Innovative Forschungs- und Entwicklungsprojekte

Mit der Beteiligung an bzw. der eigeninitiativen Durchführung von innovativen Forschungs- und Entwicklungsprojekten unterstützt das FHM-Kompetenzzentrum besonders kleine und mittelständische Unternehmen bei der kostengünstigen Planung und Umsetzung effektiver Personalentwicklungsstrategien. Im Rahmen wissenschaftlicher Projekte kooperieren wir zudem mit Verbänden, Kammern und Institutionen.

So werden z.B. betriebliche Modell- und Verbundprojekte gefördert, die das Ziel verfolgen, die Fähigkeit der Beschäftigten zu erhöhen, am wirtschaftlichen und sozialen Leben teilzunehmen und somit die Innovationskraft sowie die Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Unternehmen zu stärken.

Unternehmen, die von solchen Projekten profitieren möchten, müssen in Kooperation mit einer Bildungseinrichtung einen entsprechenden Antrag stellen. Dabei übernehmen die Bildungseinrichtungen in der Regel die Erledigung aller Formalitäten. Bei Projekten, die bespielsweise durch den europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert werden, werden in der Regel 50% der für Unternehmen anfallenden Kosten übernommen.

Gerne stehen wir Ihnen als Kooperationspartner zur Seite. Sprechen Sie uns einfach an
Wir freuen uns auf ein gemeinsames Projekt mit Ihnen!

Im Folgenden finden Sie eine Auswahl der geförderten Projekte mit Beteiligung des Instituts für Weiterbildung und Kompetenzentwicklung:

Erstellung eines pädagogischen und medialen Konzeptes des Berufswahlpasses - "Berufswahlpass Relaunch"

Mit dem Ziel Jugendliche bei ihrer Berufswahl zu unterstützen und die schulische Berufs- und Studienorientierung zu strukturieren, wurde der Berufswahlpass vor 15 Jahren konzipiert und eingeführt. Durch den Anspruch, den Berufswahlpass an die sich schnell verändernden Lebenswelten der Schülerinnen und Schüler anzupassen, soll der Berufswahlpass überarbeitet und zu einem digitalen Portfolio werden, um den Entwicklungsprozess der Berufswahlkompetenz der Schülerinnen und Schüler zu begleiten und zu fördern. Für diese Neukonzeption des Berufswahlpasses, im Auftrag der Bundesarbeitsgemeinschaft Berufswahlpass (BAG) und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, wurde neben der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster auch die Fachhochschule des Mittelstands (FHM) ausgewählt. Im Gegensatz zum bisherigen Berufswahlpass, der viele unterschiedliche Lern- und Lebensbereiche umfasste, soll sich die Neukonzeption auf die Person einerseits und nachschulische Bildungswege bzw. berufliche Perspektiven andererseits, beziehen. Ziel ist es, mit Beginn des Schuljahres 2020 den digitalen Berufswahlpass in allen Bundesländern, die diesen einsetzen wollen, anzubieten.

Budget/Fördervolumen:
199.603,- €

Projekt "Inklusive BerufsOrientierung" - IBO

Im Rahmen der dreijährigen wissenschaftlichen Begleitung des Münsteraner IBO-Projekts (Inklusive Berufsorientierung) durch das FHM Institut für Weiterbildung und Kompetenzentwicklung (IWK) unter Leitung von Professor Dr. Tim Brüggemann, wurde die Entwicklung der beruflichen Orientierung von Jugendlichen mit und ohne Förderbedarf unter Einfluss der Potentialanalyse in der Jahrgangsstufe 8 untersucht. Ein weiterer Untersuchungsgegenstand war die Bewährung der Potentialanalyse in inklusiven Klassen. Bei der Begleitung der insgesamt 163 Schüler, 20 davon mit Förderbedarf, wurde erprobt, wie sich Potentialanalysen im Rahmen der schulischen Berufsorientierung umsetzen lassen. Insgesamt sind sich alle Beteiligten einig, dass eine Unterstützung von Schülern und Schülerinnen am Übergang Schule- Beruf sinnvoll ist und dass die Potentialanalysen passgenau umgesetzt werden müssen. Professor Dr. Tim Brügemann resümiert, dass sich das Verfahren in Münster bewährt habe, aber durch die gegebenen Handlungsempfehlungen die Effektivität in den nächsten Jahren noch gesteigert werden könne.

