Internationales Wissenschaftlerteam tagt in Kasachstan zum Thema E-Learning

Zerenda bei Kokshetau. Zerenda in der Nähe der kasachischen Stadt Kokshetau war vom 16. bis 17. Juni 2016 Treffpunkt eines 27-köpfigen Wissenschaftlerteams mit Teilnehmern aus Deutschland, Frankreich, Kasachstan, Kirgisistan und Turkmenistan. Auf Einladung der Humanities and Technical Academy Kokshetau diskutierten die Experten dort die Einführung von E-Learning Standards in den zentralasiatischen Ländern. Das Treffen fand im Rahmen des von der EU geförderten Tempus-Projekts „Einführung des Qualitätsmanagement in E-Learning an zentralasiatischen Hochschulen“ statt.

Beim jüngsten Treffen in Zerenda wurde das in russischer Sprache verfasste E-Learning Handbuch vorgestellt, das im Rahmen dieses Projektes von allen beteiligten Hochschulen erarbeitet wurde. Dieses Vorhaben wird mitgetragen und maßgeblich unterstützt durch die Bildungsministerien aus den beteiligten zentralasiatischen Ländern Kasachstan, Turkmenistan und Kirgistan, die als offizielle Projektpartner in diesem Projekt firmieren und jeweils auch Vertreter zu der Konferenz entsandt hatten.

Mit Unterstützung der Bildungsministerien und der beteiligten Hochschulen wird dieses E-Learning Handbuch als eine Empfehlung an weitere zentralasiatische Hochschulen weitergegeben, um eine möglichst zügige, flächendeckende und qualitativ hochwertige Einführung digitaler Bildungsmedien an Hochschulen zu unterstützen.

"Die zentralasiatischen Hochschulen versprechen sich von diesen Maßnahmen eine Beschleunigung des Anpassungsprozesses an internationale Bildungsstandards und eine Öffnung des nationalen Bildungssystems besonders in Richtung der europäischen Länder", erläutert der wissenschaftliche Projektleiter Professor Dr. Christoph Brake von der Fachhochschule des Mittelstands in Bielefeld.

Alle beteiligten zentralasiatischen Hochschulen haben im Rahmen dieses Tempus-Projektes mittlerweile eigene Pilotprojekte für den E-Learning Einsatz in der Lehre umgesetzt und bei dem Treffen vorgestellt. "Besonders beeindruckend ist das Engagement von Lehrenden, die offen für mediengestützte Lehrkonzepte sind und somit neue Maßstäbe in der Lehrpraxis setzen", betont Olga Zubikova, Projektkoordinatorin von der FHM.

Das Treffen in Zerenda, in der schönen Akmola Region Kasachstans, war das letzte Arbeitsmeeting der 16 beteiligten Institutionen im Rahmen dieses Projektes. Im November 2016 findet bereits die Abschlusskonferenz statt und bis dahin ist noch eine Menge zu tun bei der Umsetzung und Verbreitung der gemeinsam definierten E-Learning-Standards.