Motion & Interactive – So war der Schnupperworkshop Medien

Gestern fand an der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) Bielefeld ein Schnupperworkshop zum Thema Medienproduktion statt.

Prof. Dickel, wissenschaftlicher Studienleiter der Studiengänge Medienkreation & -produktion sowie Kommunikationsdesign & Werbung, begrüßte die Teilnehmer bei sonnigen 29° C und stellte ihnen zu Beginn die Inhalte des neuen Bachelorstudiengangs Medienkreation & -produktion an der FHM vor.

Insgesamt referierten Prof. Dickel sowie zwei weitere Gäste aus der ostwestfälischen Medienszene zum Thema Medienproduktion wie Bewegtbildern, Animationen und mobilen Anwendungen. Den Anfang machte Jürgen Eckeberg, Geschäftsführer der Videograph GmbH, indem er mehrere Beispiele für Wirtschaftsfilme, die sein Unternehmen produziert hat, präsentierte. Dabei plauderte er auch ab und zu mal aus dem Nähkästchen und gab den Teilnehmern so einen Einblick in die Unternehmenspraxis sowie die Zusammenarbeit mit prominenten Schauspielern wie Ralf Richter beim Dreh der qick-mix Spots. Neben der Produktion von Wirtschaftsfilmen, auf die sich Videograph spezialisiert hat, gibt es im Bereich der Bewegtbildproduktion noch die (journalistische) Berichterstattung sowie Auftragsproduktionen für Spiel-/ Kinofilme. Je nach Ausbildung, eigenen Kompetenzen und Vorlieben können Medienproduzenten entweder im kreativen Bereich tätig werden, und z.B. selbst hinter der Kamera stehen, oder eher pragmatische Aufgaben übernehmen, wie z.B. die Konzeptentwicklung oder Kundenbetreuung.

Stefan Poier, freiberuflich im Bereich der 3D-Grafiken/ -Animationen sowie CGI (Computer Generated Imaging) tätig, stellte den Teilnehmern Arbeitsproben aus seiner beruflichen Praxis vor, die er u.a. für Industrieunternehmen aus der Region erstellt hat. „CGI eignet sich besonders für erklärungsbedürftige Produkte“, sagte Stefan Poier seinen Zuhörern. Denn wenn man in ein Produkt hineinsehen wolle, um dessen Funktionsweise zu verstehen, ohne es jedoch zu zerstören, sollte man computergenerierte Grafiken und Animationen einsetzen. Dies ist oftmals in der Industrie oder bei technischen Produkten der Fall.

Prof. Dickel referierte zum Schluss zum Thema Mobile Apps. Es gibt viele mobile Anwendungen für Smartphones und Tablet PCs, insbesondere in den Bereichen der Mobilität, (Aus-/ Weiter-) Bildung sowie der Finanzen. Wie eine App produziert wird und letzten Endes in den Appstore kommt hat Prof. Dickel anhand einer Wertschöpfungskette skizziert; dabei ging er im Wesentlichen auf die Konzeption einer App ein. Bei der Erstellung einer App müssen im Vorfeld verschiedene Fragen geklärt werden, wie z.B. „Für wen soll die App produziert werden?“, „Wer sind die Nutzer?“ und „Welche Funktionen soll die App erfüllen?“. Wenn man sich darüber sowie über die Inhalte der App Gedanken gemacht hat, geht es darum, das Interface, also die Oberfläche sowie die Navigation der App zu gestalten. Mit Studierenden des Bachelorstudiengangs Kommunikationsdesign & Werbung geht Prof. Dickel regelmäßig solchen Fragen nach und konzipiert im Rahmen des Studiums mobile Apps.