Generationsübergreifende Zusammenarbeit und die Anforderungen an Lehre und Weiterbildung – ein Aufsatz von Prof. Dr. Sascha Lord in der Neuerscheinung „CSR und neue Arbeitswelten"

Nachhaltiges Management, Digitalisierung und Industrie 4.0 – Themen, die viel besprochen und diskutiert werden, meist vor dem Hintergrund ökonomischer Effizienz und Effektivität. Diese Entwicklungen werfen jedoch auch Fragen zu neuen Arbeitswelten und Führungsaufgaben auf, denen sich insbesondere mittelständische Unternehmen zukünftig nicht mehr entziehen, sondern vielmehr eine Vorreiterrolle einnehmen sollten.

Prof. Dr. Sascha Lord, wissenschaftlicher Leiter des Kölner Campus der Fachhochschule des Mittelstands (FHM), veröffentlichte einen Aufsatz zum Thema „Generationsübergreifende Zusammenarbeit“ in der Neuerscheinung „CSR und neue Arbeitswelten“, herausgegeben von Prof. Dr. Brigitte Spieß und Prof. Dr. Nicole Fabisch (EBC Hochschule Berlin & Hamburg).

Der viel verbreitete Managementansatz einer Corporate Social Responsibility (CSR) versteht Mitarbeiter von Unternehmen als maßgebliche Einflussfaktoren für ökonomischen Erfolg und fordert im Kontext von Globalisierung und interkultureller Zusammenarbeit neue Perspektiven in der Führung. Herausforderungen bestehen in der Realisierung eines erfolgreichen Managements generationenübergreifender und von kultureller Vielfalt geprägter Teams, deren Mitglieder zunehmend heterogene Ansprüche an Führungskräfte, Arbeitskultur und -struktur hervorbringen. „Einer generationsübergreifenden Zusammenarbeit entspringen aufgrund unterschiedlicher Ansprüche häufig Konflikte, deren Vermeidung und Handhabung mit entsprechender Führung und Ausbildung möglich ist“, erklärt Lord. Wie Spannungsverhältnisse in Arbeitsbeziehungen zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern entstehen, welche inneren Konflikte die Generation junger Arbeitnehmer charakterisieren und wie diese möglicherweise mit den Erwartungen von Arbeitgebern in Einklang gebracht werden können, erläutert Lord in seinem Beitrag. Neben einer Analyse der Konfliktfelder geht er insbesondere auf neue Anforderungen an Lehre und Weiterbildung ein, die am Ursprung konfliktärer Arbeitsbeziehungen ansetzen können. „Klassische in der Lehre vermittelte Managementprozesse sind zwar als Grundgerüst geeignet, in der direkten Umsetzung jedoch wenig praktikabel. Daher ist es notwendig, auch alternative Führungskonstrukte in der Lehre zu berücksichtigen. Das Grundverständnis unternehmerischen Handelns muss wieder in den Fokus der Lehre gerückt werden“, so eine der Grundthesen des Artikels.

Das Buch „CSR und neue Arbeitswelten. Perspektivenwechsel in Zeiten von Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Industrie 4.0“ ist seit November 2016 im Handel erhältlich (ISBN: 9783662505304).