viele Unternehmen in Punkto flexibler Arbeit und Digitalisierung der Zusammenarbeit hinterherhinken. In Zeiten von Corona wird dies umso deutlicher. Arbeitswelt 4.0 beinhaltet vernetztes, digitales und flexibles Arbeiten. Wer jetzt kein Homeoffice anbieten kann und in der Lage ist, virtuell zu kommunizieren oder Dienstleistungen zum Teil auch digital anzubieten, ist klar im Nachteil und erfährt Einkommensverluste.

Es gewinnen die Unternehmen, die auch in Corona-Zeiten digitale Helpdesks anbieten können, Schulungen oder Beratungen virtualisieren können, Zusammenarbeit von Mitarbeitern oder auch Entwicklungen von Produkten digital über Plattformen bewältigen können, Online-Shops haben oder virtuell mit Kunden kollaborieren können und die ihre klassischen Büroordner bereits durch gute digitale Dokumentenmanagementsysteme ersetzt haben. Selbstverständlich lässt sich (noch nicht) jede Tätigkeit virtualisieren oder durch digitale Technologie unterstützen, aber in vielen Bereichen zeigen sich deutliche Potenziale und auch Chancen der virtuellen Zusammenarbeit.

Das Misstrauen gegenüber dieser Form der Zusammenarbeit ist jedoch immer noch groß. Unternehmern und Führungskräften fehlen vielfach Erfahrungswerte. Die Folge davon ist, dass, wie immer bei Unsicherheit, das Bedürfnis nach möglichst noch mehr Kontrolle besteht. Im Rahmen der Arbeitswelt 4.0 steht jedoch ein Begriff im Vordergrund: Vertrauen!

Corona ist gerade jetzt auch eine Chance für Unternehmen digitale Arbeitswelten auszuprobieren. Durch diese schwierige Situation der Pandemie entsteht weltweit ein wunderbarer Übungs- und Experimentierraum für vernetzes, digitales Arbeiten. Nie zuvor gab es so viel Raum und Akzeptanz dafür, zu testen, welche Meetings gut oder sogar besser virtuell funktionieren und welche besser in Präsenz stattfinden sollten, wie oft eine Anwesenheit im Büro sinnvoll ist und wer gut im Homeoffice arbeitet und welcher Typ Mitarbeiter lieber im Büro sein würde. Niemals zuvor konnten Mitarbeiter in einer solch steilen Lernkurve ihre digitalen Kompetenzen durch erfahrungsbasiertes Learning by Doing erweitern. Niemals zuvor wurde deutlich, welch hohen Einsparpotenziale ggf. durch weniger benötigten Büroraum, geringere Reisekosten, usw. entstehen können. Und zu keinem anderen Zeitpunkt gab es die Möglichkeit, zu prüfen, ob wirklich generalistische Aussagen zur erhöhten Gefahr von Mehrarbeit in Homeoffices oder der Gefahr der Selbstausbeutung getroffen werden können, oder ob dies nicht zum großen Teil von der vorherrschenden Kultur in den einzelnen Unternehmen abhängt – unabhängig vom Arbeitsort.

Unternehmen tun sich nach wie vor schwer, Präsenzkulturen aufzugeben. Wie auch der Mensch verschiedene evolutionäre Stufen durchläuft, durchlaufen auch Unternehmen verschiedene Stufen der Entwicklung. Dies bedingt auf jeder Stufe eine Veränderung bestehender Verhaltensmuster, insbesondere bei Führungskräften. Derzeit stehen wir vor einer besonderen Herausforderung: Wir müssen um flexibel, schnell und innovativ auf unvorhergesehene Situation reagieren zu können, starre Hierarchien auflösen und Menschen mit unterschiedlichen Kompetenzen zusammenbringen, um Probleme zu lösen, die bisher noch nicht bekannt waren und wozu keine Lösungen existieren. All dies in hoher Geschwindigkeit, ohne lange Entscheidungswege. Mit bisherigen Führungskulturen und reinen klassischen hierarchischen Organisationen entsteht hier eine klare Grenze. Nein, wir müssen nicht alles agil machen und wir müssen auch nicht alle klassischen Organisationen auflösen, aber gerade die Situation jetzt zeigt uns: Wir brauchen beides! Effiziente klassische Strukturen und agile und innovative Strukturen gleichzeitig und in Ergänzung zueinander wie auch zur gegenseitigen Befruchtung. Dies gelingt jedoch nur durch ein Umdenken vor allem bei Führungskräften. Arbeitswelt 4.0 gelingt nicht durch den Einsatz von Technologie. Arbeitswelt 4.0 gelingt durch den Einsatz von Technologie plus einer veränderten Organisations- und Führungskultur. Wir brauchen nicht nur das „Machen“ in Form von agilen Arbeitsweisen, virtuellen Systemen, Tools und Methoden, wir brauchen ein entsprechendes Denken oder ein Mindset bei Entscheidern.

Viele Unternehmen sind bis heute noch so genannte „Experten-Organisationen“ oder „Achiever-Organisationen“. Experten führen immer noch nach dem Top-Down-Prinzip und auf Basis ihrer fachlichen Kompetenz. Die Organisation ist demnach hierarchisch aufgebaut, entschieden wird von „Oben“ nach „Unten“, wobei Führungskräfte in den oberen Hierarchiestufen sich auf ihr Erfahrungswissen verlassen und annehmen, sie könnten mit diesem Wissen alle Herausforderungen in der Zukunft meistern. „Expert“-Führungskräfte gehen hier von einer planbaren Zukunft aus.

Die VUCA-Welt, die gerade durch Corona noch verschärft wird, zeigt aber, die Zukunft ist ungewiss, unplanbar und wir müssen schnell auf aktuelle Herausforderungen reagieren. Erfahrungswissen der Vergangenheit ist kein Garant mehr dafür, dass es geeignet ist, neuartige Probleme zu lösen. Dafür brauchen wir Flexibilität und vielfach interdisziplinäres Denken.