Das Vorhaben wird gefördert aus den Mitteln:

  • Sparkasse Münsterland Ost

"Integration durch Bildung" - Integra

Das Förderprojekt Integra ermöglicht studierfähigen Geflüchteten eine gezielte und kostenlose Vorbereitung auf ein Studium in Deutschland. Am FHM-Studienkolleg erwerben erwachsene Flüchtlinge im Rahmen dieses Pre-Studies Programs die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten, die sie für ein Hochschulstudium qualifizieren. Neben dem Erwerb kompetenter Sprachkenntnisse, erfolgt unter anderem eine Vermittlung naturwissenschaftlich-technischer und medizinischer Kenntnisse, sowie Wissenserwerb im Hinblick auf wissenschaftliches Arbeiten und selbstständige Orientierungsfähigkeit in der deutschen Hochschullandschaft. Die persönliche Begleitung des akademischen Werdegangs endet mit einem intensiven Prüfungstraining für die Feststellungsprüfung, die den Abschluss des Programms darstellt und bei erfolgreichem Bestehen zu einem Studium an einer deutschen Hochschule berechtigt. Das Programm ist Teil eines Maßnahmenpakets des DAAD und hat das Ziel studierfähige Geflüchtete an deutschen Hochschulen zu integrieren.

Das Vorhaben wird gefördert aus den Mitteln:

  • Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)
  • Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Laufzeit:
Bis 2019

Modulkonzeption im Rahmen des KAoA-Programms ("Kein Abschluss ohne Anschluss")

Im Rahmen der Landesinitiative KAoA („Kein Abschluss ohne Anschluss“) entwickelt das Land NRW ein nachhaltiges Übergangssystem für Schüler und Schülerinnen für den Wechsel von der Schule in den Beruf. Eltern und Schülerinnen und Schüler sollen in Fragen der Berufsorientierung nicht alleingelassen werden, sondern kompetent im Berufsentscheidungsprozess unterstützt werden, um Schülerinnen und Schülern mittels einer frühen Berufsorientierung einen erfolgreichen Start in die Ausbildung und ins Studium zu ermöglichen. Das Ziel ist, jungen Menschen nach der Schule in möglichst kurzer Zeit eine Anschlussperspektive für die Berufsausbildung oder das Studium zu eröffnen und durch effektive Koordinierung unnötige Warteschleifen zu vermeiden. In diesem Kontext konzipiert das Institut für Weiterbildung und Kompetenzentwicklung (IWK) der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) Module für die Berufsorientierung von Schülern und Schülerinnen der Sekundarstufe II, erstellt eine Materialsammlung und entwickelt ein Workshop-Konzept für die KAoA-Module: Stärkung der Entscheidungskompetenz I, Stärkung der Entscheidungskompetenz II und Standortbestimmung. Die Umsetzung des Projekts erfolgt durch Prof. Dr. Tim Brügemann (FHM) und Dr. Katja Driesel-Lange (WWU Münster).

Das Vorhaben wird gefördert aus den Mitteln:

  • Europäischen Sozialfonds (ESF)
  • Bundesagentur für Arbeit
  • Bundesministerium für Bildung und Forschung
  • LVR
  • LWL
  • Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen

Laufzeit:
Auftrag IWK: 01.09.2017 – 28.02.2018
KAoA: bis 2020

Profilierung des Kompetenzerkundungsverfahrens für das Landesprogramm BRAFO sowie Schaffung der theoretischen Grundlagen für ein landesweites Kompetenzerfassungsverfahren

