Institut für Unternehmensgründung

und Unternehmensnachfolge (IUG)

Das Institut für Unternehmensgründung und Unternehmensnachfolge (IUG) ist eine interdisziplinäre, anwendungsorientierte Forschungseinrichtung, die als In-Institut in die Fachhochschule des Mittelstands (FHM) in Bielefeld integriert ist. Die Bereiche  Ausgründung und Nachfolgemanagement stellen sowohl in der Hochschullehre als auch in der Forschung und Beratung ein zentrales Interesse der FHM dar. Thematische Schwerpunkte, die auch die Emanzipation des Unternehmens vom Gründer und damit die Phasen der Unternehmensentwicklung berücksichtigen, werden genannt.

Nicht nur in der mittelständisch geprägten Region Ostwestfalen-Lippe stehen in den nächsten Jahren zahlreiche Unternehmen vor einem Generationswechsel. Damit kommt der Unternehmensnachfolge eine erhebliche Bedeutung für den Erhalt von mittelständischen Wirtschaftsstrukturen und Arbeitsplätzen zu. Wenn wir fragen, woher Wertschöpfung, Arbeitsplätze, regionale Dynamik und damit wirtschaftliches Wachstum kommen, bleibt nach kritischer Prüfung aller Theorien und historischer Erfahrungen nur eine Antwort: Es sind unternehmerisch denkende Menschen, die in unserer Gesellschaft diese Rolle übernehmen – Entrepreneure, Gründer, Unternehmer.

Das IUG steht auch Interessierten außerhalb der Hochschule offen. In praxisnahen Seminaren und persönlichen Coachings ergeben sich Möglichkeiten vom Gründungswissen und von Konzepten für die Nachfolgeregelung zu profitieren. Hierzu stehen Ihnen unsere Spezialisten aus Forschung und Lehre zur Verfügung. Das Institut für Unternehmensgründung und Unternehmensnachfolge (IUG) ist hier Ihr erster Ansprechpartner. 

Projekte

  • Businessplanwettbewerb Startklar
  • Ideenwettbewerb „Glocal“

Kooperationen

  • OWL-Marketing GmbH Bielefeld
  • Institut für Unternehmensentwicklung, Prof. Dr. Keiler, Universität Lintz
  • Uniconsult, Transferstelle der Uni Paderborn, Prof. Dr. R. Kabst
  • ASI
  • Deutsches Institut für Unternehmensnachfolge e.V. (www.difu.org)

„Das Deutsche Institut für Unternehmensnachfolge e.V. beschäftigt sich mit der internen sowie der externen Unternehmensnachfolge im Mittelstand. Mit Hilfe dieser Plattform soll ein Erfahrungsaustausch zwischen Experten und interessierten Unternehmern sowie potentiellen Nachfolgern unterstützt werden."

Lehre

Lehrbeauftragte im Modul Unternehmensgründung:

  • Prof. Dr. Ralf Brüning (Köln)
  • Steffen Hertel (Rostock)
  • Dr. Johannes Krause-Traudes
  • Kurt Kuhn
  • Prof. Dr. Richard Merk
  • Martin Niemann
  • Thomas Obergassel

Finanzierung

  • EXIST-Gründerstipendium
  • Gründerfond OWL
  • KfW-Gründerkredit
Bernd Seel

Bernd Seel

Leiter des Institutes für Unternehmensgründung und Unternehmensnachfolge (IUG)
seel@@fh-mittelstand.de

Publikationen

Der Businessplan

Der Businessplan: Der Weg in die erfolgreiche Existenzgründung!

Mit dem Businessplan bereiten Sie sich effizient auf Ihre Existenzgründung vor und vermeiden damit einen der häufigsten Gründe für das vorzeitige Scheitern: nämliche mangelnde Planung.  Indem Sie einen Businessplan erstellen, testen Sie Ihre Geschäftsidee auf Machbarkeit und das wirtschaftliche Potential. Zudem ermitteln Sie den Finanzbedarf und vermeiden damit einen weiteren Fehler bei der Gründung.

Der fertige Businessplan ist für Sie eine Orientierungshilfe und dient als Informationsdokument für potenzielle Geldgeber.

