Europäisches Projekt „Internet of Energy“ startet an der FHM Bielefeld

Das Forschungsinstitut für Motorentechnik in Neapel wurde am 19. und 20. Oktober 2017 zum Treffpunkt eines europäischen Teams des EU-geförderten Projekts „Internet of Energy – Education and Qualification“, bei welchem die Fachhochschule des Mittelstands (FHM) als akademischer Partner funigiert.

Das dreijährige Vorhaben (September 2017 – August 2020) aus dem europäischen Förderprogramm „Erasmus+ Strategische Partnerschaften“ setzt sich zum globalen Ziel, die Anwendung von Internet of Energy-Technologien in Unternehmen zu unterstützen und Fachkräfte im Umgang mit Internet of Energy (kurz IoE) zu qualifizieren. Das anspruchsvolle Projekt wird durch Hochschulen, Forschungsinstitute und Unternehmen aus Deutschland, Griechenland, Italien, Litauen, Portugal und Spanien umgesetzt. Die FHM fungiert dabei als akademischer Partner und wird für die wissenschaftliche Aufbereitung und Implementierung von berufsbegleitenden Bildungsangeboten zu IoE sorgen.

„Das Internet of Energy ist ein heißes, branchenübergreifendes Thema, das eng mit dem Internet der Dinge (Internet of Things IoT), Kommunikationssystemen, aber auch mit Smart Grids, Elektromobilität und Low-Carbon-Technologien verbunden und durchaus relevant für die Industrie 4.0-Strategien ist. Durch den Einsatz von IoT-basierten intelligenten Sensoren in Stromnetzen können ganz neue Geschäftsmodelle für den Energiemarkt gestaltet werden. Dies erfordert einen sicheren Umgang mit IoE sowie grundsätzlich die Bereitschaft der Unternehmensführung, in die Entwicklung der intelligenten Stromnetze dauerhaft zu investieren. Mit dem IoE-Projekt haben wir daher vor, Unternehmen für diese innovative Technologie zu sensibilisieren“, betont Dr. Hamid Doost Mohammadian, wissenschaftlicher Projektleiter an der FHM Bielefeld. Gemeinsam mit der wissenschaftlichen Mitarbeiterin und Projektkoordinatorin Olga Zubikova wird er für die Projektumsetzung an der FHM zuständig sein.

„Die ersten Projektaktivitäten wurden während des Auftaktmeetings festgelegt. Dazu zählt vor allem die Durchführung einer umfassenden europäischen Online-Befragung der Unternehmen, die an der Schnittstelle zwischen Energiewirtschaft und IT-Sektor agieren. Bezüglich der jetzigen Unternehmenssituation mit IoE stellen sich Fragen nach dem aktuellen Kenntnisstand, den Erwartungen und der Umsetzung entsprechender Bildungsangebote. Wohlwissend, dass deutsche Unternehmen derzeit mit vielfältigen Studien und Untersuchungen überwältigt sind, soll dennoch zur Teilnahme an der IoE-Befragung animiert werden! Dieses Feedback ist entscheidend für den Projekterfolg“, so Olga Zubikova.

Finanziert wird das Projekt durch das Programm Erasmus+ der Europäischen Union.

Alle formalen Informationen zum Projekt finden Sie hier.

CO2-Reduktion durch intelligente Motoren: Prof. Ottorino Veneri vom Forschungsinstitut für Motorentechnik führt dem Projektteam eine Simulationsanlage vor.