Steigende Anzahl an Auslandspraktika

Eine immer größere Anzahl an FHM-Studierenden verbringt ihr Studium in der Praxis (SiP) im Ausland. Dies trifft keineswegs nur auf spezifisch international ausgerichtete Studiengänge wie den B.A. International Business Administration oder den B.A. Tourismusmanagement zu. Auch Studierende wie Julika Henke aus dem Gesundheitsbereich schätzen die Praxiserfahrung in anderen Ländern und Kulturkreisen. Rund um Möglichkeiten zur Praxisphase im Ausland sowie zu Stipendienmöglichkeiten informiert das International Office der FHM (Frau Riedenklau) Sie gern!

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Auslandspraktikum in Aarau/Schweiz - 

Julika Henke , BA-GW06-VZ

Grüezi! Für die nächsten sechs Monate wird die Schweiz meine neue Heimat. Um genau zu sein, die Stadt Aarau im Kanton Aargau. Hier werde ich die SIP-Phase meines Studiums der Gesundheitswirtschaft verbringen. Während dieser Zeit arbeite ich im Kantonsspital Aarau, in der Abteilung Medizincontrolling/ Medizinische Codierung. 

Das Spital ist mit ca. 700 Betten ein Haus der Maximal-Versorgung und deckt mit über 30 Behandlungs- und Diagnosezentren alle wichtigen Bereiche ab. Dies erfordert zwangsläufig eine gute Strukturierung der Verwaltung. 

Da die Schweiz erst seit diesem Jahr das DRG Vergütungssystem eingeführt hat, in Deutschland gibt es das bereits seit 2003, gilt es für alle, diese neue Herausforderung bestmöglich umzusetzen. Dabei gibt es gerade zu Beginn der Einführung noch einige Probleme zu bewältigen und neue Konzepte und Strategien zu einem reibungslosen Ablauf (von Patientenaufnahme, über die Hospitalisation, bis zur Entlassung und der abschließenden Codierung inklusive Rechnung) zu entwickeln. 

Im Speziellen liegt mein Arbeitsschwerpunkt hierbei im neu entstandenen Rückweisungsmanagement undder damit verbundenen Prozessoptimierung sowohl innerhalb, als auch außerhalb des Hauses. Daraus ergibt sich für mich ein spannendes Arbeitsfeld, dass ich durch meine Arbeit aktiv mitgestalten kann. 

Aarau selbst ist eine kleinere Stadt mit nur 20.000 Einwohnern, jedoch von der Lage sehr zentral und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist alles gut zu erreichen. In die nächst größeren Städte wie Bern, Basel oder Zürich dauert es mit dem Zug ca. eine halbe bis dreiviertel Stunde. Dort gibt es immer etwas zu sehen und somit werden auch die Wochenenden nicht langweilig. 

Da das Leben in der Schweiz nicht ganz günstig ist, ist das Erasmus-Stipendium, welches mir zu Gute kommt, sehr hilfreich. Zudem kann ich, für schweizer Verhältnisse, recht preiswert im Personalwohnheim wohnen, das nur 200m vom Spital entfernt ist. Jedoch handelt es sich bei dem Haus eigentlich mehr um eine WG, denn außer mir wohnen hier nur noch zwei Assistenzärzte, eine OP-Schwester und ein Koch. Da diese aus unterschiedlichen Teilen der Welt kommen, werden einmal mehr die verschiedenen kulturellen Einflüsse in der Schweiz deutlich. Dies bringt eine Menge Spaß, gerade wenn man sich am Abend in der Küche zusammenfindet und über den Tag oder andere besondere Vorkommnisse austauschen kann. 

Das ist es, was in meinen Augen den Reiz ausmacht und war auch der Grund, weshalb ich mich für ein Praktikum in der Schweiz entschieden habe. Somit freue ich mich auf die nächsten Monate und werde sicherlich noch ein paar tolle und interessante Erfahrungen machen!

Bis dahin, Eure Julika