Viele Unternehmen haben bereits aufgrund der zunehmenden Globalisierung erkannt, dass Expertenwissen für die Führung nicht mehr reicht. Sie setzen auf das Führen von möglichst motivierenden Zielen. „Achiever-Führungskräfte“ setzen Ziele, lassen Mitarbeiter aber selbstständig arbeiten und haben den Kunden im Blick. Wenn es Probleme gibt, schreiten sie jedoch ein und übernehmen notfalls das Ruder. Auch diese Führungskräfte gehen davon aus, dass sie die Welt immer noch einschätzen können und dass strategische, langfristige Planungen noch funktional sind. Wir sehen jedoch gerade: Ein kleiner Virus kann sämtliche strategische Planungen obsolet machen.

Hoch entwickelte Organisationen haben mittlerweile verstanden, dass die Entwicklungen in der Welt und auf den Märkten uneindeutig sind und gleichzeitig Veränderungen mit hoher Geschwindigkeit stattfinden. Erschwerend kommt hinzu, dass viele Aktivitäten untereinander vernetzt sind. Planungen können damit nur für überschaubare Abschnitte vorgenommen werden und ggf. schnell wieder komplett verändert werden. Diese Organisationen haben „Catalyst“-Führungskräfte. Diese nutzen die Fähigkeiten und das Wissen ihrer Mitarbeiter, um schnell zu neuen Lösungen zu kommen. Sie lassen diejenigen entscheiden, die sich am besten mit einem Problem auseinandergesetzt haben und lassen ihnen große Freiheiten. Führungsskräfte übernehmen hier koordinative und motivierende Aufgaben. „Catalyst sind Enabler“. Sie machen Mitarbeiter stark und stellen ihr Ego in den Hintergrund. Sie sind erfolgreich, weil sie andere erfolgreich machen. Transparenz wird dabei durch die konsequente Dokumentation von Arbeitsschritten in verschiedenen Systemen hergestellt.

Diese Art von Flexibilität, die ein schnelles und angepasstes Reagieren auf unvorhersehbare Entwicklungen wie Corona ermöglicht, wird derzeit zum Erfolgskonzept. Unternehmen, die bereits gelernt haben, Mitarbeitern zu vertrauen, Ihnen Freiraum für Kreativität und Lösungsfindung zu geben, Teams interdisziplinär aufzustellen und gleichzeitig virtuell vernetzt zur arbeiten, haben derzeit einen klaren Vorteil.

Und bei denen, die jetzt gerade anfangen, wird vielerorts deutlich: Die Mitarbeiter arbeiten ja doch und das auch im Homeoffice. Manchmal sogar effektiver als je zuvor. Und wenn dann mal Systeme abstürzen, befinden sich bestenfalls alle Informationen in der Cloud.


Erfahrungsbericht: So lief die Umstellung auf Onlinelehre an der FHM
An der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) bieten wir einige Studieninhalte bereits seit dem Jahr 2005 in der Onlinelehre an und können dementsprechend auf 15 Jahre Erfahrung zurückgreifen. Ich bin seit dem Jahr 2002 Professor an der FHM und habe den Prozess der Einführung von E-Learning mit synchronen Plattformen von Anfang an miterlebt und mitgestaltet. Im Laufe der Jahre wurde der Einsatz immer umfangreicher und ist heute Teil aller berufsbegleitenden Studiengänge der FHM. Natürlich findet auch das Fernstudium und die Online- University in der Onlinelehre statt.

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Alle ziehen an einem Strang

Wir alle wurden von den Ereignissen und der Corona-Krise überrascht, aber dank unserer Erfahrung im Bereich Onlinelehre hat die Umstellung wunderbar funktioniert. Die FHM hat in den vergangenen Jahren kontinuierlich bei den virtuellen Räumen nachgelegt, um den Bedarf zu decken, aber zu Beginn der Umstellung der Lehre auf 100% Online durch die Corona Pandemie in der letzten Woche wurde der Online- Bereich nochmal um 50 zusätzliche virtuelle Räume auf jetzt 200 virtuelle Räume aufgestockt, in denen jetzt parallel die Vorlesungen laufen. Und es läuft tatsächlich alles relativ reibungslos! Meine Erfahrung ist, dass die Studierenden toll mitziehen und hochmotiviert sind und sehr präsent von zuhause aus dabei sind. Auch die Dozenten und die Lehrenden sind hochmotiviert. Wir bieten über das hochschuldidaktische Zentrum der FHM regelmäßig Schulungen zur Onlinelehre für die Lehrenden an und haben das in den vergangenen Wochen aufgrund der Situation noch intensiviert. Ich habe mehrere Dozenteneinführungen durchgeführt, die von den Kollegen wirklich sehr gut angenommen wurden. Die Bereitschaft und das Interesse waren unglaublich groß.

Große Präsenzdisziplin der Studierenden

Onlinelehre ist wie gesagt im Bereich des Teilzeitstudiums und im Fernstudium sowie in der Online- University der FHM seit Jahren eingeführt und alltägliche Praxis. Für Teilzeitstudierende in diesen Bereichen, die ja auch noch in Vollzeit berufstätig sind, ist es besonders wichtig, dass die Veranstaltungen verlässlich angeboten werden, da diese Studierende immer eine sehr enge Zeittaktung haben. In dieser Woche unterrichte ich zum Beispiel eine Studiengruppe aus dem Bereich Wirtschaftsingenieurwesen. Wir alle sind jetzt täglich gemeinsam in der Onlinelehre. Bereits jetzt lässt sich sagen: Die Motivation der Studenten ist sehr gut und die Online-Veranstaltungen sind sehr lebendige und produktive Veranstaltungen. Diese Online-Veranstaltungen zeichnen sich durch alle didaktischen Methoden aus, die wir auch aus der Präsenzlehre kennen wie: Vorträge und intensive Diskussionen, Übungen, Präsentationen durch die Studierenden, Gruppenarbeiten und sie werden zusätzlich noch bereichert durch die Integration einer großen Breite von Online Medien, die ja in dieser Form anders als in der klassischen Präsenzlehre ohne Medienbruch eingebunden werden können.