Was ist ein Businessplan?

Der Businessplan (englisch für Geschäftsplan) ist die ausgearbeitete und ausformulierte Zusammenfassung Ihrer Geschäftsidee. Im Businessplan erarbeiten und beschreiben Sie zum Beispiel wie Ihre Geschäftsidee funktionieren soll, an wen sich Ihre Geschäftsidee richtet (Zielgruppen), wo die Chancen und Risiken liegen und ob sich Ihre Geschäftsidee überhaupt lohnt. Den Businessplan sollten Sie vor der Realisierung Ihrer Geschäftsidee erstellen, um so das Konzept auf Herz und Nieren zu prüfen. Der Businessplan ist somit eine Art Machbarkeits- und Wirtschaftlichkeitsstudie Ihrer Idee.

Warum einen Businessplan erstellen?

Mit einem gut ausgearbeiteten Businessplan, bei dem Sie die kritischen Bereiche Ihrer Geschäftsidee prüfen, beugen Sie einem vorzeitigen Aus Ihrer Existenzgründung durch Planungsmängel (einer der Hauptgründe für ein Scheitern innerhalb der ersten 3 Jahre) vor. Außerdem übernimmt der Businessplan folgende weitere wichtige Funktionen:

  • Businessplan als Machbarkeitsstudie
    Wenn Sie den Businessplan erstellen, setzen Sie sich kritisch mit Ihrer Geschäftsidee auseinander, um diese auf die Machbarkeit (Ist die Idee Umsetzbar?) und Wirtschaftlichkeit (lohnt es sich?) zu prüfen.
  • Businessplan als Informationsdokument
    Der Businessplan dient als Informationsdokument für potentielle Investoren und/oder Förderinstitute, Banken, private Eigenkapital- und/oder Darlehensgeber und wird von jedem potenziellen Geldgeber verlangt. Aber auch für mögliche Partner ist der Geschäftsplan ein wichtiges Dokument.
  • Businessplan als Wegweiser
    Ist die Idee umsetzbar und macht sie wirtschaftlich Sinn, so geht es an die Umsetzung. Hierbei hilft der Businessplan als wichtiges Leitinstrument.

Folglich sollte es für den Weg in Ihre Selbstständigkeit keine Zweifel darüber geben, ob Sie einen Businessplan erstellen oder nicht.

Für wen Sie einen Businessplan erstellen

Den Businessplan erstelle Sie in erster Linie für sich selbst. Aber es gibt auch eine Reihe von anderen Anspruchsgruppen, die den Businessplan verlangen:

  • Businessplan für die Geldgeber
    Die meisten Geldgeber, aber auf jeden Fall alle Banken und Eigenkapitalgeber verlangen einen Businessplan. Vor allem auf den Finanzplan Teil des Businessplans sollten Sie achten, der in der Regel besonders kritisch durchleuchtet wird.
  • Businessplan für Fördermittel
    Wenn Sie Fördermittel erhalten wollen, kommen Sie nicht um das Erstellen eines Businessplans herum.
  • Businessplan für Geschäftspartner
    Es ist möglich, dass zukünftige Geschäftspartner (z.B. Lieferanten, die Ihnen z.B. eine längere Zahlungsfrist einräumen) eine Kurzform des Geschäftsplans sehen möchten.

Finanzierungsmöglichkeiten

Eigenkapital: Grundstein für die Existenzgründung

Ohne Eigenkapital keine Existenzgründung! Egal, ob Sie eigene Mittel in das neu gegründete Unternehmen einbringen, sich Familien und Freunde beteiligen, Sie die Finanzierung Ihrer Geschäftsidee mit professionellen Investoren sicherstellen oder alternative Formen wie Crowdfunding wählen. Es gilt Vor- und Nachteile abzuwägen!

Für die Mehrheit der Gründer sind die eigenen Ersparnisse oft der Grundstein und die einzige Ressource für die Finanzierung der Existenzgründung.

Wird aber zusätzliches Geld benötigt, so stellt sich die Frage wie und zu welchen Konditionen zusätzliches Kapital für deine Gründung oder deines Start-up beschafft werden kann.

