Die Kraft der Gedanken

FHM Symposium IMPLANTING.THOUGHTS

Bielefeld, 27. Mai 2013.  Werden wir im Supermarkt hypnotisiert? Kaufen wir eine günstige Tütensuppe tatsächlich, weil uns ihr Erscheinungsbild an das alte Kochbuch von Oma erinnert und „hausgemacht“ suggeriert? Diese und anderen interessante Fragen wurden beim Symposium der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) Bielefeld am vergangenen Samstag diskutiert. Studierende eines Eventmanagement & Entertainment-Kurses hatten die Veranstaltung eigenständig organisiert. Etwa 100 Gäste folgten der Einladung ins Forum der FHM.

Nach einer Begrüßung durch Professor Christoph Brake von der FHM übernahm Marc Pavey die Moderation des Symposiums und begrüßte den ersten Referenten Sven Nöcker. „More Emotions, more money“, so seine klare  These. „Durch Emotionen kann sich eine Marke nachhaltig in den Köpfen der Menschen verankern.“ Dies wiederum führe zu größeren Verkaufszahlen für die Unternehmen. „Marken schalten im Supermarkt das Gehirn auf Kaufautomatik“, so Nöcker. Sie „implantieren“ also bestimmte Gedanken in unseren Kopf.

Philip Schiller und Falk Röbekamp diskutierten zum Thema  „Pick up – Play the game“. In diesem Vortrag standen Strategien im Fokus, die jeder von uns anwenden kann, um bestimmte Ziele zu erreichen. „Ich kann mit einer Strategie Gefühle beim Gegenüber erzeugen, zum Beispiel Freude“, so Schiller. Die wiederum könne das Gegenüber „verführen“ und ihn so in die gewünschte Freude-Stimmung bringen.

Mit dem Neurolinguistischem Programmieren, kurz NLP, beschäftigte sich Anna Stania. Sie stellte beeindruckend dar, wie jeder Mensch die eigene Veränderungsarbeit mittels der Instrumente des NLP in den Händen hat.

Pietro Mercuri nahm seinen Vortragstitel „Die Macht des Wortes, die Kraft der Gedanken“ gleich beim Wort und bat eine junge Dame, nach vorne zu kommen, ihre Augen zu schließen und parallel Bewegungen mit Händen und Füßen zu machen. „Denken Sie dass ich es schaffe, Sie zu hypnotisieren?“, fragte Mercuri. „Nein“, die prompte Antwort der jungen Dame. „Und warum machen Sie dann diesen Unfug mit und wedeln vor dem Publikum mit Armen und Beinen?“  Damit hatte er die junge Dame und auch das Publikum von seiner These überzeugt.

Den Abschluss des FHM-Symposiums bildete Erich Wankerls Vortrag zum Thema „Neurodesign“. Die Zuschauer erfuhren hier etwas zur emotionalen Wirkung von Design. „Markenbotschaften werden in Design gepackt, damit Sie beim Kunden ankommen und wirken“. Als Beispiel machte er auf das Verpackungsdesign einer bekannten Marken-Tütensuppe aufmerksam, die optisch an ein altes Kochbuch erinnert. „Da denkt man unbewusst: lecker – hausgemacht.“ Und schon ist die Tüte im Einkaufswagen.

Für musikalische Begleitung sorgte das Duo „Second Composition“  gemeinsam mit einer Cellistin für Live-Musik. Sänger Nicolas Geipel entstammt der ausrichtenden Studiengruppe Eventmanagement und Entertainment 04 und sorgte für Gänsehautstimmung.