Moderne technische Hilfsmittel

Bei so vielen Stunden im virtuellen Lernraum am Tag kann man sich vorstellen, dass es besonders wichtig ist, die Onlinelehre praxisnah, lehrreich und abwechslungsreich zu gestalten. Mit unseren technischen Mitteln funktioniert das sehr gut. Wir haben verschiedene Möglichkeiten, zum Beispiel arbeiten wir in Videokonferenzen, wo Lehrende und Lehrende sich hören und sehen können. Wie auch in der Präsenzlehre üblich, kann man im virtuellen Raum zum Beispiel PowerPoint-Präsentationen, und viele Formen von Medien sowie auch Videos hochladen und in den Lehrprozess integrieren. Auch der schnelle Wechsel zu weiteren online verfügbaren Mitteln ist unkompliziert und fließend möglich – zum Beispiel die Einbindung von Online-Ressourcen wie YouTube Videos oder Illustrationen zu bestimmten Themen, zu denen wir ad hoc Visualisierungen aus dem Internet laden. Wir führen auch schnelle Abstimmungen und Umfragen im virtuellen Raum durch, die als didaktisches Mittel in der Lehre eingesetzt werden. Wir können außerdem immer wieder vom Plenum in die Gruppenarbeit wechseln – dafür kann ich den virtuelle Raum in verschiedene Untergruppen aufteilen, in denen die Studierenden dann in Kleingruppen unter sich sind und zum Beispiel 15 Minuten Zeit zur Erarbeitung eines gemeinsamen Ergebnisses bekommen. Ich als Dozent kann zwischen diesen Räumen und den Gruppen wechseln, überall teilnehmen, schauen, ob es Fragen gibt und nach der Phase der Gruppenarbeit diskutieren wir dann die Ergebnisse im Plenum. Diese Formen der Gruppenarbeit geben uns die Möglichkeit, das problemorientierte Lernen als didaktisches Format besonders zielführend einzusetzen.

Beispiel Dokumentenkameras

Ich persönlich arbeite besonders gerne mit Dokumentenkameras – ich habe während der Onlinelehre zwei Kameras in Betrieb, einmal am Laptop, so dass die Studierenden mich sehen können, und einmal eine Dokumentenkamera. Das ist eine Webcam auf einem Stativ, dort sehen die Studierenden was ich schreibe – wie an einer Tafel oder einem Whiteboard in der Präsenzlehre. Den pädagogischen Effekt daran schätze ich sehr. Ich lasse die Studierenden durch die Visualisierung auf Papier teilhaben an der Entstehung eines Gedankens. Das ist besonders wichtig bei mathematischen oder ingenieurwissenschaftlichen Themen. Im übertragenen Sinne hole ich die Studierenden dadurch zu mir an den Schreibtisch, sie schauen mir sozusagen über die Schulter. Die Blätter werden nachher gescannt und über das TraiNex zur Verfügung gestellt, so dass die Studierenden alles zur Klausurvorbereitung schriftlich beisammenhaben.

Ich habe jetzt nach einer Woche intensiver Onlinelehre die Studierenden gefragt, wie Ihnen diese geballte Ladung des online Lernens und Lehrens gefallen hat und sie alle waren von der Art des Unterrichts sehr angetan.

Hohe Intensität

Eine weitere Erfahrung ist noch zu berichten. Onlinelehre ist sehr intensiv. Das gilt sowohl für die Studierenden als auch für die Lehrenden, die ja viele Prozesse gleichzeitig im Blick haben müssen. Sie müssen sich auf Ihre Inhalte konzentrieren, müssen die Meldungen und Interaktionen der Studierenden im Blick haben, müssen die Technik gut beherrschen und oftmals simultan auf vieles gleichzeitig reagieren und nebenbei auch noch den roten Faden nicht verlieren, so dass der Unterricht eine lebendige und lehrreiche Veranstaltung wird. Das kostet viel Kraft und man muss darauf achten, dass ausreichend Pausen eingelegt werden.

Ich erlebe die Intensität der Online-Veranstaltungen auch dadurch, dass wir tatsächlich effektiver den Lehrstoff durcharbeiten.

Anforderungen an Lehrende

Die Anforderungen an die Lehrenden sind in der Tat in der Onlinelehre besonders hoch. Denn auf der einen Seite muss die Technik reibungslos funktionieren. Damit allein ist aber noch nicht viel gewonnen. Als Dozent muss man auch gut vertraut sein mit der Technik und den Studierenden oftmals auch bei technischen Problemen helfen können. Dazu ist es wirklich wichtig, auch mit der Handhabung der Software gut vertraut zu sein, denn man hat in einer Lehrveranstaltung keine Zeit, sich mit technischen Fragen allzu lange herumzuschlagen. Aber auch wenn das gegeben ist, ist noch nicht allzu viel gewonnen. Um eine Online- Veranstaltung lehrreich und unterhaltsam zu gestalten muss man die mediendidaktischen Möglichkeiten, die sich in virtuellen Räumen ergeben, kennen und sie auch gut beherrschen. Man merkt also, dass mit der Onlinelehre ganz neue Anforderungen an das Qualifikationsprofil von Lehrenden gestellt werden. Das ist ein Bildungsprozess, auf dem wir an der FHM, Studierende und Lehrende gemeinsam schon wirklich sehr weit fortgeschritten sind.


Eine kleine psychoanalytische Charakterkunde des Social Distancings
Aus der Psychoanalyse und Tiefenpsychologie wissen wir, dass Menschen auf Herausforderungen, wie aktuell auch dem Social Distancing aufgrund ihrer Persönlichkeit unterschiedlich reagieren. 

Am wenigsten von der Krise emotional tangiert scheint dabei die schizoide, d. h. die Nähe vermeidende Persönlichkeit. Da diese von jeher sozial distanziert und kühl Beziehungen unterhält, fühlen sich diese in ihrer Angst vor Nähe durch die Krise bestätigt: Sie brauchen sich für ihren Rückzug nicht mehr schuldig zu fühlen. Jetzt ist es sozial anerkannt, sich sozial zu isolieren.

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Während der zwanghafte und hysterisch strukturierte Mensch seine sonst als problematisch erlebten Verhaltensmuster in der Corona-Krise erstmal als normal erlebt (häufiges Händewaschen wird empfohlen, alle um einen herum sind emotionalisiert) leiden andere Persönlichkeiten anders unter der sozialen Isolation. 