Im Rahmen eines Projekts zur Profilierung des Kompetenzerkundungsverfahrens für das Landesprogramm BRAFO und die Schaffung einer theoretischen Grundlage für ein landesweites Kompetenzerfassungsverfahren wurde von Prof. Dr. Tim Brügemann, Leitung des Instituts für Weiterbildung und Kompetenzentwicklung (IWK), eine Teilstudie zum Genderansatz und zur Berücksichtigung entwicklungspsychologischer Besonderheiten im Rahmen der Kompetenzentwicklung durchgeführt. Der Hintergrund ist, dass sich das Management des Übergangs Schule-Beruf aus verschiedenen Gründen, zum Beispiel der demographischen Entwicklung und dem bereits konstatierenden Bewerbermangel in einigen Branchen,  zunehmend zu einem Handlungsfeld der Kreise und Kommunen entwickelt. Die bestmögliche Qualifizierung junger Menschen unter 25 Jahren zählt zu einem wichtigen Handlungsbereich der Regionalentwicklung. Aus diesen Gründen liegt die Implementierung und Entwicklung eines regionalen Übergangsmanagements (RÜM) sowohl im Interesse der Jugendlichen, für deren Erwerbsbiografie der erfolgreiche Übergang vom allgemein bildenden Schulwesen in das Berufsbildungs- und Hochschulsystem eine zentrale und nicht selten krisenhaft verlaufende Weichenstellung bildet, als auch im Interesse der regionalen Wirtschaft sowie der Kreise und Kommunen selbst. Um Jugendliche in ihrem Orientierungs- und Übergangsverhalten zu stärken und gezielt fördern zu können, ist es notwendig, einen empirisch gesicherten Überblick darüber zu gewinnen ob und aus welchen Gründen ihre beruflichen Orientierungsprozesse ge- beziehungsweise misslingen und durch welche Maßnahmen das Gelingen der Berufsorientierung gestärkt werden kann.

Welcome - Studierende unterstützen Flüchtlinge

Das Projekt „Welcome – Studierende engagieren sich für Flüchtlinge“ ist Teil eines umfangreichen Maßnahmenpakets für Flüchtlinge, welches aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) ausgeschrieben wurde. Aktuell fördert der DAAD 162 Welcome-Projekte. Auch an der FHM unterstützen Studierende Flüchtlinge im Rahmen der Studierendeninitiative PSP-Integra. Studentische Berater der Fachhochschule des Mittelstands in Pulheim helfen Flüchtlingen mit einem Mentoren-Programm bei deren fachlicher und soziokultureller Integration. Neben festen Beratungs- und Betreuungssprechzeiten, in welchen die Geflüchteten sich bei Fragestellungen aller Art an die Studierenden wenden können, existiert ein Tutorienangebot zur Unterstützung der Flüchtlinge beim Erlernen der deutschen Sprache. Auch die Organisation gemeinsamer Veranstaltungen zur Förderung des interkulturellen Austauschs und des gegenseitigen Kennenlernens ist Teil der Beratungs- und Integrationsarbeit.

Das Vorhaben wird gefördert aus den Mitteln: 

KODE®-NQF (National Qualification Frameworks)

Im Rahmen des Projektes KODE®-NQF geht es um die Erfassung sowie die Validierung von non-formalen und informellen angeeigneten Kompetenzen im Kontext des Nationalen Qualifikationsrahmens. Kurz: es sollen Voraussetzungen geschaffen werden, die Anerkennung von non-formal oder informell erworbenen Kompetenzen innerhalb Europas zu erhöhen und entsprechend anzuerkennen.

Das Projekt lief in den Jahren 2012-2013 unter Einbezug der Partnerländern Deutschland, Italien und Polen. Projektziele:

  • Anpassung und Modifizierung der Inhalte des KODE®-Systems an den Europäischen Qualifikationsrahmen (EQR) und die Nationalen Qualitätsrahmen (NQR) in den Partnerländern
  • Entwicklung didaktischer Richtlinien für Lehrkräfte, Ausbilder und Berater. 
    Diese sollen sowohl die jeweiligen Lernkulturen der einzelnen Länder einbeziehen als auch das KODE®-System für die spezifische Nachfrage und den individuellen Bedarf der Anwender nutzbar machen. Anbieter von beruflichen Bildungsmaßnahmen erhalten somit Zugang zu effizienten Lehrmaterialien, die sie bei der Messung und Feststellung von non-formal oder informell erworbenen Kompetenzen und Fertigkeiten unterstützen. Die Bewertung dessen verläuft dabei innerhalb der Standards von EQR und NQR.

