Der größte Produzent für Live-Fußball. Auf der ganzen Welt.: Alexander Günther – Geschäftsführer Sportcast

In den Jahren 2001 bis 2004 absolvierte Alexander Günther sein Diplom-Studium als Medienwirt an der FHM. Seit 2006 arbeitet er bei der Sportcast GmbH, dem weltgrößten Produzent für Live-Fußball, 2011 übernahm er die Geschäftsführung des Kölner Unternehmens. Fernsehanstalten wie die ARD, das ZDF oder Sky übernehmen die Bilder direkt vom Kölner Unternehmen, eine hundertprozentige Tochter der Deutschen Fußball-Liga (DFL). Sportcast produziert pro Jahr 617 Fußballbundesliga-, Fußball-WM-Spiele und beschäftigt über 30.000 Freelancer jede Saison. Alexander Günther kann sein an der FHM erworbenes Fachwissen passgenau anwenden – schon während seiner Praktikumsphase an der FHM beim Sportrechtevermarkter Sportfive deutete sich eine Laufbahn im sportökonomischen Bereich an. Als Student profitierte er von der engen Verzahnung von Theorien der Medienwirtschaft und praktischer Umsetzung in Projekten. Er setzt diese Philosophie nun als Geschäftsführer der Sportcast GmbH täglich um und pflegt mit der Fachhochschule des Mittelstands in Köln seit dem Jahr 2013 eine erfolgreiche Kooperation.

Nach Ihrem Abschluss an der FHM im Jahr 2004 arbeiteten Sie zunächst für die Wige Television GmbH. 2006 wechselten Sie zu Sportcast und sind seit 2011 Geschäftsführer. Wie kam es zu diesen Karriereschritten?
Alexander Günther: In meiner Zeit bei Wige Television erhielt ich Anfang 2006 ein interessantes Jobangebot. Allerdings durfte man mir weder mitteilen, um welchen Arbeitgeber es sich handelt, noch durfte mein Aufgabenbereich im Detail skizziert werden. Eine Gewissheit hatte ich aber: Dass ich meinem damaligen Geschäftsführer Jupp Nehl vertrauen konnte und dass er zusammen mit mir dieses „Projekt“ umsetzen wollte. Also habe ich den Schritt gewagt. In nur vier Monaten haben wir gemeinsam Sportcast als hundertprozentige Tochter der DFL aufgebaut. Für mich ist es nach wie vor eine der besten Entscheidungen meines Lebens.

Sportcast ist mittlerweile der größte Produzent für Live-Fußball weltweit. Sie agieren als Geschäftsführer in einem äußerst dynamischen Geschäftsfeld der Medienwirtschaft. Ist das Ihr Traumjob?
Günther: Fußball war seit meiner frühsten Kindheit Teil meines Lebens. Seit Teenagerjahren begeisterte mich dann zusätzlich die Medienwirtschaft: Das hohe Tempo der Branche, die abwechslungsreichen Tätigkeiten, die Herausforderung der globalen Digitalisierung. Ich habe das Glück, meinen Traumjob leben zu dürfen. Für mich persönlich ist es eine perfekte Entwicklung. Wir sind heute der weltweit größte Produzent von Live-Fußball. Seit 2011 bin ich gemeinsam mit Jupp Nehl Geschäftsführer bei dieser großartigen Unternehmung. Im FHM Studium war es eine Vision, heute ist es Realität – und es macht mir unfassbar viel Freude, die globale Marke Bundesliga als Medienmanager im Tagesgeschäft zu führen. Ich bin stolz darauf, Student an der FHM gewesen zu sein.

Die Hochschule hat sich seit der Gründung im Jahr 2000 enorm weiterentwickelt. Wie haben Sie persönlich vom Studium profitiert?
Günther: Durch die FHM und das Studium dort habe ich die Grundlagen für meinen beruflichen Werdegang gelernt. Darauf aufbauend kann ich heute die sich immer schneller verändernden Herausforderungen für die Sportcast GmbH bewerten und entsprechende Maßnahmen sehr gut umsetzen. Die FHM war und ist eine Hochschule mit einer optimalen Mischung aus Wissenschaft und Praxis. Aus meiner Sicht ist die praktische Komponente im Studium der entscheidende Faktor, um nachhaltig Qualität zu liefern. Es gibt Millionen von Ideen, aber die meisten scheitern an der Umsetzung.

Sie arbeiten in einer stark wachsenden Branche, die immer neue Innovationen verlangt. Was sind aktuell die besonderen Herausforderungen?

Günther: Wir sind im „Age of Digital History“ und wir dürfen die Digitalisierung und Globalisierung selbst mitgestalten. Die Digitalisierung durchzieht alle Geschäftsmodelle, die Schnelligkeit, die Dynamik
und die Komplexität sind unglaublich. Wir scheuen uns nicht vor den neuen und rasanten Entwicklungen, ganz im Gegenteil. Sportcast und wir als Geschäftsführer stehen für Nachhaltigkeit, Qualität und Innovation. Innovation muss jedoch immer eine Grundlage haben. Wir entwickeln Modelle, die auch in fünf bis zehn Jahren noch erfolgreich eingesetzt werden können. Gleichzeitig analysieren und beobachten wir zukunftsträchtige Themen und überprüfen sie gewissenhaft auf ihre Machbarkeit.