Hotellerie und Reha können gemeinsam funktionieren

Expertise des Baltic Collge - FHM Schwerin gefragt: Prof. Stephan Gerhard sprach auf 19. Bädertag Mecklenburg-Vorpommern im Seeheilbad Heiligendamm.

„220 Jahre Gesundheitstourismus Mecklenburg-Vorpommern“ war das diesjährige Thema des Bädertages Mecklenburg-Vorpommerns in Heiligendamm. Der Bäderverband Mecklenburg-Vorpommerns e.V. hatte bewusst das älteste Seebad Deutschlands als  Veranstaltungsort gewählt. Prof. Stephan Gerhard, am Baltic College – FHM Schwerin Professor für Hospitality Development, sprach zur Fragestellung „Der Kurort von Morgen - Hotellerie und Reha, passt das?“. Sein Fazit: Die Kombination von Hotel und Reha kann funktionieren. Dafür sind allerdings eine klare Positionierung, ein klares Markenprofil, die zielgruppengerechte Ansprache, eine innovative Angebotspolitik, die kontinuierliche Qualitätsverbesserung sowie Kooperationen und Wissenstransfer unabdingbar.

In Heiligendamm wurde vor mehr als 200 Jahren der Grundstein für das Kuren an der offenen See, der Thalassotherapie, gelegt. Auf dem Bädertag 2013 diskutierten Mediziner, Bürgermeister, Kurdirektoren, Verwaltungsdirektoren von Reha-Kliniken, Hoteliers sowie Politiker über gesundheitstouristische Themen. Für den Bäderverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. mit seinen Mitgliedern ist die gesamte gesundheitstouristische Weiterentwicklung des Landes Mecklenburg-Vorpommern von eminenter Bedeutung. „Es gilt nicht nur, auf Trends zu setzen, sondern Stärken zu erkennen und diese auszubauen“, so der Präsident des Bäderverbandes M-V e.V., Andreas Kuhn. Hinzu kommt, dass mit neuen innovativen Ideen, besonders im Gesundheitstourismus agiert und nicht wie so oft nur reagiert wird. Erstmalig in Deutschland wird Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam mit Medizinern und Vertretern der Landesforstanstalt in einem Projekt des Bäderverbandes Mecklenburg-Vorpommern e.V. die natürliche Ressource Wald zum Kur- und Heilwald entwickeln. Es sollen indikationsbezogene Kriterien herauskristallisiert und  der Wald als natürliches Therapeutikum für Präventions- und Kurmaßnahmen nutzbar gemacht werden.