Was machen Sozialarbeiter?

FHM-Studierende in Rostock präsentieren ihre Praktikumserfahrungen der Öffentlichkeit

Sozialarbeiter und ihre Aufgaben – kaum ein anderes Arbeitsfeld ist so facettenreich. „Viele wissen gar nicht, wie vielfältig die Berufsmöglichkeiten sind“, sagt Hochschuldozent Sascha Flemnitz im Gespräch mit der Ostsee-Zeitung. Um möglichst viele Eindrücke über die Aufgaben eines Sozialarbeiters geben zu können stellten die Studierenden „Soziale Arbeit & Management“ der FHM Rostock ihre Praktikumserfahrungen mit Plakaten für die Öffentlichkeit dar.

Swantje Ziesler und Josh Weichert waren zum Beispiel für sechs Monate im Bereich „Schulsozialarbeit“. „Die 24 Wochen waren spannend, aber auch anstrengend“, berichtet Ziesler der Ostsee-Zeitung, die alle Studierende interviewte. Die 29-Jährige war gleich an vier Einrichtungen tätig. „Das hatte ich so nicht erwartet.“ Vor allem die Dankbarkeit der Kinder sei eine tolle Entlohnung. „Das Praktikum fand über die Weihnachtszeit statt. Da wurde natürlich viel gebastelt“, erzählt Ziesler.

Josh Weichert beschreibt seine neue Erfahrungen: „Ich arbeitete für den Träger Soziale Bildung in der Borwinschule und im Peter-Weiss-Haus. Auch wenn ich es nicht vermutet hätte, passt Letzteres viel besser zu mir.“ Dadurch konnte der 23-Jährige erkennen, dass die offene Kinder- und Jugendarbeit mehr seinem Karriereziel entspricht. 

Sebastian Prietz erzählte im Gespräch mit der Ostsee-Zeitung. „Ich war in Potsdam im Bereich der Erlebnispädagogik tätig.“ Diese Art der Pädagogik setze sich draußen und aktiv mit bestimmten Problemen auseinander. „Gruppen, die zu uns kamen, waren beispielsweise Schulklassen.“ Diese hatten oft Kommunikationsschwierigkeiten. „Mit gemeinsamen Aktionen versuchten wir jene zu bewältigen und den Erfolg in den Alltag zu transferieren.“

Tessa Scholz erklärt: „Ich absolvierte mein Praktikum in Nordfriesland in der Kita-Fachberatung.“ Das sei spannend gewesen, jedoch arbeite man in diesem Berufsfeld meist alleine. „Das gefällt mir nicht. Ich erachte den Austausch mit Kollegen als sehr wichtig.“ Die 22-Jährige hat während des Praktikums gemerkt, dass sie vorerst sowieso noch Berufserfahrung im Kindergarten benötigt. „Die fehlt mir bisher komplett, immerhin weiß ich nun, wohin es nach dem Studium gehen kann.“

„Und genau darum geht es im Modul Studium Generale“, sagt Sascha Flemnitz, der das Konzept entwickelte. Die Studierenden erhalten erstmals einen Einblick, welche Berufsfelder es gibt und was diese beinhalten. „Kaum ein Feld ist so vielfältig“, betont Standortleiterin Professor Dr. Silke Pfeiffer.