Der sog. depressiv strukturierte Mensch fürchtet ständig den Liebesverlust und kümmert sich deswegen primär um andere, weswegen er hierfür die ständige Anerkennung des anderen benötigt. Fehlt diese, erlebt er sich als nicht liebenswert. Aktuell beobachten wir, dass ein Teil dieser depressiv strukturierten Menschen in der Corona-Krise besonders unter der sozialen Isolation leidet und ein depressives Erleben fördern kann. Ihnen fehlt die soziale Anerkennung, die sie so dringend bedürfen. Ein anderer Teil gelingt es seinen Altruismus in neue Bahnen zu kanalisieren und wertvolle Hilfsbeiträge für das Gemeinwesen in der Krise zu leisten.

Die emotional-instabile Persönlichkeitsstruktur (Borderline) hat bereits im normalen Leben große Schwierigkeiten Nähe und Distanz entsprechend zu regulieren. Unter dem Druck des Social Distancings kann es - möglicherweise in beengten häuslichen Verhältnissen - zu starken Impulsdurchbrüchen und Gefühlsreaktionen kommen. Auch neigt diese Persönlichkeit zu Spaltungsvorgängen , also zu einem Schwarz-Weiß-Denken, das z.B. dazu neigt zwischen einem „wir“ vs. „ihr“ pauschal zu trennen. Vor diesem Hintergrund kann ein von „oben“ verordneten Social Distancing zusätzlich heftigen Ärger und Wut auf „die da oben“ auslösen und die Akzeptanz des Social Distancings stark gefährden. 

Beim narzisstisch strukturieren Menschen sind vielfältige Formen der Bewältigung des Social-Distancings denkbar, wie z.B. der gekränkte Rückzug auf sich selbst, durch übermäßiges digitales Zurschaustellen in Sozialen Netzwerk  oder destruktives Entwerten anderer Bevölkerungsgruppen oder Länder.

Die Krise als Chance:

Eine besonders progressive Form mit Social Distancing umzugehen, ist es mit der Realität, die man erstmal nicht verändern kann, aktiv gestalterisch umzugehen.

Kreative Beispiele hierfür sehen wir in diesen Tagen vielfältig: Menschen produzieren von zu Hause kreative Podcasts oder humorvolle Filme zum Thema zu Hause-bleiben oder Homeoffice, digitale Flashmobs werden kollektiv an der offenen Fensterbank veranstaltet und Hochschulen – wie z.B. die FHM- setzen ihren Lehrbetrieb vollständig auf online-Lehre um uvm.

Social Distancing kann letztlich für den Menschen jedweder Persönlichkeit eine Chance bedeuten, sich weiterzuentwickeln: Die Konflikte z. B. mit dem Partner können dann nicht mehr wie sonst durch Entfliehen in auswärtige Arbeit überspielt werden. Die Menschen begegnen einander zu Hause mehr, als früher.

Auf menschlicher Ebene kann also in der Krise und dem Social Distancing für jede Persönlichkeit eine noch unerkannte psychologische Entwicklungsaufgaben und Chance für ein neues Miteinander verborgen sein.


Unser soziales Gehirn braucht ein Gegenüber:
die Schwierigkeit des „Social Distancing“ aus Sicht der Psychologie und Hirnforschung

Wenn man es einmal technisch ausdrücken möchte, sind wir Menschen sozusagen für den sozialen Umgang mit anderen „verdrahtet“. Unser Gehirn ist ein soziales Gehirn, das uns ein Leben in großen und komplexen sozialen Netzwerken ermöglicht. Wir pflegen mit verschiedenen Menschen ganz unterschiedlich intensive Beziehungen, und gehen mit unserem Lebenspartner z.B. anders um als mit unseren Eltern, Kindern, oder mit der Postbotin.

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Die Hirnforschung aus über 20 Jahren zeigt, dass wir über verschiedene Systeme aus Hirnregionen verfügen, die auf die Deutung sozialer Signale eingerichtet sind, die andere Menschen aussenden: Verhalten, Mimik, Gestik, Tonfall u.s.w. Mithilfe unseres sog. Spiegelneuron-System etwa können wir vermutlich erste, schnelle Einschätzungen der Absichten anderer anhand ihrer Bewegungen machen. Das sog. Mentalisierungs-Netzwerk dagegen hilft uns, uns in andere hineinzuversetzen und zu verstehen, warum sie sich so verhalten wie sie es gerade tun.

Halten wir uns nun an die in der Corona-Krise gebotenen Regeln und distanzieren uns räumlich von einem Großteil unserer Mitmenschen, schneiden wir uns damit zeitweise von vielen sozialen Informationen ab, aus denen wir wichtige Schlüsse darüber ziehen können, wie andere ums uns herum die aktuelle Situation beurteilen und sich gerade fühlen. Das wiederum hilft uns selbst, unsere eigene Lage einzuschätzen. In potenziell bedrohlichen Situationen haben wir demnach das Bedürfnis nach sozialer Nähe, insbesondere zu Freunden und Verwandten. Soziale Distanz widerspricht diesem Bedürfnis und erhöht in uns das sowieso vorhandene Gefühl der Unsicherheit.

Der beste Kompromiss kann es in dieser Situation sein, seine sozialen Kontakte so gut es geht über die Distanz zu pflegen. Besonders wer alleine lebt, sollte also die verbleibenden Möglichkeiten nutzen, sein soziales Gehirn mit Informationen zu füttern und sich, gerne häufiger als sonst, mit Familie und Freunden zum Videochat oder einfach zum Telefonieren verabreden. Selbst ein Schwätzchen mit dem Nachbarn über den Gartenzaun hinweg kann gut tun. Auch berufliche Kontakte sind nicht zu vernachlässigen. An der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) unterrichten wir unsere Studierenden zurzeit online im virtuellen Klassenzimmer weiter und halten täglich kurze Videokonferenzen unter den Kollegen ab. Ein weiterer positiver Effekt hiervon ist, dass es den Studierenden und uns Dozenten unsere gewohnte Tagesstruktur erhält, also ein Stück Normalität und Sicherheit in dieser außergewöhnlichen, unsicheren Zeit.


