FHM gründet Deutsch-Chinesisches Mittelstands-Institut

Kooperationsverträge mit Universität Suzhou unterzeichnet

Bielefeld. Die Fachhochschule des Mittelstands (FHM) Bielefeld hat heute im Beisein chinesischer Hochschulvertreter eine Kooperationsver-einbarung zur Errichtung eines Deutsch-Chinesischen Mittelstands-Instituts (DCMI) mit der Universität Suzhou (China) unterzeichnet. Ziel ist die Ausbildung von Führungskräften mit internationaler Ausrichtung für die mittelständische Wirtschaft und die Förderung von Geschäftsbeziehungen zwischen deutschen und chinesischen Unternehmen.

Die heutige Unterzeichnung der Verträge für das DCMI durch Prof. Dr. Richard Merk, Geschäfts-führer der privaten, staatlich anerkannten Fachhochschule des Mittelstands (FHM), und Prof. Aisun Yin, Vice-President der University of Suzhou, war das Ergebnis monatelanger Verhandlungen. Mit der Universität Suzhou hat die FHM einen exzellenten Kooperationspartner gewinnen können, der zu einer der hundert ausgewählten Schwerpunkthochschulen des 21. Jahrhunderts in China gehört und gleichzeitig die zentrale Hochschule der NRW-Partnerprovinz Jiangsu ist. Gefördert wird das Projekt aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD). In einer bundesweiten Ausschreibung hatte sich die FHM Bielefeld als einzige private Hochschule gegen 36 Mitbewerber durchsetzen können.

„Die FHM will dazu beitragen, dass Deutschland und China starke Wirtschaftspartner werden. Bildung ist hierfür einer der entscheidenden Erfolgsfaktoren“, so Prof. Dr. Richard Merk. Geplant ist daher der Aufbau eines in China wie Deutschland anerkannten Bachelor-Studiengangs „Business Administration“ zur Ausbildung von Führungsnachwuchskräften für deutsche und chinesische Unternehmen mit entsprechenden gegenseitigen Handelsbeziehungen. Dabei verbringen die chinesischen Studierenden während ihres vierjährigen Studiums eine einjährige Studienphase in Deutschland und absolvieren ein mehrmonatiges Praktikum in deutschen Unternehmen, vorzugsweise in der Region OWL. Markus Rempe, Projektleiter China der FHM Bielefeld: „Wir möchten mit unserem Institut bereits während des Studiums Unternehmen mit potenziellen Nachwuchskräften in Kontakt bringen. Darüber hinaus sind Angebote der wissenschaftlichen Weiterbildung sowie Forschungsprojekte geplant.“

Das Deutsch-Chinesische Mittelstands-Institut soll neben den inhaltlichen Angeboten insbesonde-re Ansprechpartner für mittelständische Unternehmen sein. Ebenso wie in Deutschland entwi-ckelt sich derzeit in China mit rasantem Wachstum eine mittelständische Unternehmenslandschaft. Institutsleiter des DCMI wird der Herforder China-Experte Christoph Zabe-Brechtel. „Die Dynamik der derzeitigen wirtschaftlichen Entwicklung Chinas ist in Deutschland kaum vorstellbar. Mit Forschungsprojekten soll herausgefunden werden, wie der deutsche Mittelstand davon profitieren kann und welche zentralen Erfolgsfaktoren es gibt.“ Das China-Engagement der FHM Bielefeld ist Teil der Internationalisierungsstrategie. So konnten in diesem Jahr weitere Kooperationsverträge mit der Universität s’Stellenbosch (Südafrika) sowie der Universität Quincy (USA) unterzeichnet werden. Auch den Studierenden der FHM soll so die Möglichkeit gegeben werden, internationale Erfahrungen zu sammeln. Die ersten von ihnen werden bereits im kommenden Februar für mehrere Monate ins Ausland gehen und dort ihre Praxisphasen in Unternehmen absolvieren.

Über die FHM:
Seit ihrer Gründung im Mai 2000 hat sich die staatlich anerkannte, private Fachhochschule des Mittelstands (FHM) zu einer festen Größe in der ostwestfälischen Hochschullandschaft entwickelt. Die FHM hat sich das Ziel gesetzt, Führungsnachwuchskräfte speziell für die mittelständische Wirtschaft zu qualifizieren. Das Studienkonzept beinhaltet eine kurze Studiendauer, eine hohe Praxisorientierung, kleine Studiengruppen und eine individuelle Betreuung. Derzeit sind zirka 330 Studierende in den Studiengängen Betriebswirtschaft und Medienwirtschaft immatrikuliert. Die Studiengänge Wirtschaftsinformatik und Gesundheitswirtschaft befinden sich im Aufbau. Weitere Schwerpunkte setzt die FHM mit ihren Instituten in den Bereichen Wissenschaftliche Weiterbildung, Existenzgründung und Unternehmensnachfolge.