Die Aufgaben des FHM-Kompetenzzentrums liegen bei diesem Projekt in der

  • Sekundäranalyse zu den Anforderungen verschiedener Berufsbilder
  • Durchführung und Auswertung von Experten-Interviews
  • Entwicklung von Verhaltensankern und Anforderungsprofilen für verschiedene Berufsbilder auf unterschiedlichen Leveln des EQR und NQR

Initiator des Projektes ist die Heyse-Stiftung. Projektpartner sind die Volkshochschule im Landkreis Cham e.V., METID in Polen, Development Initiatives Forum (FIR) in Polen, Éuopolis Lombardia in Italien, NFDK in Polen, TfP in Deutschland und CEFASS als assoziierter Partner in Italien.

Das Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Weitere Informationen finden Sie auf der Projekt-Internetseite.

Kompetenz-Check für Mädchen in MINT-Berufen

Der Mangel an Fachkräften in Deutschland wird bereits seit einigen Jahren diskutiert und ist auch aktuell immer wieder in den Nachrichten zu finden. Auf Grund von Mitarbeitenden im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik), die in den Ruhestand entlassen werden auf der einen Seite und immer weniger werdenden MINT-Absolventen auf der anderen Seite scheint die Lücke zwischen entsprechendem Bedarf und qualifiziertem Personal stetig zu wachsen.

Auch im Kreis Lippe entscheiden sich zu wenige Jugendliche für eine Ausbildung bzw. ein Studium mit anschließendem Beruf im MINT-Bereich. Insbesondere bei Mädchen und jungen Frauen ist die Zurückhaltung gegenüber diesen Ausbildungs- und Berufsfeldern stark ausgeprägt. Gerade für Mädchen mit Migrationshintergrund ist die berufliche Orientierung eine extreme Herausforderung. Auf Grund der traditionellen Technikferne sowie fehlender Zugänge bleiben möglicherweise vorhandene Begabungen und Neigungen unentdeckt. Vorhandenes Potenzial und dringender Bedarf auf dem (zukünftigen) Arbeitsmarkt finden nicht zusammen.

Vor diesem Hintergrund führte die Fachhochschule des Mittelstands (FHM) mit ihrem Institut für den Mittelstand in Lippe (IML) und dem FHM-Kompetenzzentrum gemeinsam mit der Lippe Bildung eG in Lemgo von 2011 bis 2012 ein Projekt mit dem Titel „Entwicklung eines Kompetenz-Checks zur Kompetenz- und Leistungsdiagnostik und -förderung für Mädchen mit Migrationshintergrund im MINT-Bereich“ durch. Das Projekt wurde von der Stiftung der Sparkasse Lemgo gefördert.

Ziel dieses Projektes war es, einen Kompetenz-Check zur Kompetenzdiagnostik und -förderung für Mädchen mit Migrationshintergrund im MINT-Bereich zu entwickeln und zu erproben. Mithilfe dieses Kompetenz-Checks soll langfristig ein Ansatz für die Berufsorientierungsberatung durch die Lippe Bildung eG geboten werden, der ungenutzte Potentiale aufdecken und dann zielgenaue Bildungs- und Berufsperspektiven mit den relevanten Zielgruppen erarbeiten kann.

Unternehmerbilder in Deutschland und Polen: Vergleich von Kompetenzen und Potenzialen

Die fortschreitende Globalisierung und die damit verbundene Osterweiterung der Europäischen Union ziehen unweigerlich Veränderungen für die involvierten Länder nach sich. Seit dem EU-Beitritt Polens in 2004 prägt eine zunehmende Interaktion auch die Handelsbeziehungen zwischen deutschen und polnischen Unternehmern. Die dynamischen Veränderungen stellen dabei neue und komplexe Anforderungen an Unternehmer. Veränderungsprozesse innerhalb der deutschen und polnischen Unternehmerkultur rückten ins Zentrum des Forschungsinteresses dieses Projekts, welches von 2011 bis 2012 durchgeführt wurde. Durch das Projekt wurden insbesondere die Auswirkungen der Globalisierungs- und Europäisierungsprozesse auf das unternehmerische Potential in Deutschland und Polen analysiert.