„Was wir über unsere Gesellschaft, ja über die Welt, in der wir leben, wissen, wissen wir durch die Medien“ – resümierte der Soziologe Niklas Luhmann im Jahr 1995. Dieser Satz ist ein Vierteljahrhundert später in Zeiten der Corona-Krise relevanter denn je. Ein unsichtbares Virus verändert derzeit grundlegend unseren Alltag. Das öffentliche Leben ist ausgesetzt und Menschen auf der ganzen Welt begeben sich in die soziale Isolation. Natürlich sind sie informationshungrig: Wie gefährlich ist das Virus wirklich? Wie wird sich die Krise entwickeln? Und wann können wir zum normalen Leben zurückkehren? 

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Was wir über Covid-19 wissen – wissen wir aus den Medien. Eine aktuelle Studie der Universität Erfurt zeigt, dass 74 Prozent der Deutschen sich nach eigenen Angaben häufig über den aktuellen Stand der Dinge informieren.

Auf allen Medienkanälen melden sich Experten zu Wort. Virologen, Gesundheitswissenschaftler oder Pandemieforscher legen ihr komplexes Fachgebiet für die breite Bevölkerung mehr oder weniger verständlich dar. Ob die Vermittlung an das Publikum gelingt, untersucht die Wissenschaftskommunikations-Forschung. Sie fragt unter anderem: Wie viele Informationen können Nicht-Experten aufnehmen? Wie umfassend können Details - die oft in der Fachdisziplin einen entscheidenden Unterschied ausmachen - dargestellt werden, bevor die Aufmerksamkeitsspanne der Zuschauer oder Zuhörer sinkt?

Wer in diesen Tagen die Pressekonferenzen des Robert-Koch-Instituts im Live-Stream verfolgt, sieht ein gutes Beispiel für gelungene Wissenschaftskommunikation. RKI-Präsident Prof. Wieler beantwortet sachlich und differenziert alle Fragen, die ihm Journalisten stellen. Radio- oder Fernsehsender bzw. Print- und Onlinemedien präsentieren dem breiten Publikum daraus in ihren Nachrichten ein zentrales Statement. Die Sender und Verlage tragen damit eine große Verantwortung, denn jede Verkürzung führt zu einer Pointierung oder Veränderung des Gesagten.

Den Medien kommt eine Mammutaufgabe zu: Nicht nur Experten äußern sich zur Corona-Thematik, sondern auch Politiker, die weitreichende Entscheidungen für das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben treffen müssen. Arbeitgeber kommentieren und prognostizieren die wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise. Gefährdete berichten über ihre Sorge, sich anzustecken. Mütter und Väter geben einen Einblick in die Herausforderungen der Kinderbetreuung, seitdem Schulen und Kindergärten geschlossen sind. Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Diese Informations-Sintflut rezipierbar zu machen, muss eine Sisyphosaufgabe bleiben. Je nachdem, welcher der genannten Gruppen auf welchen Kanälen tagesaktuell mehr Gehör geschenkt wird – relevant sind sie alle – entsteht eine Medienrealität, die von der gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Wirklichkeit abweichen muss.

Die Kommunikationswissenschaft forscht schon seit mehr als 50 Jahren zur Themensetzungsfunktion der Medien. Die Agenda-Setting-Theorie besagt, dass Menschen über Themen nachdenken, die ihnen in den Medien präsentiert werden. Je nachdem, ob sie sich über soziale, online-, öffentlich-rechtliche oder Boulevard-Medien informieren, entsteht bei ihnen eine individuelle medienvermittelte Realität. Diese Realität ist zwangsläufig ein ausschnitthaftes, interpretierendes Konstrukt der unendlich komplexen Wirklichkeit, bestimmt aber dennoch maßgeblich Einstellung und Verhalten der Menschen.

Dass die Medien an der oben genannten Mammutaufgabe scheitern, nehmen die Menschen durchaus wahr. Die einfachen Wahrheiten sind entzaubert, weil das Internet eine nie dagewesene Transparenz schafft. So kann der Rezipient nachvollziehen, was in aktuellen RKI-Pressekonferenzen wörtlich gesagt wurde. Und er sieht, mit welchen Worten die Medien das Gesagte wiedergeben. In diesen unsicheren Krisenzeiten sind glaubwürdige Medien besonders gefragt. Hier genießen die etablierten Qualitätsmedien das höchste Vertrauen. Das zeigt sich beispielsweise an den hohen Einschaltquoten der öffentlich-rechtlichen Radio- und Fernsehprogramme. Mit mehr als 12 Mio. Zuschauern war die Tagesschau vom 22. März 2020 die erfolgreichste Fernsehsendung im gesamten Monat März. Die Qualitätsmedien geben Orientierung in unüberschaubaren Zeiten. Aber die Rezipienten-Erwartungen nach gänzlich widerspruchsfreien und eindeutigen Informationen können sie auch weiterhin nicht erfüllen.


Erfahrungen zur Umstellung auf Onlinelehre in Corona-Zeiten
Mein Name ist Nadine Tournier und ich bin seit Beginn diesen Jahres Hochschullehrerin für Sozialpädagogik / Soziale Arbeit und Management an der FHM Berlin. Seit dem 16. März hat die FHM angesichts der Corona-Krise den kompletten Studienbetrieb auf Onlinelehre umgestellt. Das Ziel ist dabei, den Studierenden auch in diesen herausfordernden Zeiten einen regulären Studienbetrieb zu ermöglichen, damit sie ihr Studium in der geplanten Zeit abschließen können. Ich persönlich bin sehr glücklich über die reibungslose Umstellung sowie das umsichtige und transparente Vorgehen seitens der Hochschulleitung in diesem Prozess.

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Anfangs war es für mich etwas ungewohnt, die Studierenden nur noch im virtuellen Raum zu erleben und die eigene Didaktik in der Lehre an die neuen Bedingungen anzupassen. Wichtig ist es meines Erachtens hierbei, die Lehre genauso interaktiv und abwechslungsreich zu gestalten, wie in der Präsenzlehre und die technischen Möglichkeiten hierfür kreativ zu nutzen. Dabei hat mich die FHM kompetent begleitet. Neben internen Qualifizierungen und festen Ansprechpartner*innen erachte ich den Austausch mit Kolleg*innen hierzu als überaus wertvoll. Wir Hochschullehrkräfte, Professor*innen und Dozent*innen sind gut miteinander vernetzt und lassen einander an unseren Erfahrungen teilhaben.

