Die Digitalisierung hat den Rhein-Erft-Kreis erreicht – Fachhochschule des Mittelstands in Pulheim bildet Fach- und Führungskräfte für das digitale Morgen aus

Wie könnte unsere Arbeitswelt in der Zukunft aussehen? Erste Antworten lieferte die Fachhochschule des Mittelstands (FHM) Pulheim am Abend des 13. März 2017 im Rahmen eines Expertenvortrags über die Trends, Möglichkeiten und Herausforderungen eines modernen Personalmanagements mit FHM-Professorin Dr. Ellena Werning. Topausgebildete Nachwuchskräfte sichert die FHM ebenfalls: mit dem neuen Studiengang „B.A. Digital Business Management“, der diesen Herbst zum ersten Mal starten soll.

Montagabend 18 Uhr in Pulheim, 12 Uhr mittags in New York City, 1 Uhr nachts in Hong Kong. In der digitalisierten Welt verschieben sich Arbeitszeiten und räumliche Distanzen verlieren an Bedeutung. Längst sind Internet und Email nicht mehr aus dem Arbeitsalltag weg zu denken. Auch im Rhein-Erft-Kreis spielt die Digitalisierung eine große Rolle für Unternehmen. Das zeigte sich zuletzt beim Fachvortrag von Prof. Dr. Ellena Werning an der FHM Pulheim, zu dem Unternehmer und Vertreter aus Politik angeregt über Chancen und Risiken der Digitalisierung diskutierten.

„In den nächsten zehn Jahren muss der Mensch mehr Wissen verarbeiten, als in den letzten 2.500 Jahren zusammen“, so die Gastrednerin, die ebenfalls Dozentin an der FHM Bielefeld ist. Die Aussage macht die Anforderungen einer heutigen Arbeitswelt deutlich. „Cloud- und Crowdworking“ könnte eine Möglichkeit sein, wie solche Herausforderungen künftig gelöst werden. Ellena Werning ging weiter auf die digitale Transformation von Organisationen ein. Durch Digitalisierung können Mitarbeiter von überall auf der Welt aus arbeiten, miteinander kommunizieren oder auf gemeinsame Daten zugreifen. Die Präsenz eines Mitarbeiters am klassischen Arbeitsplatz, so wie wir es heute kennen, wird seltener. Dafür wächst die Eigenverantwortung eines Mitarbeiters, Privat- und Berufsleben verschmelzen allmählich und Führungskräfte sind gefordert, mehr Vertrauen aufzubauen.

Werning betonte, dass Digitalisierung nur funktioniere, wenn sie sich auch in der eigenen Unternehmenskultur widerspiegelt. Eine weitere Hürde, vor der viele Unternehmer stehen werden, sei das Thema Sicherheit. Im Austausch mit dem Fachpublikum wurde deutlich, dass es weiterhin Bedenken beim Umgang mit sensiblen Daten gibt. Dennoch stehen Unternehmen einer Digitalisierung zur Prozessoptimierung sehr offen gegenüber. Oftmals hapert es jedoch an mangelndem Fachwissen. Unternehmen brauchen daher topausgebildete Fach- und Führungskräfte, die sich in der digitalen Welt zu Hause fühlen und diesen Wandel mitgestalten. Um auch angehende Führungskräfte auf die Herausforderungen vorzubereiten, hat die FHM den innovativen Studiengang B.A. Digital Business Management entwickelt, der im Oktober 2017 erstmalig in Pulheim an den Start geht und kommenden Absolventen ganz neue Karrieremöglichkeiten eröffnet. Nach dem Motto: Schon heute die Welt von morgen studieren.