Grundsätzlich gibt es zwei Varianten, die du bei deiner Finanzierung prüfen kannst:
Eigenkapital und Fremdkapital.

  • Fremdkapital
    Fremdkapital bedeutet, Geld auf Zeit zu bekommen. Der Gläubiger (z.B. die Hausbank oder die Förderbank) stellt dabei Kapital, beispielsweise in Form eines Darlehens, zur Verfügung. Der Kreditgeber verlangt als Gegenleistung eine Verzinsung sowie die fristgerechte Rückzahlung des Kapitals zu einem im Voraus festgelegten Zeitpunkt. Fremdkapitalgeber sind tendenziell risikoscheuer als Eigenkapitalgeber, da Sie „nur" von dem bezahlten Zins profitieren. Aus diesem Grund ist es meist schwierig für Existenzgründer Fremdkapitalgeber zu finden.
  • Eigenkapital
    Dem Fremdkapital gegenüber stehen die Eigenkapitalgeber. Sie verlangen weder eine feste Verzinsung noch einen bestimmten Rückzahlungstermin. Durch die Beteiligung mit Eigenkapital am Unternehmen werden sie zu Miteigentümern und profitieren daher von einem positiven Geschäftsverlauf. Eigenkapitalgeber haben in der Regel ein Mitsprachrecht und bringen oft auch ihr Know-How in das Unternehmen mit ein.

Es gibt eine Reihe an möglichen Quellen für Eigenkapital, die bei einer Existenzgründung in Frage kommen. Wichtig ist, dass Sie sich über die jeweiligen Eigenkapital Varianten zuerst ausreichend informieren, um dann die Vor- und Nachteile abwägen zu können.

Je nach Eigenkapital Geber erhalten Sie beispielsweise zu dem Eigenkapital zusätzlich operative Unterstützung, was für einige Gründer Sinn macht, Andere wiederum nicht möchten.

Eigenkapital durch Freunde und Familie

Oft unterstützen Familienmitglieder und Bekannte die Gründer, indem sie Eigenkapital für die Existenzgründung zur Verfügung stellen. Hier ist allerdings Vorsicht geboten, da sich daraus auch ein Haftungsanspruch ergeben kann. Unter Umständen empfiehlt es sich, einen Darlehen zu vereinbaren.

Accelerator: Unterstützung und Eigenkapital für den Start

Accelerator Programme sind häufig zeitlich sehr begrenzte Starthilfen für Start-ups, die durch Venture Capital-Geber oder Unternehmen organisiert werden. Im Fokus steht dabei nicht die Kapitalvergabe bzw. Unterstützung mit Eigenkapital, sondern die Unterstützung mit Infrastruktur und Know-how. Am Ende des Accelerator Programms gibt es dann oft einen Pitch mit der Idee vor Investoren.

Business Angel: Private Eigenkapital Geber

Ein Business Angel ist eine vermögende Privatperson, die sich an einem jungen Unternehmen mit Eigenkapital beteiligt. Neben der Einbringung von Kapital unterstützt ein Business Angel das junge Unternehmen in der Regel mit Know-How und/oder seinem Netzwerk. Größere Eigenkapital Finanzierungen werden oft in einem sogenannten Club Deal von mehreren Business Angels finanziert.

Venture Capital: Wagniskapital für deine Gründung

Private Equity bezeichnet die Beteiligung professioneller Anleger an einem Unternehmen. Investitionen werden branchenüblich über einen Fonds getätigt. Eine Unterform des Private Equity ist das für Existenzgründer relevante Venture Capital, bei dem sich professionelle Investoren an Unternehmen in der Gründungs- und Frühphase mit Eigenkapital beteiligen.

Inkubator: Ein starker, langfristiger Partner

Ein Inkubator vereint Elemente eines Business Angels, Venture Capital-Unternehmen und Acceleratoren. Neben der Finanzierung durch Eigenkapital wird das Start-up von dem Inkubator auch operativ und personell unterstützt. Inkubatoren werden entsprechend oft auch als Company Builder bezeichnet, da das Unternehmen gemeinsam entwickelt wird.

