Sportverletzungen im Kniegelenk - Symposium der FHM Bamberg

Mittwoch ist traditionell der Tag für medizinische Symposien. Und so fand auch das diesjährige Gesundheitssymposium der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) und der SozialStiftung Bamberg erneut an einem Mittwoch Nachmittag unter dem Titel "Sportverletzungen im Kniegelenk - klinische und therapeutische Interventionen" statt.

Weit über 100 Ärzte, Physiotherapeuten, Trainer und Studierende hatten sich am FHM Campus eingefunden, um neueste Erkenntnisse zu dieser häufigen Verletzung, die sowohl Leistungs- als auch Hobbysportler oft beeinträchtigt, auszutauschen. 

Das wachsende Interesse an Sport allgemein und an stets populärer werdenden Fun-Sportarten ist nicht selten mit einer steigenden Zahl an Verletzungen verbunden. Vor allem bei Kontakt- und Hallensportarten wie Fußball, Basketball aber auch Ski und weiteren Risikosportarten kommt es häufig zu Knieverletzungen und Überlastungsschäden. Auch bei Sportarten wie Joggen, Wandern oder Bergsteigen steht das Kniegelenk oft im Fokus der Therapie. Von Ersatzplastiken, neuen Ansätzen der Knorpeltransplantation bis hin zur Meniskus-Naht wurden in den letzten Jahren immense Fortschritte in der Behandlung von Knieschäden gemacht, die im Rahmen spannender Vorträge präsentiert wurden.

Prof. Dr. med. Volker Schöffl, Leitung des Zentrums interdisziplinäre Sportmedizin der SozialStiftung Bamberg und Mannschaftsarzt der deutschen Nationalmannschaft Sportklettern, informierte eingangs allgemein zu aktuellen Entwicklungen zum Thema Vorderes Kreuzband. Konkretisiert wurde die Thematik im Anschluss von Dr. med. Christoph Lutter, der das Vorgehen bei Meniskusverletzungen von Sportlern darlegte. Aus der Perspektive der (Sport)Physiotherapie erläuterte Axel Fischlein, leitender Therapeut im Rehazentrum Valznerweiher, Grundgedanken bei Knieverletzungen in der Rehabilitation. 

Nach einer kurzen Pause, in der sich die Teilnehmer bei Snacks austauschen oder an verschiedenen Ständen z.B. über einen neuartigen Sprunggelenkstrainer names Movens und die Gesundheitsstudiengänge der FHM informieren konnten, läutete der Vortrag von Prof. Dr. Konstantin Karanikas, wissenschaftlicher Leiter der FHM Bamberg, zum Thema "Gang, Lauf und muskuläre Adaptation nach einer Vorderen Kreuzbandverletzung" den zweiten Teil der Veranstaltung ein. Hier erfolgte ein eingehender Vergleich zwischen operativer und konservativer Therapie einer Kreuzbandverletzung im Hinblick auf die Adaptation der muskulären Kraftfähigkeiten.

Während Dr. med. Dominik Popp unterschiedliche Therapiemöglichkeiten beim Knorpelschaden erörterte, konzentrierte sich der anschließende Vortrag von Dr. med. Jörg Dickschas auf die Patellaluxation, also eine Kniegelenksverletzung, bei der die Kniescheibe (Patella) aus ihrer Führung springt (Luxation). Den inhaltlichen Abschluss bildete Prof. Dr. Michael Kunz, Professor für Gesundheitsförderung und Präventionsmanagement der FHM, mit einem Einblick in die Trainingstherapie nach Kniegelenksverletzungen.

Insgesamt können FHM und SozialStiftung Bamberg auf eine durchweg gelungene und hervorragend angenommene Veranstaltung mit spannenden Vorträgen und intensivem Austausch zwischen Referenten und Publikum zurückblicken. Ein besonderer Dank gilt neben den Teilnehmern und Referenten auch den Unterstützern des Symposiums aus der Industrie: medi und Magnesia Kletter-Seil-Erlebnispark Forchheim.

Ein spannendes Programm erwartete die Gäste des Symposiums

Prof. Dr. med. Volker Schöffl beim Eröffnungsvortrag

Weit über 100 Besucher am FHM Campus Bamberg

Intensiver Austausch während und nach der Vorträge

Der wissenschaftliche Leiter der FHM Bamberg Prof. Dr. Konstantin Karanikas bei seinem Vortrag über das Thema Gang, Lauf und muskuläre Adaptation nach einer Vorderen Kreuzbandverletzung

Auch während der Pause wurde die Thematik intensiv weiter diskutiert

Die spannenden Einblicke in aktuelle Entwicklungen des Themas "Sportverletzungen im Kniegelenk" wurden interessiert aufgenommen