Pädagogisches Netzwerktreffen für Erzieherinnen und Erzieher

An der FHM Berlin fand heute das erste (sozial-)pädagogische Netzwerktreffen für ErzieherInnen und HeilerziehungspflegeInnen statt. Die FHM stellt immer wieder fest, wie wertvoll und gewinnbringend der Austausch zwischen Berufspraxis und praxisorientierter Lehre ist. Daher lädt die FHM immer wieder Fachleute aus der Praxis zu einem kostenfreien und unverbindlichen Netzwerktreffen auf den Campus ein.

Die frühpädagogische Bildung und Erziehung steckt in Berlin seit Jahren in der Krise. Es mangelt zunehmend an qualifiziertem Erziehungspersonal. Zudem fehlen in Berlin 13.129 Kita-Plätze, für deren Schaffung weitere Erzieher benötigt werden. Erzieherinnen und Erzieher geraten daher zunehmend unter Druck und werden vor große berufliche Herausforderungen gestellt.

Hier setzt das FHM-Netzwerktreffen an und bietet Möglichkeiten zum Austausch und zum Einholen wissenschaftlicher Perspektiven. Das berufliche Handeln von (sozial-)pädagogischen Fach- und Führungskräften erfolgt überwiegend intuitiv und im Rückgriff auf Erfahrung und Routinen. Die FHM-Expertin Prof. Dr. Roswitha Gembris stellte in ihrem Kurzvortrag die Frage, wie methodisches Handeln trotzdem strukturiert und offen, zielorientiert und kontextbezogen sowie ethisch begründet und wissenschaftlich fundiert funktionieren kann.

In diesem Rahmen wurde auch der Studiengang „Bachelor of Arts (B.A.) Sozialpädagogik & Management“ vorgestellt. Für „staatlich anerkannte ErzieherInnen“ und „HeilerziehungspflegerInnen“ ist er insofern attraktiv, weil sie in einem zweijährigen, berufsbegleitenden Studium einen Bachelorabschluss inklusive der staatlichen Anerkennung als Sozialpädagogin/Sozialpädagoge erwerben können.

Prof. Dr. Roswitha Gembris diskutiert mit den Teilnehmern methodisches Handeln in der Kita.