Crowdfunding & Crowdinvesting: Eigenkapital von der Crowd

Eine ganz neue und interessante Art Eigenkapital für die Existenzgründung zu beschaffen stellt das Crowdfunding und Crowdinvesting dar.

Beim Crowdfunding geht es zwar um eine relative geringe Höhe an Eigenkapital, dafür bekommen Sie keinen neuen Miteigentümer. Beim Crowdinvesting hingegen stellt die Crowd Eigenkapital im deutlich sechsstelligen Bereich zur Verfügung, profitiert dafür aber auch von der positiven Geschäftsentwicklung.


Das EXIST Gründerstipendium als Zuschuss für die Gründung aus der Universität

Dank des Exist-Gründerstipendiums ist es für Studenten, Absolventen und wissenschaftliche Mitarbeiter möglich, sich direkt aus der Universität selbstständig zu machen.

Gefördert werden vor allem innovative und technologieorientiere Geschäftsideen. Das Ziel des Exist-Gründerstipendiums ist dabei, die Gründer/innen in der Erstellung der Businessplan Phase zu unterstützen.

Die Gründung aus der Universität bietet zahlreiche Vorteile. So kann der Existenzgründer – sei es als Student, Absolvent oder wissenschaftlicher Mitarbeiter –  in der Regel die bestehende Infrastruktur der Hochschule nutzen.

Was ist das EXIST Gründerstipendium?

Das EXIST Gründerstipendium ist ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie und wird durch den Europäischen Sozialfonds unterstützt.

Wer wird mit dem EXIST Gründerstipendium gefördert?

Das Gründerstipendium unterstützt Gründerinnen und Gründer aus Hochschulen und anderen Forschungseinrichtungen, die ihre Gründungsidee in den Businessplan umsetzen möchten. Das Studium sollte bereits zur Hälfte absolviert sein und der Abschluss von Absolventen und ehemaligen wissenschaftlichen Mitarbeitern darf nicht länger als 5 Jahre zurückliegen. Gründerteams dürfen aus drei Personen bestehen und werden im Falle, dass die Mehrheit aus Studierenden besteht, nur in Ausnahmefällen gefördert.

Was wird mit dem EXIST Gründerstipendium gefördert?

Das Gründungsvorhaben sollte innovativ und technologieorientiert sein. Gefördert werden mit dem Gründerstipendium Ideen aus dem produzierenden Gewerbe sowie Dienstleistungen, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen. Ein Alleinstellungsmerkmal ist besonders wichtig für die Förderung im Rahmen von EXIST.

Wie wird durch das EXIST Gründerstipendium gefördert?

Promovierte Stipendiaten erhalten mit dem Gründerstipendium 2.500 € im Monat, Hochschulabsolventen erhalten 2.000€ im Monat. Studierende bekommen monatlich 800 € und potenzielle Gründer mit Kindern erhalten zusätzlich einen Zuschlag von 100 € monatlich. Einzelgründer erhalten weiterhin 10.000 € für Sachausgaben und Teams sogar bis zu 17.000€. Um potenzielle Gründer umfangreich zu unterstützen, erhalten sie durch EXIST ein einjähriges Coaching im Wert von 5.000 €. Im Rahmen der Coachingmaßnahmen können Kurse wie Öffentlichkeitsarbeit, Unternehmensführung, Haftung Risikomanagement, Betriebswirtschaft für Nicht- Kaufleute und Jungunternehmer, Internetrecht, Gesellschaftsrecht, Handelsrecht, Rechtsberatung oder Verkaufserfolg durch Persönlichkeit sowie Rhetorikkurse für Unternehmer besucht werden.

Was muss für das EXIST Gründerstipendium geleistet werden?

Die Hochschule muss in das Gründernetzwerk eingebunden sein und stellt der Gründerin oder dem Gründer einen Mentor sowie einen Arbeitsplatz unter Garantie der kostenfreien Nutzung der Infrastruktur zur Verfügung. Durch das Gründerstipendium subventionierte Gründerinnen und Gründer besuchen das Coaching und diverse Seminare, um nach fünf Monaten die ersten Ergebnisse zum Businessplan präsentieren zu können. Die Teilnahme an einem Seminar zum Thema Gründerpersönlichkeit ist Pflicht. Nach weiteren fünf Monaten muss der Businessplan vollständig vorliegen.

