Studierende veranstalten 3. FHM Symposium der Gesundheitswirtschaft

Bielefeld. Studierende des Bachelor-Studiengangs Gesundheitswirtschaft der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) führten vergangenen Donnerstag das dritte FHM Symposium der Gesundheitswirtschaft durch. Das Thema der diesjährigen Tagung lautete „Social MEDia - Chancen, Risiken & Nebenwirkungen für die Gesundheitswirtschaft“. Rund 50 Gäste aus ganz Nordrhein-Westfalen verfolgten die fünf Vorträge mit anschließender Podiumsdiskussion verschiedener Wissenschaftler, Ärzte und Experten aus der Gesundheitswirtschaft.

Prof. Dr. Walter Niemeier, Dekan des Fachbereichs Personal, Gesundheit und Soziales der FHM, brachte einleitend zum Ausdruck, dass das Thema Social Media aktuell sehr kontrovers diskutiert werde und die Veranstaltung mit Unterstützung der kompetenten Referenten einen Beitrag zur Meinungsbildung und Beantwortung offener Fragen leisten könne. Die Moderation übernahm der Studierende Moritz E. Behm.

Prof. Dr. Manfred Leisenberg, Professor für Wirtschaftsinformatik an der FHM, beschrieb anhand markanter Zahlen die Bedeutung von Social Media in der heutigen Zeit und zeigte den profitablen Einsatz von Web 2.0 in der Gesundheitswirtschaft auf. „Die Fokussierung auf ein soziales Netzwerk reicht nicht aus“, fügten Kommunikationsberater Kai Heddergott und Rechtsanwalt Jan Mönikes hinzu. Tiefergehend erläuterte Mönikes die rechtlichen Rahmenbedingungen. Er wies daraufhin, dass besonders durch sogenannte Pseudoinformation über Kommunikationsplattformen großer Schaden entstehen könne. 

Ein Best Practise Beispiel für Social Media im Unternehmen stellte Axel Dittmar, Kliniksprecher und Leiter Unternehmenskommunikation des Klinikum Bielefeld Mitte, dar: „Social Media ist mehr als ein Trend“ und „Es gibt keinen Grund, weshalb sich ein Krankenhaus diesem Thema versperren sollte!“ Diese Meinung konnte Sebastian Merkel, Mitarbeiter des Instituts Arbeit und Technik Gelsenkirchen, mit Hilfe wissenschaftlicher Studien eindeutig bestätigen.

Bei der abschließenden Podiumsdiskussion, an der Christina Maria Brühl, Geschäftsführerin und Leitung Marketing der Darmklinik Exter, Dr. Michael Fantini, Ärztlicher Direktor des Krankenhaus Lübbecke der Mühlenkreiskliniken, Prof. Leisenberg und Christian Broden, Barmer GEK Marketing & Vertrieb teilnahmen, wurden die einzelnen Standpunkte und Erfahrungen bezüglich des Einsatzes von Social Media in der Gesundheitswirtschaft debattiert. Alle Diskussionsteilnehmer waren sich darin einig, dass Social Media nicht nur kritisch zu sehen sei, sondern vielmehr eine Herausforderung ist, die es gilt anzunehmen. Der Einsatz dieses Kommunikationskanals sei perspektivisch ein absolutes „Must-Have“. 

Nicht nur die Gäste und Referenten empfanden das 3. FHM Symposium der Gesundheitswirtschaft als eine sehr konstruktive und informative Veranstaltung, auch die Studierenden des Studiengangs Gesundheitswirtschaft: „Die Arbeit für dieses Projekt hat sich definitiv gelohnt!“

Die Tagung fand in den Räumen der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) in Bielefeld statt. Die Teilnahme war kostenfrei.

Social Media im Gesundheitswesen? Studierende diskutierten dies mit Wissenschaftlern und Kommunikationsexperten beim 3. FHM Symposium der Gesundheitswirtschaft am Campus Bielefeld.