Mein besonderer Respekt gilt den Studierenden. Diejenigen, die aktuell in Teilzeit oder im Fernstudium Sozialpädagogik und Management an der FHM studieren, haben in den letzten Wochen zahlreiche Herausforderungen angesichts der Corona-Krise in ihren sozialen Einrichtungen gemeistert. Manche Studierenden übernehmen dazu auch noch das Home-Schooling ihrer Kinder, kümmern sich um Verwandte oder gehören selbst zu den Risikogruppen. In den Online-Lehrveranstaltungen sind sie trotz dieser Mehrfachbelastungen zuverlässig und motiviert dabei. Für uns Hochschullehrkräfte ist es grade jetzt besonders wichtig, ein offenes Ohr für die Anliegen der Studierenden zu haben: Denn bei Sozialpädagogik / Soziale Arbeit und Management an der FHM Berlin legen wir Wert auf ein Studium mit Kompetenz und Herz. Auch wenn das Campusleben derzeit nur eingeschränkt möglich ist, finden wir kreative Wege die Studierenden in den Austausch zu bringen: Ob eine virtuelle Osterfeier oder Online-Lerngruppen für Klausuren – #westayconnected.


Kollegen connected – dann eben virtuell
In der FHM Berlin war es zeitweise fast gespenstisch still. Auch wenn jetzt wieder mehr Kolleginnen und Kollegen persönlich anzutreffen sind, finden viele Meetings und natürlich die Lehre online statt. Wir tauschen uns regelmäßig über unsere Erfahrungen in Corona-Zeiten aus, zum Beispiel über Möglichkeiten, die Online-Lehre interaktiver zu gestalten: Was lässt sich aus Adobe Connect alles rausholen? Welche Tools bieten sich noch an, Inhalte anschaulich zu vermitteln und die Studierenden zu aktivieren? Daneben schätzen und nutzen wir die Möglichkeiten der FHM: Instruktionsvideos, Workshops der Dozent 4.0 Weiterbildung, Sprechstunden für Online-Lehrende und Notfall-Hotlines (wenn gar nichts mehr geht). Ein herzliches Dankeschön an alle Kollegen und Kolleginnen, die die Umstellung von Beginn an so tatkräftig begleitet haben und dies auch noch tun!

News: unsere Pressemitteilungen in der Corona-Krise

9. April 2020: Fast wie Präsenzlehre – nur online / Corona-Krise: So läuft die Onlinelehre an der FHM

Die Fachhochschule des Mittelstands (FHM) hat aufgrund der Corona-Krise als eine der ersten Bildungseinrichtungen in Deutschland bereits am 16. März den kompletten Studienbetrieb auf die Onlinelehre umgestellt. Das heißt, dass alle Studierenden nun seit einem Monat am virtuellen Onlinecampus der FHM Online-University unterrichtet werden. Zeit, ein erstes Fazit zu ziehen. Wie lief die Umstellung auf Onlinelehre an der FHM? Und was macht die FHM vielleicht anders als andere Hochschulen? Hier kommen fünf Aspekte, die zeigen, wie die Umstellung auf Onlinelehre an der FHM läuft:

Echte Interaktionen im virtuellen Raum

Die Onlinelehre an der FHM geht einen Schritt weiter, als es an vielen anderen Hochschulen in Deutschland der Fall ist. Hier gibt es nicht nur Online-Aufgaben und -Materialien, welche die Studierenden alleine zuhause erledigen, sondern ganz im Gegenteil: es findet ein reger Austausch im virtuellen Raum statt. Alle Vorlesungen an der FHM werden als echte, interaktive Veranstaltungen angeboten, bei denen Lehrende und die Studierende im Echtzeit-Unterricht aufeinandertreffen. Das Besondere: ALLE Vorlesungen finden auf diese Weise statt, nichts fällt aus. Dass sich das lohnt, zeigt sich vor allem daran, dass von den Studierenden durchweg positive Rückmeldungen kommen.

Fast wie Präsenzlehre – nur online

Durch die kleinen Studiengruppen gibt es einen besonders persönlichen Austausch und einen hohen Grad an Interaktionen – das gilt auch für die Onlinelehre. Alle FHM-Studierenden arbeiten in Video- und Audiopräsenz in virtuellen Räumen, diskutieren in Gruppen miteinander, lauschen dem Vortrag der Lehrenden, beantworten Fragen oder halten Referate online. Sie alle nutzen eine Technologie, die für viele neu und ungewohnt ist und begeben sich damit mutig auf ungewohntes Terrain, was besonders an die Moderation dieser Veranstaltungen durch die Lehrenden sehr hohe Anforderungen stellt. Lehrende und Studierende gehen die neue Situation gemeinsam an, füllen den virtuellen Raum mit Leben und machen die Online-Vorlesungen an der FHM zu interaktiven, lehrreichen und unterhaltsamen Veranstaltungen.

15 Jahre Erfahrung in der Onlinelehre

An der FHM bieten nun alle 95 Professoren und knapp 400 Lehrenden aus der freien Wirtschaft für alle 5.000 Studierenden das Studium komplett in Live-Onlineveranstaltungen an. Alle Dozenten haben eine Schulung zur Onlinelehre erhalten und werden weiter kontinuierlich geschult - sofern sie nicht sowieso schon weitreichende Erfahrungen auf diesem Gebiet haben. So wird die Onlinelehre auch didaktisch stetig verbessert. Da die FHM seit 15 Jahren weitreichende Erfahrung und Expertise im Bereich der Onlinelehre hat, konnte die komplette Umstellung reibungslos und schnell erfolgen.