Wer beantragt das EXIST Gründerstipendium?

Staatliche Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen können jederzeit einen Antrag stellen. Darin verpflichtet sich die Hochschule dem Gründer einen Mentor und den Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen. Der Gründer selbst muss ein Ideenpapier einreichen. Darin sollte er auf etwa 20 Seiten Aspekte wie Geschäftsidee, Markt, Wettbewerb und Finanzierung darstellen.

Was ist außerdem beim EXIST Gründerstipendium zu beachten?

Die Gründung des Unternehmens kann während der Förderung durch das Gründerstipendium erfolgen, sollte allerdings nicht zu Beginn stehen. Im Fokus des Programms steht die Unterstützung bei der Erstellung des Businessplans. Im Falle einer Förderung durch das  EXIST Gründerstipendium darf kein anderes Stipendium, Beschäftigungsverhältnis oder Förderprogramm zur Finanzierung des Lebensunterhalts bestehen. Dazu zählt ebenso, dass keine entgeltlichen Nebentätigkeiten von mehr als fünf Wochenstunden ausgeübt werden. Es ist zu erwähnen, dass das EXIST-Gründerstipendium nicht steuerfrei ist und somit verpflichtet sich der Stipendiat zur eigenverantwortlichen Abführung der Steuern und Sozialversicherungsabgaben.


Bei allen weiteren Fragen zum Thema EXIST Gründerstipendium stehen wir Ihnen gerne zur Vefügung.

Das Gründer-Wiki

Der Weg bis zur Gründung ist ein sehr langer. Er wirft viele Fragen auf, die häufig akribische Recherche voraussetzen. Im folgenden werden Allgemeine Fragen behandelt, die immer wieder gestellt werden.

Welche Unternehmensform ist bei einer Gründung sinnvoll?

Es empfiehlt sich grundsätzlich die Gründung einer GmbH, wenn das erforderliche Kapital für die Stammeinlage aufgebracht werden kann. Diese Unternehmensform kann später ohne größeren Aufwand in eine AG umgewandelt werden, im drohenden Falle einer Insolvenz haften die Gesellschafter nicht mit ihrem Privatvermögen, ausschließlich mit dem eingelagerten Stammkapital, solange die Gesellschafter nicht fahrlässig gehandelt haben, und nicht als Bürgen für Verbindlichkeiten mit dem Privatvermögen haften.

Ist das benötigte Kapital zur Gründung einer GmbH nicht vorhanden, bietet sich eine UG (Unternehmensgesellschaft) an, die auch als „Mini-GmbH“ bezeichnet wird. Diese ist eine Variante der klassischen GmbH. Eine Gründung ist theoretisch schon ab einem Euro Stammkapital möglich. Ziel der UG ist die Umwandlung in eine richtige GmbH durch Ansparpflicht. 25% des Jahresüberschusses müssen in eine Rücklage fließen, bis die erforderlichen 25.000€ Stammkapital erreicht sind.

Wie viel kostet die Anmeldung einer GmbH/UG?

Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (kurz: GmbH) muss im Handelsregister vermerkt werden. Dazu ist eine notarielle Beurkundung nötig. Insgesamt kommt man auf einen Betrag von ca. 800€. Als Stammeinlage benötigt man mindestens 25.000€, zur Anmeldung der GmbH muss davon mindestens die Hälfte (12.500€) vorhanden sein.

Die Unternehmensgesellschaft (UG) ist in der Gründung deutlich billiger. Für eine Gründung mit bis zu drei Gesellschaftern steht ein allgemeines Musterprotokoll einer Satzung zur Verfügung. Eine Gründung ist schon für 150€ möglich, als Stammeinlage reicht bereits 1€.

Kann ich mir mein(e) Produkt/Muster/Dienstleistung/Erfindung schützen lassen?