Das FHM-Kompetenzzentrum war aktiv am Projekt beteiligt, z.B. beim Einsatz der KODE®- und KODE®X-Verfahren, um die vorhandenen Kompetenzen bei existierenden und potentiellen Existenzgründern in Deutschland und Polen zu identifizieren und einer Vergleichsanalyse zu unterziehen. Die ermittelten Kompetenzprofile lieferten Aussagen über konvergierende und differierende Tendenzen in der Entwicklung eines unternehmerischen Potentials im Vergleich beider Länder.

Gefördert wurde das Projekt aus Mitteln der Deutsch-Polnischen Wissenschaftsstiftung (DPWS).

Open Entrepreneur-Lab Paderborn (Open E-Lab)

Unter dem Titel „open entrepreneur-lab Paderborn“ führte in der Zeit von 2010 bis 2013 die TechnologieParkPaderborn GmbH einen Projektverbund mit der Fachhochschule des Mittelstands (FHM), der Universität Paderborn und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Paderborn GmbH an.

Das open entrepreneur-lab Paderborn, kurz open e-lab, begleitete Gründungsinteressierte von den ersten, vorbereitenden Schritten bis zur Wachstumsphase ihres Unternehmens. Der Fokus lag in der Planung, Unterstützung und Umsetzung von technologie- und wissensbasierten Unternehmensgründungen sowie der Förderung neuer Produkt- und Dienstleistungsinnovationen.

Die Projektpartner halfen den Gründungsinteressierten, notwendige Kompetenzen und Ressourcen für den erfolgreichen Start zu erschließen. Dazu zählte u.a. auch, dass das open e-lab bei der Bildung von Gründungsteams mitwirkte oder sie bei der Ausarbeitung eines Businessplans beriet.

Das FHM-Kompetenzzentrum unterstützte bei der Kompetenzbilanzierung der Teilnehmenden, bei Konfliktcoachings und der begleitenden Evaluation der Projektmaßnahmen.

Das open e-lab Paderborn wurde im Rahmen des Wettbewerbs „Gründung.NRW“ für das „NRW Ziel 2-Programm“ ausgewählt. Grundlage für das „NRW Ziel 2-Programm“ ist das von der EU-Kommission genehmigte „Operationelle Programm Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung 2007 – 2013 (EFRE)“.

Weitere Informationen zu dem Projekt finden Sie auf der open e-lab-Internetseite.

Leonardo Da Vinci-Projekt "UniKom"

Entwicklung unternehmerischer Kompetenzen für das internationale Umfeld in der beruflichen Aus- und Weiterbildung („UniKom“)

In dem international-angelegten Projekt „UniKom“ des Leonardo da Vinci Programms kooperierten von 2010 bis 2012 Partner aus Slowenien, Lettland, Litauen und BulgarienDabei ist das Leonardo da Vinci-Programm ein Aktionsprojekt der Europäischen Union für die berufliche Bildung, um den Europäischen Bildungsraum aktiv zu gestalten und findet auf verschiedenen Ebenen statt.

Ziel des Projektes „UniKom“ war die Stärkung der interkulturellen und unternehmerischen Kompetenz für das internationale Umfeld in der beruflichen Aus- und Weiterbildung. Hierzu hat die FHM mit seinem FHM-Kompetenzzentrum gemeinsam mit den beteiligten Partnern landesspezifische Anforderungsprofile basierend auf dem Kompetenzmodell von Heyse/Erpenbeck sowie entsprechende Trainingsmodule entwickelt, um die benötigten Kompetenzen zu stärken.  Anschließend fand die Erprobung der entwickelten Lehrinhalte in ausgewählten Bildungseinrichtungen statt. Die aus der Evaluation gewonnen Erkenntnisse wurden zur Optimierung der Trainingsmodule verwendet, die abschließend zertifiziert und in offizielle Lehrpläne integriert werden sollten.

Evaluation des Wettbewerbs "Vielfalt gewinnt" der Stadt Köln

Diversity-Management wird zunehmend als Faktor für den Gesamterfolg einer Organisation anerkannt – beispielsweise, da sich durch vielfältige Mitarbeiterstrukturen neue Märkte und Kundengruppen erschließen lassen und so die Innovationsfähigkeit gesteigert wird. Um diesen Ansatz zu fördern, führt die Stadt Köln regelmäßig den Wettbewerb „Vielfalt gewinnt“ durch.

