Sportmarketing Profi zu Gast an der FHM Köln

Praxis hautnah: Cristoffer Coutinho von dem Forschungs- und Beratungsunternehmen „Repucom“ stellte sich gestern im Interview den Fragen des Studiengangs „Sportjournalismus und Sportmarketing“.

Immer mehr Firmen setzen in ihrer Unternehmenskommunikation auf Testimonials, also berühmte Persönlichkeiten als Werbepartner. Ziel ist es, der Marke oder dem Produkt ein bestimmtes Image und auch Attribute anzuhaften. Die beliebtesten und erfolgreichsten Testimonials sind Sportler, die dann als Botschafter für ein Produkt fungieren. Doch wie viel Wirkung hat so ein Testimonial auf die Zielgruppe? Und wie viel darf der Sportler kosten? Repucom bewertet Sportler nach Ihrem Werbewert und berät sowohl Unternehmen als auch die Sportler selbst, wie die optimale Vermarktung abgewickelt werden kann.

Cristoffer Coutinho, PR Manager von Repucom beantwortete in einem Interview mit den SJ-Studierenden Carsten Heling und Niklas Honskamp die Fragen der Studiengruppe und gab interessante Einblicke in die Welt des Sportmarketing.

Er erklärte, was einen hohen Werbewert bei einem Sportler ausmacht und wie diese für Kampagnen ausgewählt und eingesetzt werden können. Für die Ansprache  einer bestimmten Zielgruppe sei es zudem nicht schlecht, wenn ein Sportler sich durch bestimmte Eigenschaften und Ansichten abhebe. „Man muss sein Profil schärfen“, so Coutinho. Das Unternehmen könne dann Kampagnen auf die Sportler zuschneiden und sich die Eigenschaften, welche die Öffentlichkeit wahrnehme, zu Nutze machen. Dennoch gelte „Augen auf bei der Testimonial-Wahl“, denn ein Skandal könne bewirken, dass die Sympathiewerte eines Sportler leiden und damit sein Werbewert sinken.

Damit es nicht Imageschäden durch Fehlverhalten komme, hätten die meisten Spieler heute einen Berater, der ihnen zur Seite stehe. Auch, was den Social Media Auftritt anbelangt. Denn ohne – da ist sich Coutinho sicher, geht es heute nicht. Ein Sportler, der als Werbefigur interessant sein wolle, müsse durch die Sozialen Netzwerke eine hohe Reichweite vorweisen können.

Grundsätzlich lasse sich für eine erfolgreiche Testimonal Kampagne festhalten: „Man sollte nicht für etwas werben, für das man nicht steht.“ Auch die größte Bekanntheit nütze einem nichts, wenn die Werbung nicht glaubwürdig sei.

Zum Schluss hatte der Rest des Kurses noch Gelegenheit Fragen zu stellen und mit Coutinho über Themen zu diskutieren. Es war mal wieder ein interessanter Expertenbesuch für die FHM Köln mit viel Input und Spaß für den Nachwuchs im Sportjournalismus und Sportmarketing.