FHM mit Expertenbeiträgen auf der Bildungsketten-Konferenz Berlin

Mit der Initiative Bildungsketten werden seit dem Jahr 2010 junge Menschen erfolgreich beim Übergang von der Schule in den Beruf unterstützt. Auf der Bildungsketten-Konferenz „Jugendliche stärken – Übergänge schaffen – Zukunft gestalten“ zogen Bundesbildungsministerin Johanna Wanka und Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles Bilanz. Insgesamt diskutierten 350 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Bildungspraxis über die bildungspolitischen Herausforderungen in der Berufsorientierung und am Übergang Schule – Beruf. Prof. Dr. Tim Brüggemann, Leiter des FHM-Instituts für Weiterbildung & Kompetenzentwicklung (IWK) eröffnete eines von fünf Themenforen und präsentierte aktuelle Forschungsbefunde aus laufenden Studien der FHM.

„Bund und Länder ziehen an einem Strang, um junge Menschen beim Übergang von der Schule in die berufliche Ausbildung bestmöglich zu unterstützen. Mit bisher sieben Ländern ist es uns gelungen, dazu Vereinbarungen zu treffen. Weitere sollen folgen“, sagte Bundesbildungsministerin Wanka zur Eröffnung der Bildungsketten-Konferenz am 15. November 2016 in Berlin. „Damit junge Menschen nach der Schule nahtlos in eine Ausbildung starten können, müssen sie zunächst erkennen, was sie gut beherrschen und was sie interessiert. Deshalb unterstützen wir sie frühzeitig darin, praktische Erfahrungen in der Berufswelt zu sammeln. Das hilft ihnen bei ihrer künftigen Berufswahl. Diese Unterstützungsangebote werden wir weiter ausbauen“, so Wanka weiter.

Bundesarbeitsministerin Nahles führte aus: „Ich freue mich, dass wir durch die Initiative Bildungsketten junge Menschen abgestimmt und erfolgreich unterstützen, den Übergang von der Schule in den Beruf zu meistern. Wir haben inzwischen viel erreicht. Besonders freut mich, dass wir die Berufseinstiegsbegleitung verstetigen konnten. Sie unterstützt Schülerinnen und Schüler, die Gefahr laufen, den Schulabschluss und den Übergang in Ausbildung nicht zu schaffen, frühzeitig, kontinuierlich und individuell. Auch die Assistierte Ausbildung erreicht zunehmend die jungen Menschen. Das ist eine gute Bilanz. Und sie zeigt uns: wenn wir, Bund, Länder und Bundesagentur für Arbeit, wie in der Initiative Bildungsketten an einem Strang ziehen, können wir viel erreichen."

Wie sieht die Zukunft der Berufsorientierung aus? Die FHM gibt Einblicke in aktuelle Trends und Möglichkeiten sowie neue Herausforderungen: so stellt sich beispielsweise die Frage, ob die Berufswahlkompetenz gemessen werden kann und welche theoretischen und praktischen Möglichkeiten ein Berufsorientierungsindex zu bieten vermag. Zusätzlich erläutert Prof. Brüggemann den Trend der Digitalisierung und zunehmenden Medialisierung am Übergang Schule-Beruf und die damit einhergehenden Chancen und Herausforderungen. Im Anschluss an die Impulse wurde im Rahmen einer Fishbowl-Diskussion mit allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern diskutiert und die Weiterentwicklung der Berufsorientierung im Rahmen der Initiative Bildungsketten erörtert.

Prof. Dr. Tim Brüggemann im Vortrag im Café Moskau in Berlin