Beeindruckendes Pensum seit Krisenbeginn

Betrachten wir einmal die genauen Zahlen: An der FHM gibt es derzeit 289 Studiengruppen. Für diese hat die FHM seit Krisenbeginn rund 14.500 Unterrichtsstunden Onlinelehre durchgeführt (Stand 09. April). Dazu werden seitdem 200 virtuelle Räume genutzt, der Zugang erfolgt für die Studierenden über das Campus Management System Trainex. Und nicht nur das: Insgesamt stehen den Studierenden hier außerdem 81.000 Lehrmaterialien online zur Verfügung. Die FHM setzt damit die komplette Onlinelehre in Veranstaltungsform um.

Alle planmäßigen Prüfungen an der FHM finden statt

An der FHM können alle Studierenden das laufende Trimester und damit ihr Studium in der geplanten Zeit abschließen. Sobald die Klausuren nach den staatlichen Regelungen wieder in Präsenz möglich sind, finden diese unter Berücksichtigung besonderer hygienischer Anforderungen in der FHM statt. Bis dahin bietet die FHM eine gleichwertige Lösung für die Umsetzung der Klausuren sowie für alle Kolloquien-, Bachelor- und Master-Prüfungen an.

24. März 2020: Das richtige Studium finden trotz Corona-Krise

Trotz Corona-Krise die eigene Zukunft planen: Gerade jetzt ist die Zeit, in der sich Studieninteressierte detailliert mit ihren möglichen zukünftigen Studiengängen auseinandersetzen können. Die Fachhochschule des Mittelstands (FHM) hat dafür aktuell zahlreiche Online-Angebote geschaffen: Neben spezifischen Online-Infoveranstaltungen werden auch virtuelle Probevorlesungen angeboten, in denen die Studieninteressierten Live-Einblicke in Onlinevorlesungen der FHM erhalten können.

 „Wir beraten gerne telefonisch oder organisieren unkompliziert eine Probevorlesung im virtuellen Hörsaal. Man kann sich selbstverständlich auch bereits jetzt digital bei uns um einen Studienplatz bewerben und in den kommenden Wochen unser digitales Auswahlverfahren durchlaufen“, sagt Rektorin Prof. Dr. Anne Dreier.

Wenn ein Präsenzstudium zum nächsten Studienstart aufgrund der aktuellen Situation immer noch nicht möglich sein sollte, beginnt das Studium an der FHM zunächst in der Onlinelehre. Bereits jetzt ist die FHM eine der wenigen Hochschulen, die direkt auf die Corona-Krise reagiert und alle 5.000 Studierenden auf die Onlinelehre umgestellt hat. „Niemand verliert bei uns durch die aktuelle Situation Zeit im Studium“, so Anne Dreier.

18. März 2020: Plötzlich Online-Lehrer – FHM bietet Hilfe für Lehrer an

Aufgrund von COVID-19 („Corona-Virus“) sind zurzeit die Schulen und anderen Bildungseinrichtungen des Landes geschlossen. Für die Fachhochschule des Mittelstands (FHM) gilt: Alle Studierenden lernen trotzdem ohne Zeitverlust weiter, denn die FHM hat den kompletten Studienbetrieb auf Online-Lehre umgestellt. Nicht jede Einrichtung kann jedoch so schnell und flexibel auf die Situation reagieren. Viele Lehrer sind bisher nicht mit dem Thema in Berührung gekommen und benötigen eventuell Unterstützung bei der Umsetzung. Hier möchte die FHM auch den externen Kolleginnen und Kollegen helfen: Ab morgen, Donnerstag, 19. März, findet bis einschließlich Freitag, den 27. März an jedem Werktag ab 17 Uhr eine Online-Sprechstunde zum Thema „Plötzlich Online-Lehrer?!“ statt, in der alle Lehrer sich informieren, Fragen stellen und diskutieren können. Das Angebot ist kostenfrei zugänglich unter www.fh-mittelstand.de/Online-Lehrer.

„Die Online-Lehrer ist unser Tagesgeschäft, deshalb konnten wir die Umstellung ganz unkompliziert umsetzen. Wir möchten als FHM in der aktuellen Situation unser Wissen teilen und somit einen Beitrag zur Bewältigung der Situation leisten“, sagt Prof. Dr. Tim Brüggemann, der an der FHM Prorektor für Online-University, Fernstudium und Weiterbildung ist und die Online-Sprechstunde selbst durchführen wird. Die Termine werden live auf der Plattform Zoom gestreamt.

„Es können sich alle Lehrer und weitere Interessenten einschalten. Diskutiert werden alle Fragestellungen rund um Technik, Methodik und Didaktik zum Gelingen von Online-Lehrveranstaltungen“, so Tim Brüggemann. „Wir möchten unseren Beitrag dazu leisten, dass möglichst wenig Reibungsverlust in der Lehre entsteht und den Schülern und Studierenden gerade in diesen Wochen und Monaten eine qualifizierte Basis zum Lernen bieten. Viele wollen sich genau jetzt intensiv mit den Lerninhalten auseinandersetzen. Hierfür ist die Online-Lehre die Lösung.“

Die FHM gibt Dozenten und Lehrenden im hauseigenen Hochschuldidaktischen Zentrum bereits jetzt Hilfestellungen wie Einführungsvideos zum virtuellen Campus, zur Onlinelehre oder zur Methodik und Didaktik. Das neue Angebot ist nun zusätzlich für externe Lehrer geöffnet. An der FHM unterrichten zurzeit alle 95 Professoren und über 400 Lehrbeauftragte die insgesamt 5.000 immatrikulierten Studierenden über die hochschuleigene FHM Online-University.

