FHM-Center for Sustainable Governance (CSG) übergibt den CSG-Nachhaltigkeitskompass an die ersten Unternehmen

Die Hochschulleitung der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) und die Institutsleitung des Center for Sustainable Governance (CSG) übergaben heute im Rahmen einer Kuratoriumssitzung den CSG-Nachhaltigkeitskompass an die ersten Unternehmen. Die Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold, Gundlach Verpackung und die Reden Unternehmensgruppe (Deutschland) nahmen die Zertifizierung aus den Händen von FHM-Rektorin Prof. Dr. Anne Dreier und CSG-Institutsleiter Dr. Norbert Röttgen MdB entgegen.

Auf Einladung der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold traf das CSG-Kuratorium zu seiner diesjährigen Sitzung in den neuen Räumlichkeiten der Werther und Ernst Vermögensverwalter GmbH am Altstädter Kirchpark ein. Unter der Leitung von Ass. jur. Peter Gödde, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Bildung & Handwerk und Vorsitzender des CSG-Kuratoriums, berichtete die Institutionsleitung, vertreten durch Dr. Norbert Röttgen MdB, Rechtsanwalt Hans-Georg Kluge, Staatssekretär a.D., Landrat a.D. und FHM-Prorektor Dr. Volker Wittberg, über die Arbeit des vornehmlich aus der ostwestfälisch-lippischen Wirtschaft gestifteten Instituts im zurückliegenden Jahr.

Dabei präsentierte das CSG den Unternehmerischen Nachhaltigkeitskompass, der gerade mittelständischen Unternehmen eine praktikable und nachvollziehbare Bewertung in Sachen Nachhaltigkeit bietet. „In der Pilotierungsphase stand das CSG immer wieder in engen Kontakt mit den Unternehmen, um die Praxistauglichkeit der Bewertungssystematik sicherzustellen und Entwicklungsmöglichkeiten für den Unternehmerischen Nachhaltigkeitskompass aufzudecken“, hob der Kuratoriumsvorsitzende Gödde hervor. Der Kompass basiert auf der Struktur des renommierten Deutschen Nachhaltigkeitskodexes (DNK) des Rates für Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung und ermöglicht den Unternehmen mit seinem strukturierten Leitfaden, das doch recht facettenreiche Thema der Nachhaltigkeit systematisch anzugehen. Röttgen betonte die Bedeutsamkeit einer praxisorientierten Bewertungsmöglichkeit von Nachhaltigkeit: „Nur so ist es den Unternehmen möglich, eigene Fortschritte im Bereich der Nachhaltigkeit systematisch zu steuern und kontrollieren, die dann an Stakeholder berichtet werden können. Außerdem können die größeren Unternehmen ihren regulatorischen Anforderungen an die Nachhaltigkeitsberichterstattung effizient erfüllen.“ Anhand der für den Unternehmerischen Nachhaltigkeitskompass entwickelten Bewertungssystematik wurden die Unternehmen Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold, Gundlach Verpackung und die Reden Unternehmensgruppe (Deutschland) in einer Pilotphase von Experten und dem Zertifizierungskomitee des Instituts bewertet und sind heute als erste Unternehmen mit dem Unternehmerischen Nachhaltigkeitskompass zertifiziert worden. Volksbank-Vorstandschef Dr. Ulrich Bittihn identifiziert schon im Bewertungsprozess einen nicht zu vernachlässigen Nutzen: „Nachhaltigkeit ist für uns als Genossenschaftsbank eines der Leitprinzipien unseres Handelns. Seit mehr als 150 Jahren fördern wir Wirtschaft und Gesellschaft der Region und wachsen gemeinsam mit unseren Mitgliedern und Kunden über Generationen hinweg. Der Pilotierungsprozess und die damit verbundene systematische Auseinandersetzung mit dem Thema Nachhaltigkeit haben uns gezeigt, dass wir mit unserem Geschäftskonzept und unserem Verständnis als führende genossenschaftliche Regional- und damit Heimatbank, die Verantwortung für die Wirtschaftsregion OWL übernimmt, bestens für die Zukunft aufgestellt sind.“ Und Kuratoriumsmitglied Prof. Dr. Bernhard von Schubert ergänzt: „Lange habe ich dafür gearbeitet, dass Nachhaltigkeit zu einem Kernthema der Unternehmensführung wird. An der FHM ist dies nun mit dem CSG gelungen.“

Auch Projekte des CSG im Bereich der kommunalen Nachhaltigkeit wurden in der Kuratoriumssitzung vorgestellt. Insbesondere das cradle2cradle-Projekt mit dem Kreis Lippe, welches Ende letzten Jahres gestartet ist und im Juni diesen Jahres erfolgreich abgeschlossen werden konnte, ist im Zuge der kommunalen Nachhaltigkeitsaktivitäten des CSG zu erwähnen. Das CSG führte gemeinsam mit den Projektpartnern, der Bertelsmann Stiftung und Kienbaum Consultants International, eine Analyse der Potenziale einer zirkulären Wertschöpfung im Kreis Lippe durch.

Weitere Informationen über das Center for Sustainable Governance (CSG) erhalten Sie auch online unter: www.fhm-csg.de

v.l.n.r.: Dr. Ulrich Bittihn, Ass. jur. Peter Gödde, Dr. Uwe Schürmann, Dr. Norbert Röttgen, Joachim von Reden, Prof. Dr. Anne Dreier, Prof. Dr. Richard Merk