Planspiele mit chinesischen Studien-Bewerbern: FHM gibt Lehrveranstaltungen an 2 Universitäten in TianJin und Beijing

Pia Winkler M.A., Wissenschaftliche Mitarbeiterin für Internationales Projektmanagement an der FHM Schwerin, gab in den vergangenen zwei Wochen an zwei chinesischen Hochschulen Lehrveranstaltungen.

Der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) liegen bereits zahlreiche Bewerbungen für die internationalen Studiengänge „International Management M.A.“ und „Entrepreneurship and Management MBA“ vor. Dafür gab Pia Winkler M.A. an zwei chinesischen Universitäten je eine Woche Lehrveranstaltungen, um die Teilnehmer auf die Wirtschafts-Studiengänge einzustimmen und vorzubereiten. Vom 27.03.-31.03.2017 besuchte und unterrichtete sie dafür in der Tianjin Foreign University; vom 01.04.-07.04.2017 fanden die Vorlesungen in der University of Science and Technology Beijing (USTB) statt.
Sowohl an der Fremdsprachenuniversität TianJin als auch an der Universität in Peking besuchten 30 Studierende den Wirtschaftskurs. Diese Präsenzwoche ist Teil des GCBS-Programms der FHM, dass zur Vorbereitung chinesischer Germanistik-Studierender auf ein Master-Studium mit Wirtschaftsschwerpunkt dient. Die Studierenden erhalten dazu bereits ein Jahr vor ihrem Abschluss Lehrveranstaltungen in Fächern wie Unternehmensführung, Personal- oder Marketing-Management. Um einen optimalen Übergang ihres Germanistik-Studiums zu einem Wirtschafts-Studium zu gewährleisten, können die Teilnehmer des Programms durch die Präsenzwoche auch direkt in Kontakt mit der FHM kommen. Außerdem erhalten sie dadurch einen Eindruck der deutschen Lehr-Gewohnheiten.
Auf diese Weise konnten die Studierenden beider Universitäten ihre eigenen Marketing-Kampagnen für ihre fiktiven Unternehmen konzipieren. Die Ideen der Studierenden waren vielseitig: Von der Produktion und dem Verkauf von Smartphones, Kosmetika und E-Wörterbüchern wurden auch Dienstleistungen wie etwa Sprach-Kurse im Rahmen der Produkt-Programmpolitik dargestellt. Die Innovationen und die Kreativität der Studierenden wurden hier besonders deutlich: Die Anbieter der E-Wörterbücher planten ein kompaktes E-Dictionary mit Touchscreen, verschiedenen Sprach-Modi und einer integrierten Kamera, die Fremdwörter oder auch ganze Texte in einer Fremdsprache abscannen und so leichter übersetzen kann. Eine WLAN-Verbindung war dabei die Mindest-Ausstattung und -Anforderung seitens der Studierenden. Dadurch entstand ein integratives Gerät, dass einer breiten Zielgruppe (nicht nur Germanistik-Studierenden) zur Verfügung stehen sollte.
Die Durchführung dieses Planspiels und die Simulation von Unternehmensentscheidungen verhalfen den Studierenden zu einem besseren Verständnis der Thematik. In den Master-Studiengängen in der FHM werden sie sich auf weitere Beispiele einstellen können. Sicherlich werden sie sich jedoch auch schon jetzt auf ihren Aufenthalt in Deutschland freuen – die FHM heißt alle Studierenden herzlich willkommen!