Alle Termine der Online-Sprechstunde „Plötzlich Online-Lehrer?!“ im Überblick:

  • Donnerstag, 19. März 2020 - 17 Uhr
  • Freitag, 20. März 2020 - 17 Uhr
  • Montag, 23. März 2020 - 17 Uhr
  • Dienstag, 24. März 2020 - 17 Uhr
  • Mittwoch, 25. März 2020 - 17 Uhr
  • Donnerstag, 26. März 2020 - 17 Uhr
  • Freitag, 27. März 2020 - 17 Uhr

Link: www.fh-mittelstand.de/Online-Lehrer
Erklär-Video auf YouTube: www.youtube.com/watch?v=GNsB3AUKPzs

17. März 2020: FHM stellt alle 5.000 Studierenden auf Onlinelehre um

Die aktuelle Situation rund um COVID-19 („Corona-Virus“) trifft viele Bildungseinrichtungen hart; Schulen und Hochschulen müssen präventiv die Pforten schließen, um eine Ausbreitung des Virus einzudämmen. Die Fachhochschule des Mittelstands (FHM) hat seit Montag den kompletten Vorlesungsbetrieb an allen acht FHM-Standorten in Deutschland auf die Online-Lehre umgestellt. Alle 95 Professoren und über 400 Lehrbeauftragte der FHM unterrichten die insgesamt 5.000 immatrikulierten Studierenden über die hochschuleigene FHM Online-University.

„An der FHM ist das Thema Online-Lehre bereits seit vielen Jahren fest im Studienangebot verankert – besonders im berufsbegleitenden Studium und im Fernstudium in der FHM Online-University. In der aktuellen Situation rund um den Corona-Virus wollen wir unseren Studierenden mitten im Trimester weiterhin die gewohnte Lehre bieten und haben daher über das Wochenende den kompletten Vorlesungsbetrieb auf die Online-Lehre umgestellt“, so Prof. Dr. Anne Dreier, Rektorin der FHM.

Prof. Dr. Tim Brüggemann, Prorektor für Online-University, Fernstudium und Weiterbildung an der FHM: „Die Türen der Fachhochschule des Mittelstands bleiben präventiv geschlossen, aber alle Studierenden lernen ohne Qualitätsverlust weiter – ohne einen Tag Ausfall“. Tim Brüggemann betont die Expertise der FHM in diesem Bereich: „Die Online-Lehre ist unser Tagesgeschäft, deshalb konnten wir diese Maßnahme ganz unkompliziert umsetzen. Wir bieten im Hochschuldidaktischen Zentrum Hilfestellungen wie Einführungsvideos zum virtuellen Campus, zur Onlinelehre oder zur Methodik und Didaktik für alle Lehrenden, damit diese die Unterrichtseinheiten digital abhalten können.“ Ein Großteil der Schulungseinheiten für alle Lehrenden der FHM fanden bereits am Wochenende statt, es gibt aber auch weiterhin viel Unterstützung durch die Kollegen der FHM Online-University.

Dieses Angebot soll in den nächsten Tagen auch über den Kreis der FHM-Lehrenden hinaus geöffnet werden und sich dann an Lehrer und Dozenten richten, die ebenfalls in der aktuellen Lage Tipps für die Umsetzung und Gestaltung ihrer Online-Lehre benötigen.

FAQ für Studieninteressierte und Bewerber

Wo und wann kann ich mich über einen Studiengang informieren?

Wir sind telefonisch oder per WhatsApp zu den normalen Beratungszeiten für Sie da und organisieren auf Wunsch auch ganz unkompliziert eine Probevorlesung im virtuellen Hörsaal – melden Sie sich gerne bei uns! Auch die zahlreichen Infoveranstaltungen der FHM finden nun online statt, so dass Sie bequem von zu Hause aus teilnehmen können.

Du fragst...

Wie kann ich mich aktuell auf einen Studienplatz bewerben?

Sie können sich selbstverständlich digital bei uns auf Ihren Studienplatz bewerben und sogar bereits in den kommenden Wochen unser digitales Auswahlverfahren durchlaufen und somit auch jetzt, in Zeiten der Corona-Krise, Ihre Zukunftsplanung vorantreiben.

 

FAQ für Studierende und Dozenten

Wie lange finden keine Präsenz-Lehrveranstaltungen statt?

Um ihren Beitrag zur Eindämmung des Corona-Virus zu leisten und unser aller Gesundheit bestmöglich zu schützen, hat die FHM die komplette Lehre bis vorerst zu den Osterferien auf Onlinelehre umgestellt. Danach wird je nach aktueller Lage über das weitere Vorgehen entschieden.

Wie konnte die Umstellung so schnell und reibungslos realisiert werden?

An der FHM ist das Thema Online-Lehre bereits seit vielen Jahren fest im Studienangebot verankert – besonders im berufsbegleitenden Studium und im Fernstudium in der FHM Online-University.

Für welche Standorte gilt die Umstellung auf Onlinelehre

Auf die Onlinelehre umgestellt wurden alle acht Standorte der FHM, Bamberg, Berlin, Bielefeld, Hannover, Köln, Pulheim bzw. Frechen, Rostock, Schwerin, sowie die FHM Fachakademie für Wirtschaft in München.

Wer wurde auf Onlinelehre umgestellt?

Aufgrund der aktuellen Situation unterrichten nun alle unsere 95 Professoren und über 400 Lehrbeauftragte die insgesamt 5.000 immatrikulierten Studierenden über die hochschuleigene FHM Online-University.

Wie nehme ich an Online-Vorlesungen teil?

Sie als Studierende nehmen von zu Hause aus an den Vorlesungen teil. Hierzu folgen Sie einfach dem Link zum virtuellen Raum in Ihrem Trainex-Stundenplan und den darauffolgenden Anweisungen.

Wie sieht das Arbeiten im virtuellen Raum aus?

Auch das Studieren im virtuellen Raum findet nicht nur frontal durch den Dozenten statt, sondern es ist ein Austausch und gemeinsames Arbeiten möglich und gewünscht. So können Sie in Ihren Studiengruppen weiterhin Präsentationen halten und sogar teilweise an Praxisprojekten weiterarbeiten.

Wo können sich Dozenten und Lehrende Unterstützung holen?

Die Online-Lehre ist unser Tagesgeschäft, deshalb konnten wir diese Maßnahme ganz unkompliziert umsetzen. Wir bieten im Hochschuldidaktischen Zentrum Hilfestellungen wie Einführungsvideos zum virtuellen Campus, zur Onlinelehre oder zur Methodik und Didaktik für alle Lehrenden, damit diese die Unterrichtseinheiten digital abhalten können. Außerdem gibt es eine tägliche Online-Sprechstunde mit Prof. Dr. Tim Brüggemann: www.fh-mittelstand.de/online-lehrer

 

 

Wir sind für Sie da!

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