Folgende Ziele werden mit diesem Unternehmens-Wettbewerb verfolgt:

  • Unternehmen zu würdigen, die Vielfalt und Diversity-Management einsetzen,
  • Vielfalt und Diversity-Management als Erfolgsfaktor für Unternehmen bekannt zu machen, indem der Effekt von Vielfalt auf den Erfolg dargestellt und erprobte Konzepte der Öffentlichkeit vorgestellt werden,
  • den Nutzen von Diversity-Management in Unternehmen auch für das Gemeinwohl in der Öffentlichkeit bekannt zu machen, da sie das Verständnis für Heterogenität und gegenseitiger Akzeptanz fördert,
  • dazu beizutragen, eine Offenheit für Vielfalt herzustellen und bessere Chancen für benachteiligte Gruppen auf dem Arbeitsmarkt zu forcieren.

Die begleitende Evaluation führte die Fachhochschule des Mittelstands (FHM) durch.
Um die Nachhaltigkeit des Wettbewerbs "Vielfalt gewinnt" zu überprüfen und Verbesserungsansätze für zukünftige Durchgänge zu gewinnen, wurde beim ersten Durchgang im Jahr 2008/2009 eine qualitative Evaluation vorgenommen. Dazu hat das FHM-Kompetenzzentrum den Wettbewerb in seinen verschiedenen Phasen begleitet. Es wurden verschiedene Stichproben befragt, um zu analysieren, inwieweit die Ziele des Wettbewerbs erreicht wurden. Dabei wurden sowohl die an dem Wettbewerb teilnehmenden Unternehmen befragt als auch Kölner Unternehmen, die nicht an dem Wettbewerb teilgenommen haben.

Folgende Fragen standen bei der Evaluation im Fokus:

  • Welche Marketing- und Akquisewege zur Bekanntmachung des Wettbewerbs waren besonders erfolgreich?
  • Wie bewerten die Kölner Unternehmen den Wettbewerb und die Teilnahme?
  • Wurde durch den Wettbewerb das Thema "Diversity" in den Unternehmen bekannter gemacht?
  • Wie wird der Nutzen von Diversity für Unternehmen und das Gemeinwohl als Ganzes wahrgenommen?

In Form einer summativen Evaluation wurde nach Beendigung des Projektes eine abschließende Bewertung vorgenommen. Die Auswertung zeigte, dass der Wettbewerb insgesamt erfolgreich durchgeführt wurde und einen guten Weg darstellt, die mit ihm verbundenen Ziele zu erreichen. Darüber hinaus konnten der Stadt Köln für weitere Durchgänge Empfehlungen gegeben werden, wie der Wettbewerb und das Thema „Diversity“ noch bekannter gemacht werden können.

Weitere Informationen zu dem Wettbewerb „Vielfalt gewinnt“ finden Sie hier.

Leonardo Da Vinci-Projekt "Compro"

Durch Kompetenzprofile für Lernförderer die Altenpflege stärken 
- Competence Profiles for learning supporters in Elderly Care (ComPro)

Verstärkte europäische Zusammenarbeit in der Berufsbildung ist ein wichtiger Eckpfeiler des Ziels, die Europäische Union zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum weltweit zu machen. Das Leonardo da Vinci-Programm ist daher ein Aktionsprojekt der Europäischen Union für die berufliche Bildung, um den Europäischen Bildungsraum aktiv zu gestalten. In dem 2006 bis 2008 von der Paritätischen Akademie koordinierten Leonardo da Vinci-Projekt „Competence Profiles for learning supporters in Elderly Care“ (kurz: „ComPro“) wurden Kompetenzprofile für Lernförderer erstellt, um die Altenpflege zu stärken.

In Zusammenarbeit mit 18 Organisationen und Institutionen aus fünf EU-Ländern, darunter die Fachhochschule des Mittelstands (FHM), sollte im Rahmen dieses Projekts ein europaweit abgestimmtes Kompetenzprofil für „Lernförderer“ entwickelt werden. Die in ComPro qualifizierten Lernförderer können im Zuge der Qualitätsdebatte von Altenpflege-Einrichtungen zur Beratung hinzugezogen werden, um diese auf dem Weg zu einer vergebenen Ergebnisqualität zu begleiten und bei der Implementierung von Personal- und Qualitätssystemen zu unterstützen.

