Innovative Strukturen der Unternehmenskommunikation: Die Metro AG gibt exklusive Einblicke

Wenn feste Aufgabenbereiche aufgelöst und alle Arbeitsabläufe fortan in Projekten strukturiert werden, bedeutet das große Umstellungen für alle Beteiligten. Die Metro Group hat dies vor einem halben Jahr umgesetzt und begonnen, die Unternehmenskommunikation auf Projekt-basiertes Arbeiten umzustrukturieren. Elisabeth Hesse, Director of Internal Communications, Events & Sponsoring der Metro Group, war zu Gast in der FHM und stellte den Prozess im Rahmen des Moduls „Medienprojekte“ im Bachelor-Studiengang Medienkommunikation & Journalismus vor.

In dem Konzern müssen und können sich Mitarbeiter der Unternehmenskommunikation auf intern ausgeschriebene Projekte bewerben, die jeweils spezifische Zielgruppen, Themen und Kommunikationskanäle der AG betreffen. So ist die Abteilung der externen Kommunikation nicht mehr allein in der Außenkommunikation tätig, sondern ständig neu gegründete Experten-Teams führen Teilprojekte in diesem Bereich durch. Einer Mitarbeiterin der Event-Abteilung ist es damit möglich, ihr Wissen in die Entwicklung einer Social Media-Strategie einzubringen.

Die Metro AG reagiert mit der Umstrukturierung auf Problematiken, die sich in vielen Kommunikationsabteilungen finden: nicht ausgeschöpfte Potenziale, geringe Weiterentwicklungsmöglichkeiten für Mitarbeiter, wenig kreatives Denken und intransparente Kommunikation untereinander schaffen Mehraufwand und Ineffizienz. „In der projektbasierten Arbeit bilden wir Trends der Kommunikation nun auch intern ab, sind flexibler, schaffen neue Entfaltungsmöglichkeiten für Mitarbeiter, einen effizienten Wissenstransfer und erhöhen die Transparenz des Austausches. Auch binden wir damit verstärkt Mitarbeiter in Entscheidungen ein und schöpfen deren Kreativität besser aus.“, erklärt Hesse, die den Prozess in leitender Funktion begleitet. Durchaus erfordere diese Arbeitsweise ein Loslassen und die Bereitschaft, Veränderungen anzunehmen. Die Bilanz ist für Hesse jedoch eine positive: „Mitarbeiter haben mehr Verantwortung und Aufgaben sind gleichmäßiger verteilt.“

Dr. Sabine Schlingmann stellte den Kontakt zur Metro Group her. „Die Studierenden konnten Einblicke in ein innovatives und einmaliges Kommunikationskonzept erlangen, das sie in der späteren beruflichen Praxis in ähnlicher Form durchaus auch erwarten kann“, erklärt sie.