Im allgemeinen ist es möglich, sein(e) Produkt/Muster/Dienstleistung/Erfindung beim „Deutschen Patent- und Markenamt“ (www.dmpa.de) schützen zu lassen. Dazu ist eine Kostenpflichtige Anmeldung eines Patents nötig, was hohe Gebühren mit sich bringt. Eine Kostenpflichtige Patentsuche geht der Anmeldung voraus, um die Validität des anzumeldenden Patents zu belegen.

Brauche ich einen Businessplan um mein Unternehmen zu gründen?

Ein Businessplan ist Elementar notwendig bei der Gründung eines Unternehmens. Bei der Kapitalbeschaffung ist der Businessplan sowohl für Kreditinstitute, als auch für Business Angels und Venture-Capital-Gesellschaften Grundvoraussetzung für eine angehende Investition. Auch für die Gründer selbst ist das Schreiben des Businessplans die beste Möglichkeit, noch einmal ins Detail zu gehen um ungeklärte Feinheiten Auszuarbeiten. Ein Businessplan umfasst ungefähr 35-40 Seiten, eine Vorlage zu den Inhalten ist bei dem Businessplanwettbewerb „Startklar“ vorzufinden.

http://www.ostwestfalen-lippe.de/images/startklar-Businessplan-handbuch_druckerfreundlich.pdf

Startup

Sie haben kürzlich ein Unternehmen gegründet und befinden sich in den ersten Phasen des Lebenszyklus eines Unternehmens. Das typische Klischee auf das man trifft, kommt es zum Thema Startup, ist angefüllt mit großartigen Ideen und Nachtschichten in unauffälligen Garagen. Auch wenn ein Klischee, steckt doch ein wenig Wahrheit darin, denn am Anfang eines erfolgreichen Startups steht fast immer eine brillante Idee und wenig finanzielle Ressourcen.

Um ihr Unternehmen weiter voranzutreiben, und ihnen in der wohl schwersten Phase der Unternehmensgründung tatkräftig helfen zu können, stehen wir ihnen tatkräftig und beratend zur Seite, in dem wir mit ihnen nach Finanzierungsmöglichkeiten suchen, den Businessplan verfeinern und Strategien entwickeln. Dazu stehen ihnen sowohl ein Pool an hochkarätigen Dozenten der FHM mit hohen Fachkenntnissen, sowie zahlreiche Netzwerke zur Verfügung. Für weitere Informationen steht dir als erste Anlaufstelle der Institutsleiter Professor Seel zur Verfügung.

Coaching und Beratung für junge Existenzgründer

Im Rahmen eines Coaching können wir Sie in der Gründungs- und Aufbauphase Ihres Unternehmens bei der Lösung von Fragen und Problemen unterstützen.

Die Beratungsinhalte können z. B. umfassen:

  • Analyse der betrieblichen Entwicklung
  • Vorbereitung und Begleitung von Gesprächen mit Banken und Behörden
  • Unterstützung beim Aufbau des kaufmännischen Bereiches in Ihrem Unternehmen
  • Erarbeitung und Überwachung der Arbeitsplanung
  • Unterstützung bei der Kalkulation der Preise und Stundensätze
  • Beratung zu Krisenmanagement (Turn Around Beratung)

Eine Existenzgründungsberatung ist auf jeden Fall sinnvoll, weil Sie durch die Beratung von Experten häufige Fehler vermeiden und somit die Chancen auf eine erfolgreiche Unternehmensgründung und -führung wesentlich erhöhen können.

Absolventen gründen aus dem Hörsaal

Die Fachhochschule des Mittelstands (FHM) fühlt sich dem Unternehmertum in besonderer Weise verpflichtet. Unsere Absolventen sollen in Fach- und Führungspositionen mittelständischer Betriebe unternehmerisch denken und handeln. Daher wurde an der FHM als einer der ersten Hochschulen in Deutschland das Fach "Existenzgründung" verpflichtend für alle Studierenden eingeführt.

Wie gut die Studierenden diese annehmen zeigt sich auch an der überdurchschnittlichen Existenzgründer- und Unternehmensnachfolgerquote unter unseren Studierenden. Eine Auswahl haben wir Ihnen hier zusammengestellt.