Die Aufgaben des FHM-Kompetenzzentrums lagen bei diesem Projekt in

  • der Durchführung einer Bildungsbedarfsanalyse (BBA national) „QMB (Qualitätsmanagementbeauftragter) unterstützen arbeitsplatznahes Lernen in der Altenpflege“,
  • dem Coaching der Qualitätsmanagementbeauftragten bzgl. ihrer lokalen BBA,
  • der Projektevaluation unserer Aktivitäten und
  • der Durchführung einer wissenschaftlichen Untersuchung zur Generierung eines Anforderungsprofils für Lernförderer mit Prof. Dr. John Erpenbeck.

Weitere ausführliche Informationen sowie die Ergebnisse des Projekts finden Sie auf der Projekt-Internetseite.

Equal-Projekt "Forum-Ost"

Die aus dem Europäischen Sozialfonds geförderte Gemeinschaftsinitiative EQUAL zielt darauf ab, neue Wege zur Bekämpfung von Diskriminierung und Ungleichheiten von Arbeitenden und Arbeitsuchenden auf dem Arbeitsmarkt zu erproben. Ins Leben gerufen durch die Initiative für Beschäftigung OWL e.V. zielte die EQUAL Entwicklungspartnerschaft „Forum.Ost“ auf die Unterstützung kleiner und mittelständischer Unternehmen ab, um osteuropäische Märkte zu erschließen, bestehende Exportaktivitäten zu optimieren und Personen mit Migrationshintergrund neue berufliche Perspektiven aufzuzeigen.

Bestehend aus sechs Teilprojekten, wurde eine Art Baukastenprinzip für Dienstleistungen rund um die Verbesserung der Internationalisierungskompetenz für Unternehmen und Fachkräfte angeboten. Durch die Begleitung und Beratung während des operativen Tagesgeschäfts von rund 50 Firmen in ausgewählte Länder sollte das Export-Know-how hinsichtlich der mittel- und osteuropäischen Märkte gestärkt werden. Auch die Suche sowie die Qualifizierung von geeigneten Fachkräften für diese Bereiche waren in dieses Projekt integriert.

Die Fachhochschule des Mittelstands fokussiere sich dabei auf Letzteres und realisierte gemeinsam mit anderen Hochschulen in Ostwestfalen-Lippe (OWL) das Teilprojekt „Landeskundige Assistenten“. An den Hochschulen OWLs studieren Personen vielfältiger Nationalitäten. Dies bietet große Potentiale für Unternehmen und sollte im Rahmen dieses Teilprojekts für die KMUs zugänglich gemacht werden. Mithilfe eines Qualifizierungssystems wurden mehrsprachige Studierende oder arbeitssuchende Akademiker zu landeskundigen Assistenten ausgebildet und auf ihren praktischen Einsatz für die Unternehmen vorbreitet. Das FHM-Kompetenzzentrum bot in diesem Qualifizierungsprogramm ein Seminar zur interkulturellen Kompetenz an. Die Studierenden sollen dabei bezüglich interkultureller Besonderheiten sensibilisiert werden und einen Kulturguide für ihr jeweiliges Herkunftsland erstellen Die einzelnen Kulturguides finden Sie unter unseren Publikationen.

Das Projekt „Forum. Ost“ wurde von 2005 bis 2007 durchgeführt, wobei das Bundesministerium für Arbeit und Soziales als Nationale Koordinierungsstelle und Programmverwaltungsbehörde für die inhaltliche und finanzielle Umsetzung des Förderprogramms verantwortlich war. Zudem wurde es unterstützt durch den Forum.Ost-Qualitätsbeirat „Aussenwirtschaftsberatung“ und die transnationale Partnerschaft K.I.T.E.

