Hochzeitplanerin mit Herz und Seele: Claudia Nitziol gründet Mr. & Mrs. - Die Hochzeitsplaner GbR

„Mr. und Mrs. – die Hochzeitsplaner“ wurde 2014/2015 von Claudia Nitziol gemeinsam mit ihrem Freund gegründet. Vor ihrem Start in die Selbstständigkeit, studierte Frau Nitziol von 2011 bis 2014 den Bachelorstudiengang Eventmanagement & Entertainment an der FHM Hannover. Anschließend ließ sie sich an der IHK zur Hochzeitsplanerin weiterbilden. Zusätzlich zu ihrer Tätigkeit als Hochzeitsplanerin, veranstaltet Frau Nitziol einmal im Jahr ihre eigene Hochzeits-Event-Messe „Your wonderful wedding“. „Das Konzept hinter der Veranstaltung ist Interessierte und Anbieter zusammen zu bringen und sich direkt vor Ort mit den Produkten/Dienstleistungen auseinanderzusetzen.“ Als ihre ehemalige Hochschule, haben wir Frau Nitziol getroffen und mir ihr über ihre Selbstständigkeit, ihre Pläne und ihre Studienzeit gesprochen.


Sie machen heute das, wovon viele Mädchen träumen: Sie sind Hochzeitplanerin mit einer eigenen Agentur. Wie sind Sie nach ihrem Studienabschluss an der FHM auf die Idee gekommen „Die Hochzeitsplaner“ zu gründen?

„Eine Sache vorweg: mit einem klassischen Mädchentraum hat meine Tätigkeit nichts zu tun. Unter‘m Strich ist es ein knallhartes Business. Ich wollte mich schon immer selbstständig machen, da ich nach eigener Einschätzung ein sehr schlechter Arbeitnehmer bin. Das hat sich nach dem Praktikum noch stärker herausgestellt. Der eigentliche Plan nach dem Studium war, erst einmal ein paar Erfahrungen in verschiedenen Event-Agenturen zu sammeln. Diesen Plan habe ich aber sehr schnell verworfen und habe mich direkt in das Projekt „Selbstständigkeit“ gestürzt. Nachdem ich eines Morgens aufgewacht bin, dachte ich mir: „Warum sich eigentlich nicht als Hochzeitsplanerin selbstständig machen!“. Mein Freund war im ersten Moment eher skeptisch und konnte sich mit diesem Projekt nicht so identifizieren. Nachdem er sich dann aber den Markt angeschaut hat, war er überzeugt und wir begannen mit dem Businessplan.“

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

„Das Schöne an meinem Beruf ist, dass kein Tag dem anderen gleicht und jeder wirklich unterschiedlich ist. Im Grunde kann man sagen, dass ich direkt nach dem Aufwachen die Nachricht der Braut auf meinem Handy checke. Während der erste Kaffee des Tages durchläuft, beantworte ich dann sämtliche WhatsApp-Nachrichten und SMS. Über den Tag verteilt haben wir dann noch Termine mit Bestands- und Neukunden sowie mit anderen Dienstleistern. Am Abend werden dann immer die letzten Vorbereitungen für die am nächsten Tag anstehende Hochzeit getroffen. In der „freien“ Zeit zwischen den Terminen, muss man dann noch Fotoshootings für Hochzeitszeitschriften machen und unsere eigene Hochzeitsmesse will auch geplant werden. Das Marketing darf aber auch nicht zu kurz kommen und so habe ich mit meinem Freund immer gut zu tun. Freie Wochenenden gibt es fast gar nicht mehr.“

 

Sie haben inzwischen sicher schon viele Erfahrungen mit Hochzeitspaaren als Kunden sammeln können. Gibt es ein schönstes Erlebnis, an das Sie gerne zurückdenken?

„Am Schönsten ist der Moment, in dem das Hochzeitspaar die Location betritt und dann völlig geflasht und glücklich ist. Im Regelfall sieht das Paar den Raum ja nur im Rohzustand und hat ein, zwei Bilder im Kopf wie es aussehen könnte. Wenn sie dann sehen, wie alles fertig ist und man dann in die glücklichen Gesichter schaut dann, ist das einfach immer wieder schön.“

Sind Hochzeitspaare anspruchsvollere Kunden, als andere?

„Ja, das ist so. Es ist für jedes Paar der wichtigste Tag im Leben und da muss alles perfekt sein. Normalerweise heiratet man ja auch nur einmal im Leben.“

Inwiefern hat Sie das Studium an der FHM unterstützt, dass Sie heute da sind, wo Sie sind?

„Zum einen macht es meiner Meinung nach absolut Sinn, Eventmanagement zu studieren, wenn man Events planen möchte. Aber auch Fächer wie BWL oder Unternehmensgründung sind für solch ein Vorhaben, wie das Thema Selbstständigkeit von Vorteil. Vor allem BWL hat hier einen enorm hohen Stellenwert, da man gewisse Abläufe einfach kennen und theoretische Grundlage zur Hand haben muss, um erfolgreich am Markt tätig zu sein. Und das alles habe ich an der FHM gelernt.“

 

Wenn Sie an Ihre Studienzeit in Hannover zurückdenken, was ist Ihnen besonders positiv in Erinnerung geblieben?

Der Zusammenhalt unter uns Studis war immer sehr gut! Oder auch die Vorlesungen in kleinen Gruppen sowie der direkte Kontakt zu den Professoren, die wir bei Fragen immer direkt ansprechen konnten. Die Dozenten sind in der Regel sehr intensiv auf unsere Fragen eingegangen.“

Hatten Sie einen Lieblings-Prof?

„Ja, Professor Dr. Christoph Hechelmann.“

Welchen Tipp haben Sie für alle, die sich für ein Studium im Bereich Eventmanagement & Entertainment interessieren und eine Karriere anstreben?

„Wenn man im Eventmanagement arbeiten möchte, sollte man sich im Klaren darüber sein, dass man eine hohe Belastbarkeit mitbringen muss und dass man nicht von 9-18 Uhr im Büro sitzt, sondern auch bis spät in den Abend hinein noch arbeiten muss. Nicht zu vergessen sind die regelmäßig verplanten Wochenenden. Man hat als Selbständiger einfach keine oder nur sehr wenig Freizeit und Urlaub ist auch ein Fremdwort. Vor allem im ersten Jahr. Aber wenn man dann in die zufriedenen Gesichter seiner Kunden blickt, entschädigt das alles!“

Was möchten Sie den jetzigen FHM-Studenten Ihres „alten“ Studiengangs mit auf den Weg geben?

„Macht das, was euch Spaß macht! Geht Risiken ein, auch wenn ihr am Anfang belächelt werdet. Zieht euer Ding durch und habt einfach Spaß. Fertig!“

 

Hier geht's zur Website: www.die-hochzeitsplaner.de