EU Abschlusskonferenz in Kostanai

Vier neue Studiengänge zum Energiemanagement in Turkmenistan und Kasachstan aufgebaut

Rund 40 Experten aus drei europäischen und zwei zentralasiatischen Ländern trafen sich in der Universitätsstadt Kostanai in Kasachstan zur Abschlusskonferenz des Europäischen Tempus-Projekts „Etablierung eines Blended-Learning-basierten Studiengangs Energiemanagement in Kasachstan und Turkmenistan“.

In den Räumlichkeiten des Rathauses Kostanai diskutierten internationale Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung über die Perspektiven der Zukunftsenergien und Strategien der Energieeffizienz.

„Unter der Leitung der Fachhochschule des Mittelstands haben die Wissenschaftler innerhalb von drei Jahren an vier zentralasiatischen Hochschulen Energiemanagement Studiengänge mit unterschiedlichen Schwerpunkten entwickelt und erfolgreich an den Start gebracht sowie die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik in Fragen der Energieeffizienz ausgebaut“, erläutert Prof. Dr. Merk, Geschäftsführer der FHM und Konsortialführer dieses internationalen Projektes.

Im kasachischen Kostanai, in der kasachischen Hauptstadt Astana, in der turkmenischen Hauptstadt Ashgabat und in der Wüstenstadt Mary in Turkmenistan können Studierende jetzt das Fach Energiemanagement belegen. Beide Staaten verfügen über große Vorkommen an Erdöl und Erdgas. “Wer sich für die Zukunft wappnen will, muss heute die jungen Menschen an Themen wie Energieeinsparung und Energieeffizienz heranführen und entsprechende Fachkräfte ausbilden”, erläutert Prof. Dr. Christoph Brake, der wissenschaftliche Leiter dieses Projektes an der FHM Bielefeld.

„Die durch das Projekt herbeigeführten Kooperationen zwischen verschiedenen Akteuren ist ein deutliches Zeichen für die Nachhaltigkeit dieses Projekts, welches zur Förderung energiebewussten Denkens und Handelns in Kasachstan beitragen wird“, betont Frau Shaizada Tasbulatova, die Leiterin des Nationalen Tempus-Office in Kasachstan.

Die EU förderte dieses Projekt aus dem Programm “Tempus”, an dem auf europäischer Seite neben der Fachhochschule des Mittelstands, Bielefeld auch der Kreis Lippe, die FH Joanneum aus dem österreichischen Graz und die Technische Hochschule im litauischen Kaunas (KTU) beteiligt sind.

Neben der aktuellen Thematik der Energieeffizienz und der Nutzung erneuerbarer Energiequellen zeichnen sich diese Studiengänge durch ihre Lernmethodik aus. „Mit Hilfe von Fernunterricht über das Internet trägt der Studiengang zum Know-How-Transfer bei und fördert die internationale Ausrichtung der beteiligten Hochschulen“, betont der FHM E-Learning Experte Prof. Dr. Stefan Bieletzke.  
 
„Dass sich die zentralasiatischen Staaten Kasachstan und Turkmenistan mit dem Thema der Energieeffizienz befassen, beweist Weitsicht“, sagt Thomas Wolf-Hegerbekermeier vom Kreis Lippe, der die energiepolitischen Erfahrungen einer Kreisverwaltung in das Projekt mit einbrachte. In Gesprächen zwischen dem Landkreis Lippe und dem Landkreis Kostanai diskutierten Experten die Möglichkeiten gemeinsamer Zukunftsprojekte auf dem Gebiet des Energiemanagement.

Im Rahmen der feierlichen Abschlusskonferenz verlieh der Senat der KINEU-Universität Kostanai Prof. Dr. Christoph Brake von der FHM Bielefeld und Johannes Haas von der FH-Joanneum aus Graz die Würde der Ehrenprofessur. „Dies ist eine großartige Anerkennung unserer Arbeit und es wird unsere Hochschulen nachhaltig verbinden. Dass dieses Projekt über mehrere Sprachbarrieren hinweg überhaupt so gut funktioniert hat, ist wesentlich auf die Arbeit unserer Projektmanagerin Olga Zubikova zurückzuführen“, bemerkt Prof. Dr. Christoph Brake.

Weitere Infos zu diesem ungewöhnlichen EU-Projekt gibt es bei der Projektmanagerin Olga Zubikova von der FHM unter der Telefonnummer 0521 96655-270.

Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung (Mitteilung) trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.