Verbundprojekt "Ressourcenorientierte Kompetenzentwicklung bei älteren Arbeitnehmern" ("50+")

Ressourcenorientierte Kompetenzentwicklung bei älteren Arbeitnehmern zum Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit („50+“)

Die heutige wirtschaftliche Situation ist gekennzeichnet durch eine zunehmende Globalisierung und rasanter Wissensentwicklung bei gleichzeitigen demografischen Veränderungen: es werden zunehmend weniger Kinder geboren, so dass sich die Lebensarbeitszeit der einzelnen Arbeitnehmer kontinuierlich verlängert. Daraus resultieren sowohl qualifikatorische als auch regionale Lücken im Arbeitskräfteangebot.

Das Verbundprojekt „Ressourcenorientierte Kompetenzentwicklung bei älteren Arbeitnehmern zum Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit“ hatte das Ziel, diese qualifikatorischen Lücken zu schließen, indem die Kompetenzen der älteren Arbeitnehmer gestärkt werden.
Insbesondere ging es um den Aufbau sogenannter Innovationskompetenz, um den Umgang mit schnellen wirtschaftlichen Veränderungen zu verbessern und den Prozess des lebenslangen Lernens zu erleichtern.

Das Verbundprojekt setzte sich hierzu aus folgenden Teilen zusammen:

  • Bestandsaufnahme der besonderen Situation des Unternehmens
  • Festlegung der Anforderungen an die Mitarbeiter, differenziert nach Hierarchieebene (Generierung eines Anforderungsprofils mit KODE®X)
  • Analyse der bereits vorhandenen Kompetenzen (KODE®)
  • Erstellen eines Human Ressource Qualitätshandbuches
  • Präsentation der Ergebnisse für die Geschäftsführung

Zudem wurden gezielte Entwicklungsworkshops angeboten:

  • Workshop zum Wissensmanagement: Grundlage zur Sicherung des Know-hows älterer Menschen und der Transfersicherung von vorhandenen Wissen
  • Workshops für Mitarbeiter: Aufbau von Innovationskompetenz
  • Workshops für Führungskräfte: Infos zu den Gesamtergebnissen der Mitarbeiter und wie sie damit umgehen können
  • Einrichtung von Mentoringprogrammen: Nutzung und Sicherung des vorhandenen Know-hows
  • Transferveranstaltungen: Informationen einer breiten Öffentlichkeit, Stärkung der Region OWL

An dem Verbundprojekt „50+“ des FHM-Kompetenzzentrums nahmen von 2005 bis 2007 verschiedenste kleine und mittelständische Unternehmen teil, um einen gezielten Informationsaustausch zwischen Betroffenen zu ermöglichen und voneinander zu lernen. Gefördert wurde das Projekt durch den Europäischen Sozialfond (ESF). 

Informationen zu den eingesetzten Verfahren KODE® und KODE®X finden Sie hier.

Modellprojekt "Weiterbildungstüren öffnen"

Um Weiterbildungen auch für hierzu eher defensiv eingestellte Unternehmen attraktiv zu machen, sollten durch das Projekt “Weiterbildungstüren öffnen“ mithilfe verschiedener und innovativer Anspracheformen Unternehmen für dieses Thema gewonnen werden. Hierzu wurden ihre betrieblichen Probleme erfasst und mithilfe pass- und zielgenauer Qualifizierungen Lösungen für diese erarbeitet.

Ziel des Modellprojektes war es, weiterbildungsdefensive Unternehmen für Weiterbildungsmaßnahmen nachhaltig zu sensibilisieren und deren Notwendigkeit an konkreten Beispielen zu verdeutlichen. Durch verschiedene Interessengruppen – Bildungsanbietern, Unternehmerverbänden sowie weiterbildungsoffensiven Unternehmen – wurde dafür ein branchenneutrales Instrument geschaffen. Dabei nahmen weiterbildungsaktive Unternehmen eine Vorbildfunktion ein.

An dem Projekt nahm ein Zusammenschluss aus neun Bildungseinrichtungen teil, wobei der BOW die Gesamtkoordination übernahm und als Bindeglied fungierte, da alle Beteiligten diesem angeschlossen waren. Direkte Projektpartner des FHM-Kompetenzzentrums bei diesem Modellprojekt, welches von 2005 bis 2006 durchgeführt wurde, waren die Unternehmen Arreda GmbH aus Bünde sowie Reitz Ventilatoren GmbH & Co.KG aus Höxter.