FHM präsentiert Forschungsbericht zur Kompetenzerfassung von Geflüchteten /AsylwerberInnen in Glasgow

Im zweiten Projektmeeting von „NCNA – New Challenges, New Answers“ präsentierten die Pia Winkler M.A. und Dustin Müller B.A. am 27. April 2017 die Ergebnisse ihres Forschungsberichts vor den internationalen Partnern in Glasgow.

Das interdisziplinäre EU-Projekt NCNA hat ein Kompetenzerfassungsmodell und eine leichtere Integration von Geflüchteten und AsylwerberInnen als Zielstellung. Das zweijährige Projekt startete dabei im Oktober 2016 in der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) Schwerin seine Aktivitäten – seitdem führten die Partner 72 Interviews mit Geflüchteten und AsylwerberInnen und befragten 213 Experten aus verschiedenen Wirtschaftsbereichen, wie sie diese Zielgruppe zu integrieren planen oder bereits in ihren Unternehmen beschäftigen. Die Analyse und Auswertung der Daten oblag der Verantwortung der FHM. Da das Erasmus+ Projekt an zwei Standorten der FHM etabliert ist (Schwerin und Rostock), nahm jeweils ein Vertreter der beiden Standorte an dem zweiten Treffen in Schottland teil.

Der Forschungsbericht (Investigation Study) der FHM enthält alle Daten zur Forschungsstudie und dem Forschungsdesign selbst, Informationen zu den Herkunftsländern der Geflüchteten /AsylwerberInnen wie auch die Zusammenfassung der Interviews und deren individuelle Interpretation. Diese Ergebnisse werden dann der Expertenbefragung gegenübergestellt. Hauptaugenmerkt lag darauf, wie sich die Kompetenzen der Geflüchteten / AsylwerberInnen erfassen ließen – sowohl aus Sicht der Unternehmen, als auch der Zielgruppe selbst.

Der Bericht ist die Grundlage für die weitere Arbeit an dem NCNA Model Handbook. Darin werden mehr als 30 Berufe dargestellt, die den Bereichen „Bauwesen“, „Tourismus“, „Soziales“, „Konstruktion“ und „Metallarbeit“ zuordenbar sind. Diese Berufe wurden im zweiten Meeting in einem Brainstorming-Workshop gemeinsam erarbeitet und ausgewählt. Die Partner sind nun aufgefordert, die verschiedenen Berufsprofile mit den länderspezifischen, aber auch übergreifenden Anforderungen zu füllen. Weiterhin werden auch Empfehlungen gegeben, wie sich die Geflüchteten / AsylwerberInnen besser integrieren lassen und ihre Kompetenzen erhoben werden können. Fokus liegt dabei wieder auf praktischen Beispielen, um dem Handbuch-Charakter gerecht zu werden. Dazu wird ebenfalls ein individueller Integrationsplan entwickelt, der als Verfahrensbeispiel fungieren soll. Die ersten Ergebnisse werden dazu im Oktober diesen Jahres erwartet; das Handbuch wird im kommenden Jahr publiziert werden.