FHM wird Teil des Netzwerks zur „Entwicklung kommunaler Bildungsstrategien für jugendliche Neuzugewanderte“

Am 09.11.2016 fand ein erster Analyseworkshop des Landkreises Nordwestmecklenburg zur Entwicklung kommunaler Bildungsstrategien und der Bündelung von Akteuren im Umgang mit jugendlichen Neuzugewanderten in Grevesmühlen statt, an dem Pia Winkler M.A. als Vertreterin der FHM teilnahm. Unterstützt wurde die Veranstaltung von der Wübben-Stiftung und der Deutschen Kinder-Jugendstiftung.

Die Fachhochschule des Mittelstands (FHM) nähert sich der Flüchtlingsthematik aus vielerlei Perspektiven. Das Studienkolleg „PSP-Integra“ nimmt im FHM-Standort Pulheim weiter an Fahrt auf; die beiden FHM-Standorte Rostock und Schwerin sind Teil eines internationalen Erasmus+ Projekts (NCNA), das sich mit der Kompetenzerfassung von Geflüchteten auseinandersetzt. Außerdem sind die beiden nördlichen FHM-Standorte nun auch Teil eines Netzwerks zur Entwicklung kommunaler Bildungsstrategien für jugendliche Neuzugewanderte. Am 09.11.2016 fand dazu ein erster Analyseworkshop des Landkreises Nordwestmecklenburg in Grevesmühlen statt, an dem Pia Winkler M.A. als Vertreterin der FHM teilnahm. Unterstützt wurde die Veranstaltung von der Wübben-Stiftung und der Deutschen Kinder-Jugendstiftung.

Hintergrund dafür ist das Projekt „impakt integration“, das federführend von der Wübben-Stiftung in 15 Kommunen vier deutscher Bundesländer finanziert und begleitet wird. Das Projekt dient dazu, den Kommunen bei einer einheitlichen Regelung im Umgang mit Geflüchteten zu assistieren und damit die zahlreichen Einzelprogramme der Landkreise zu bündeln. Arne-Lars Winter, Repräsentant der Wübben-Stiftung, betonte das Ziel des Projekts: „Es geht um die Bündelung der Initiativen in den einzelnen Landkreisen; um die Zusammenführung aller Akteure und die Schaffung eines übersichtlichen Angebots für Geflüchtete, aber auch Beteiligte im Umgang mit Geflüchteten.“ In den nächsten zwei Jahren wird die Wübben-Stiftung das Projekt deutschlandweit umsetzen und nachhaltig verankern, sodass die entstehenden Strukturen auch über die Projektlaufzeit hinaus weiter bestehen können. Mit mehr als 40 Teilnehmern am Workshop stellt dies einen erfolgreichen Projektauftakt in Mecklenburg-Vorpommern dar.

Die FHM ist hier in der Lage, einen wertvollen Beitrag zur Debatte zu bringen. Mit den internationalen Partnern des Erasmus+ Projekts „NCNA – New Challenges, New Answers“ wird ein Kompetenzbewertungssystem entwickelt, dass eine erfolgreiche Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt gewährleisten soll. Die beiden Standorte Rostock und Schwerin sind dabei in der Verantwortung, einen Fragebogen für Experten im Umgang mit Geflüchteten zu entwerfen, der Aufschluss über die Anerkennung von Bildungs- oder Berufsabschlüssen geben soll. Parallel dazu werden Interviews mit den Geflüchteten durchgeführt, um direkt von ihnen zu erfahren, wie Kompetenzen in ihren Ursprungsländern erfasst und bewertet wurden. Auf diese Weise soll ein Vergleichssystem entstehen, dass die Vergleichbarkeit der Bildungsabschlüsse erleichtern soll. Bereits Ende März werden die FHM-Standorte unter der Leitung von Prof. Dr. Silke Pfeiffer die ersten Analyse-Ergebnisse vorlegen können.